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Aktivitäten der Botschaft des SMOM in Albanien
Die Botschaft des Souveränen Malteser-Ordens in der Republik Albanien, die 1994 in Albanien ihre Tätigkeit aufnahm, ist dort in vielen verschiedenen Bereichen aktiv.
Zum einen in den klassischen Botschaftsbereichen, die Pflege der diplomatischen Beziehungen, Kontaktaufnahme zu den Regierungsmitgliedern, Behörden, dem diplomatischen Corps und den Repräsentanten der internationalen Organisationen beinhalten wie auch im sozialen und humanitären Bereich. Durch die guten Beziehungen und die Unterstützung der Botschaft konnten u.a. Hilfslieferungen und Spenden schneller an ihren Bestimmungsort gelangen, Delegationsreisen problemlos durchgeführt werden.

Der Albanische Staatspräsident Rexhep Meidani dankt Botschafter Günther A. Graser und Malteser Helfern für ihre Tätigkeit.
In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation MNSH - Malteser Ndihmon ne Shqiperi (Malteser - Hilfe in Albanien), die 1995 gegründet und im Bezirk Shkodra als NGO eingetragen wurde, ist die Botschaft auch in der Basisgesundheitsversorgung im mehrheitlich katholischen Norden Albaniens aktiv. Die Malteser führen Notfalltransporte aus abgelegenen Dörfern durch, veranstalten Erste-Hilfe-Kurse und spezielle Schulungen für Ärzte und Krankenhauspersonal. In Zusammenarbeit mit den Malteser Hilfsorganisationen von Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn fanden Sommerlager für Kinder statt, Spenden medizinischer Hilfsgüter wurden an Krankenhäuser und Ambulatorien in der nördlichen Region Albaniens und in Tirana verteilt und eine MNSH-Gruppe für Jugendliche gegründet. Ausbildungskurse in "Natürlicher Familienplanung" (NFP) werden in den Bergdörfern im Norden Albaniens organisiert.
Während der Kosovo-Krise im Jahr 1999 unterstützten die Botschaft des Ordens und MNSH die Tätigkeit der vielen freiwilligen Malteser-Helfer aus Österreich, Italien, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern in den zahlreichen Flüchtlingslagern, sie waren in der medizinischen Behandlung von Flüchtlingen wie auch der psychologischen Betreuung von älteren Menschen und Kinden, die unter dem Konflikt besonders zu leiden hatten, tätig. Um den Nachschub und die Verteilung der vielen Hilfsgüter sicherzustellen, stand die Botschaft in ständigem Kontakt mit den örtlichen Behörden.
Im letzten Winter waren mehrere Bergdörfer im Norden Albaniens aufgrund eines extremen Kälteeinbruchs mit dauerndem Schneefall von der Aussenwelt abgeschnitten. Den Maltesern gelang es gemeinsam mit dem Militär, unter äusserst schwierigen Bedingungen eingeschlossene Berggebiete mit mehreren 100 Familien zu erreichen, um diese mit Nahrungsmitteln zu versorgen und medizinisch zu betreuen.
Als ein Symbol des gemeinsamen Wirkens der Katholischen Kirche und des Ordens in Albanien leistete das Großmagisterium in Rom gemeinsam mit der Botschaft einen Beitrag für ein Fenster mit einem integrierten Malteser-Kreuz in der neuen Kathedrale in Tirana, die im Jahre 2002 von S. Em. Kardinal Staatssekretär Sodano geweiht wurde. Zu diesem feierlichen Anlaß dankte S. E. Erzbischof Rrok Mirdita, Präsident der Bischofskonferenz in Albanien, der Botschaft und den Maltesern für ihre Unterstützung.

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