Malteser Kreuz

Editorial #2-2002

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Nur drei Monate sind seit Erscheinen der letzten Ausgabe des "Malteser Kreuzes" Anfang Mai vergangen, und doch ist so viel in diesen letzten Monaten geschehen.

Unser Fürstgroßprior, Frá Wilhelm von und zu Liechtenstein wurde zum dritten Mal für eine Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt, eine große Zahl neuer Mitglieder wurde in Orden und Hospitaldienst feierlich aufgenommen und die alljährliche Lourdes Pilgerfahrt war in diesem Jahr nach übereinstimmender Meinung aller Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Höhepunkte des Malteserjahres, die wir Ihnen in diesem Drei-Monats Rückblick bieten können. Dazu ein Blick in die Statistik des Malteser Hospitaldienstes für das Vorjahr:

Die ausnahmslos freiwillig und unentgeltlich arbeitenden Mitglieder haben im Jahr 2001 fast 100.000 Dienststunden erbracht. Nicht berücksichtigt sind dabei alle administrativen Tätigkeiten, die wohl noch einmal 60.000 Stunden ausmachen. Die von den ehrenamtlichen Mitarbeitern so kostenlos erbrachten Leistungen würden bei Bezahlung der Jahresarbeitsleistung eines Mittelbetriebes mit rund 100 Mitarbeitern einem Sachaufwand von 1,5 Mio Euro und fiktiven Personalkosten von mehr als 3 Mio Euro entsprechen.

Tatsächlich arbeitet der MHDA weitgehend ohne öffentliche Unterstützung und finanziert, von lokalen Aufgaben abgesehen, seine Tätigkeiten aus Spenden, Straßensammlungen und lediglich zu einem Drittel aus entgeltlichen Leistungen wie Krankentransporte oder Erste Hilfe Kursen.

Mehr als die Hälfte der Dienste werden in Krankenpflege, Behindertenbetreuung und bei Wallfahrten mit betreuten Personen, beispielsweise nach Lourdes, Rom und Assisi, geleistet. Dabei kommen in unentgeltlichen Besuchsdiensten, bei Ausflügen und Veranstaltungen mehr als 30.000 Dienststunden direkt behinderten, kranken, alten und einsamen Menschen zu Gute, für Pilgerfahrten und Sonderveranstaltungen werden noch einmal fast 30.000 Stunden jährlich erbracht. Regelmäßige Krankentransport-, Ärztefunk- und Ambulanzdienste machen 25% der Dienste aus, dazu kommen Großeinsätze, Auslandshilfen und Erste-Hilfe-Kurse.

Diese Zahlen sind eindrucksvoll, umso mehr, wenn man bedenkt, daß es ein relativ kleiner Kreis ist, der diese Aufgaben bewältigt: rund 300 aktive Mitglieder leisten im Schnitt 300 Dienststunden im Jahr, das entspricht 38 Arbeitstage pro Mitglied. Dazu kommen noch Dienste von nicht mehr aktiv dienstleistenden Altmitgliedern. In Kenntnis dieser Zahlen liest sich der eine oder andere Bericht vielleicht anders....

  •  Anton F. Gatnar

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Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 16. September 2003 um 14:22:34 Uhr
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