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Medizinalrat Gerhart Feucht - 80 Jahre
Gerhart Feucht ist am 17. Februar dieses Jahres unglaubliche 80 Jahre alt geworden. Er mußte wie viele Angehörige seiner Generation nach der Matura 1940 zur Deutschen Wehrmacht einrücken und blieb bis 1947 in russischer Kriegsgefangenschaft, danach studierte er Medizin und promovierte 1952 zum Doktor der gesamten Heilkunde.

Med. Rat. Dr. Gerhart Feucht, Magistralgroßkreuzritter, 1990 in Rom.
1977 wurde er - der schon vorher viele Mitglieder ärztlich betreut hatte - eingeladen, in den Malteser Hospitaldienst Austria einzutreten, und ist seit dem (seit 1979 auch Ordensmitglied) aus Orden und Hospitaldienst nicht wegzudenken. Es gibt kaum eine Funktion im ärztlichen Bereich des MHDA, die er nicht mit großem Einsatz und bewunderungswürdiger Fürsorge und Geduld ausgeübt hat: Er war Bereichsarzt für Wien, Nieder-österreich und Burgenland, Leiter der Ärztegruppe und schließlich Leitender Arzt für ganz Österreich. 1983 war er als Chefarzt anläßlich des ersten Österreich-Besuches von Papst Johannes Paul II. für den gesamten Sanitätseinsatz aller Rettungsorganisationen unter Führung des MHDA verantwortlich.
Für seine intensive Tätigkeit auch im Orden, besonders auch im archivarischen und historischen Bereich, wurde er 1987 zum Magistral Großkreuz Ritter rangerhöht.
Gerhart Feucht ist einer der letzten Familien- und Hausärzte. Ich erinnere mich an zahlreiche Nachtbesuche Gerharts bei meinen damals kleinen Kindern. Er war - und ist - einfach immer da wenn man ihn ruft - manchmal schon vorher. Rührend ist seine Fürsorge für unsere Patienten, Betreuten und auch Mitglieder, Legende seine Heilmethoden, die von Homöopathie über Akupunktur bis zu Laserstrahlen reichen.Selbst wenn es ihm selbst nicht gut geht, zeigt er es nicht, er ist zu allererst Arzt und Malteser. Für ihn typisch: Nur wenige Tage nach dem Tod seiner Frau Elisabeth, die er viele Jahre hingebungsvoll gepflegt hatte, brauchte der Bereich Wien im Vorjahr einen Arzt für eine Ambulanz - und Gerhart war da.
"Dem Nächste will ich in Liebe begegnen, besonders den Armen und unsern Herrn Kranken" heißt es im Ordensgebet. Für Gerhart Feucht ist das keine leere Formel, er lebt diese Verpflichtung täglich und vorbildlich. Er ist Ritter im wahrsten Sinne des Wortes.

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