|
Aktivitäten der Botschaft des SMOM in Makedonien
Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Souveränen Malteser-Orden und der Republik Makedonien wurden im Jahr 1996 aufgenommen. 1997 erfolgte die Übergabe der Akkreditierungsurkunde, 1998 fand die offizielle Eröffnung der Botschaft im Continental-Center auf dem Bulevard Aleksander Makedonski, im Zentrum der Hauptstadt Skopje statt.
Da bis dato keinerlei Aktivitäten einer Malteser-Organisation in Makedonien zu verzeichnen waren, mußte Grundsatzarbeit geleistet und eine Basis geschaffen, Kontakte zu Regierungsstellen, Diplomatischem Corps und internationalen Organisationen aufgebaut werden.

Der Makedonische Staatspräsident Boris Trjkovski (Mitte) und der Apostolische Nuntius Erzbischof Edmont Farhat mit Botschafter Günther A. Granser
Während der Kosovo-Krise war der Mitarbeiterstab der Botschaft des Ordens sehr aktiv bei den Hilfsleistungen tätig. Er unterstützte die Malteser Hilfsorganisationen bei der Auslieferung von Medizin, Verbandsmaterial, Decken und anderen wichtigen Dingen an die Flüchtlinge. Mehrere tausend Nahrungsmittelpakete wurden von der Botschaft des Ordens in Zusammenarbeit mit ECOM – Emergency Corps of Malta an bedürftige Familien verteilt, dringend benötigte Nahrungsmittel und Hygienematerialien fortlaufend an mehrere tausend Menschen ausgegeben. ECOM baute zusammen mit der Botschaft des Ordens und den örtlichen Caritas-Büros ein Logistikzentrum zur Verteilung von Hilfslieferungen in Skopje auf und war für humanitäre und soziale Belange aller Art eine wichtige Anlaufstelle in dieser schwierigen Zeit.
Der Botschaft gelang es, großzügige Sachspenden von internationalen Grossunternehmen zu erlangen, wie u.a. hochentwickelte medizinische Apparate für Krankenhäuser und Lastwagen für humanitäre Transporte. 1999 machte der neugewählte makedonische Präsident Boris Trajkovski einen offiziellen Besuch bei seiner Hoheit und Eminenz, dem Fürsten und Grossmeister des SMOM, in Rom, und dankte ihm auch im Namen der Bevölkerung Makedoniens für die humanitäre Unterstützung des Ordens und seiner freiwilligen Helfer.
In Demir Kapia, einer großen Behinderteneinrichtung in der Nähe von Skopje, betreibt die Botschaft des Ordens mit freiwilligen Helfern sehr intensiv ein Hilfsprogramm für 500 schwerbehinderte Kinder und Jugendliche. Sie kümmert sich um die Lieferung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln. Weihnachts- und Osterfeiern werden organisiert.
Im Stadtteil Gazi Baba in Skopje wurde eine Armenspeisung eingerichtet. Hier werden mehrmals pro Woche kostenlose Mahlzeiten an Bedürftige verteilt.
In weiterer Folge kommt ein Rettungsfahrzeug für Kranken- und Behindertentransporte in Skopje zum Einsatz.

|