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80. Geburtstag von Großprior Bailli Fra`Wilhelm von und zu Liechtenstein
Wer ihn und seine besondere Bescheidenheit kennt, wird verstehen, daß man seine Abwesenheit zum Weihnachtsurlaub in Australien bei seiner Tochter und ihrer Familie zur Planung des Festes ausnützen mußte, er selbst hätte das sicher nicht zugelassen.

300 Ordensritter und Damen ziehen über den Stephansplatz feierlich ein.
Der Großmeister und damit der höchste Repräsentant des Souveränen Malteser Ritterordens, S.H.u.E. Frá Andrew Bertie war ebenso aus Rom angereist, wie sein Stellvertreter, der Großkomtur des Ordens, S.Exz. Bailli Frá Ludwig Hoffmann von Rumerstein und S.Exz. Carl Paar als Mitglied der Ordensregierung. Aus Österreich kamen zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens und Vertreter des Johanniter Ordens, des Ordens vom Hl. Grab und des Deutschen Ordens. Höhepunkt der offiziellen Feier am 31. Mai war ein vom Erzbischof von Wien, S.E. Christoph Kardinal Schönborn gemeinsam mit zahlreichen Priestern des Ordens zelebriertes Pontifikalamt im Stephansdom, an dem fast 300 Ordensritter und Damen, zum großen Teil in der festlichen Kirchenkleidung teilnahmen.

Christoph Kardinal Schönborn zelebriert das Pontifikalamt.
Frá Wilhelm wurde 1922 in Schloss Frauenthal bei Deutschlandsberg in der Steiermark geboren, studierte an der Hochschule für Bodenkultur und schloss sein Studium als Forstingenieur ab. Nach einem erfolgreichen Berufsleben, zuletzt in der Spanplattenindustrie, trat er 1982 in den Ruhestand.
Seit 1986 gehört er dem Souveränen Malteser Ritterorden an, 1990 wurde er erstmals zum Fürstgroßprior des Großpriorates Österreich gewählt. Unter seiner Leitung wurden die Einrichtungen des Ordens, insbesondere dessen Hilfswerke, erfolgreich weiter ausgebaut und der Auftrag an die Ordensmitglieder "Fürsorge für Arme und Kranke" durch vielfache Tätigkeiten umgesetzt. Dem Malteser-Ritterorden gehören heute in Österreich mehr als 400 Mitglieder an, rund 1.500 ehrenamtliche Betreuer arbeiten in sechs Hilfswerken, davon rund 1.200 im Malteser Hospitaldienst.

Bailli Fra´Wilhelm von und zu Liechtenstein
Nach dem feierlichen Pontifikalamt im hohen Dom zu St. Stephan begaben sich die Festgäste in das Palais Liechtenstein, in dem in Gegenwart des Fürsten und Großmeisters ein Festakt stattfand. Der Großmeister betonte in seiner in deutscher Sprache gehaltenen Glückwunschadresse die besonderen Verdienste des österreichischen Großpriors um den Orden und seine Hilfswerke. Er hob auch die Tatsache hervor, daß das Kapitel kurz zuvor Frá Wilhelm zum dritten Mal für eine weitere sechsjährige Amtsperiode gewählt hatte, ein an sich nicht sehr häufiger Vorgang.

Der Fürstgroßprior genießt, obwohl er nicht gerne im Mittelpunkt steht, doch sichtlich die Feiern zum Achtziger.
Die große Zahl "seiner" Malteser, die zu der Feier gekommen waren, zeigte deutlich die besondere Verbindung - auch der der Mitglieder der Hilfswerke - zu "ihrem" Fürstgroßprior, und auch ihre Dankbarkeit, daß er sein verantwortungsvolles Amt nun trotz seines fortgeschrittenen Alters weiter ausübt..

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