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England Nummer 2 – Kulturreise des Bereichs Steiermark
Volles Programm in London
Von 20. bis 26. August 2010 begaben sich sechs Betreute und neun Malteser aus der Steiermark auf eine Reise nach London – für viele ihre erste Flugreise. Gleich zu Beginn unseres Aufenthalts erlebten wir einen Höhepunkt: Auf Einladung der englischen Assoziation des SMRO durften wir einen wunderbaren Tag in Greenwich verbringen. Mit dem Boot fuhren wir dazu auf der Themse zum Greenwich Pier, dort besuchten wir gleich einen kleinen Markt – bunt, lebhaft und mit vielen Kleinigkeiten, die sich wunderbar als Mitbringsel eigneten. Danach besichtigten wir das Museum, bevor wir, durch ein ausgezeichnetes Picknick gestärkt, die Gebäude des Old Naval College besuchten. Nach einem Pint Beer (das man in England nicht vergessen darf!) fuhren wir mit dem Boot wieder zurück.
 Steirer in London – hier unverkennbar bei der Tower Bridge
Am zweiten Tag spazierten wir von der St. Paul’s Cathedral durch die Fleet Street zum Trafalgar Square. Dort trennte sich unsere Gruppe: Einige besuchten die National Gallery, andere schlenderten durch Covent Garden oder bestaunten die weltberühmten Reklametafeln am Piccadilly Circus. Am Nachmittag waren wir in St. Mary Moorefields zum „Four o’clock Tea“ eingeladen, zuvor wurden wir noch durch das „katholische“ London geführt. Um danach den Tee genießen zu können, mussten wir wieder einmal unser bewährtes Malteser-Improvisationstalent unter Beweis stellen: Statt unseren Tee wie vorgesehen im Keller zu trinken – die Stiege war mit Rollstühlen einfach nicht zu bewältigen –, transportierten wir kurzerhand alles Notwendige in die Sakristei und verbrachten dann dort einen gemütlichen Nachmittag mit Tee, Kaffee und Kuchen.
Täglich neue Erlebnisse
Am nächsten Tag erkundeten wir London mit einer Sightseeing-Bustour – und gewannen dabei einen Eindruck von der Weitläufigkeit der Stadt. Danach verbrachten wir den Nachmittag in Kleingruppen in der Oxford Street, der Regent Street, im British Museum, bei Harrod’s oder bei Fortnum & Mason. Nach einem kurzen Morgenspaziergang entlang der Themse und über die Tower Bridge stand an unserem vierten Londoner Tag der Tower of London auf dem Programm. Bei unserer Tour durch die Festung, geführt von einem Yeoman, konnten wir zwei Highlights erleben: Den Besuch der Zelle von Thomas Morus, die „normalen“ Touristen nicht offensteht, da sie sich im privaten Wohnbereich des Tower-Gouverneurs befindet, und die Besichtigung der englischen Kronjuwelen mit dem berühmten Koh-i-Noor-Diamanten. Auch das Mittagessen an diesem Tag muss unbedingt erwähnt werden: Gegenüber dem Tower wurden wir im neunten Stock eines Gebäudes mit Blick über London und einer herrlichen Dachterrasse zu einem, man kann wohl sagen, Drei-Hauben-Lunchbuffet eingeladen. Am Nachmittag spazierten wir noch mit der „unerschöpflichen Energie der Jugend,“ wie ein englischer Malteser meinte, über die Pall Mall zum Buckingham Palace, durch den Green Park zur Piccadilly Street und zurück zum Piccadilly Circus. Den letzen Tag unseres Aufenthaltes begannen wir mit einer U-Bahn-Fahrt – auch kein alltägliches Erlebnis für unsere Betreuten. Danach besuchten wir die Westminster Abbey, wo wir dank unserer Uniformen eingeladen wurden, auch die Nurse’s Chapel zu besichtigen – ein absolutes Kleinod, das nicht jeder Tourist zu Gesicht bekommt!
Besuch der Londoner Malteserkirche
Danach machten wir uns auf den Weg nach St. John’s Wood, dem Sitz der englischen Assoziation des Ordens und ihres Großpriors Fra’ Fredrik Crichton-Stuart. Nach einer Stärkung mit heißem Tee (den wir auch gut brauchen konnten, denn das Wetter war typisch englisch) genossen wir eine sehr kurzweilige und interessante Führung durch die Londoner Malteserkirche. Dabei empfahl uns der Großprior, die Malteserkreuze in der Kirche zu zählen – angesichts ihrer großen Zahl aber eine unlösbare Aufgabe … Nach der anschließenden Messe waren wir noch zu einem köstlichen Abendessen gebeten und verbrachten einen höchst unterhaltsamen letzten Abend in London. Der abschließenden Einladung, doch bald wieder zu kommen, werden wir sicher gern folgen ...
Christina Andracher/Daniela Lach

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