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Herbstwallfahrt 2002 zum Sonntagberg – „aufbrechen und zum Vater gehen“
Das war der Leitgedanke der heurigen Herbstwallfahrt der Bereiche Wien/Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark/Kärnten des Malteser Hospitaldienstes vom 8.-10. November zum Sonntagberg, dem Heiligtum Gott Vaters.
Zahlreiche Betreute und Pilger aus Wien, Wallfahrer aus Graz, Salzburg und eine größere Gruppe aus dem Bereich Oberösterreich mit unserem Hospitalier Norbert Salburg trafen Freitag abends am Sonntagberg ein. Unter den Teilnehmern, die sich bereits von früheren Wallfahrten oder Ausflügen kannten, herrschte große Wiedersehensfreude.

Gleichnis vom Verlorenen Sohn - Motto der Herbstwallfahrt
Nach dem Abendessen konnten sich die ca. 90 Wallfahrer bei der Abendandacht in der nächtlichen Basilika auf die spirituellen Anliegen dieses gemeinsamen Wochenendes einstimmen. Die religiöse und seelische Betreuung übernahmen Pater Felix Selden CO, Pater Rudi Schaffgotsch CO, Universitätsseelsorger Koni Spiegelfeld und Domkurat Ernst Strachwitz.
Samstagmorgens konnten wir uns über die zusätzliche Hilfe des eigens angereisten Kommandanten des Hospitaldienstes Ernst Blanckenstein freuen.
Gute Ideen und Routine der beiden Organisatorinnen Natalie Segur-Cabanac und Trixi Spannbauer sorgten für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So bot z. B. der Samstagvormittag Gelegenheit in einigen Quizspielen die „Bibelfestigkeit“ zu prüfen. Aber nicht nur Wissen, sondern auch Geschicklichkeit wurde getestet. Hier hatten die Malteser mit verbundenen Augen einen relativ schwierigen Parcours zu bewältigen, wobei der im Rollstuhl Sitzende die Anweisungen gab. Diese Übung brachte ganz deutlich zum Ausdruck, wie gut das funktioniert, wenn Betreuter und Betreuer einander gegenseitig helfen.

Großen Beifall fand die originelle Darbietung.
Den Nachmittag verbrachten wir im Stift Seitenstetten. Diese imposante Anlage geht auf eine Gründung im 12. Jahrhundert zurück. Große Meister des österr. Barock gaben dem Stift sein heutiges Aussehen. Eine Führung durch Stiftskirche , Kloster und Schultrakt vermittelte uns einen guten Einblick in die Aktivitäten in diesem weitläufigen Stift. Die Größe und Weitläufigkeit dieses Gebäudes konnten die Malteser „sehr körperlich“ beim Tragen der Rollis über Stiegen, bzw. Treppen erfahren.
Nach einer kurzen Jause feierten wir die Hl. Messe in der Stiftskirche. Das Engagement unserer betreuten Freunde bei den zwei Lesungen und den selbst formulierten Fürbitten ließ die Hl. Messe zu einem besonderen Erlebnis des Miteinander-Feierns werden.
Anschließend ging es per Bus wieder retour in das Haus am Sonntagberg. Nach dem Abendessen stellten die Wallfahrtsteilnehmer den Inhalt des Evangeliums über den verlorenen Sohn, der zum Vater heimkehrt, szenisch dar. Die Originalität der Darbietung fand großen Beifall.
Am Sonntag feierten wir nochmals gemeinsam die Hl. Messe. Sonnenstrahlen beleuchteten an diesem Tag ganz wunderbar das Altarbild der Hl. Dreifaltigkeit und dem Erzengel Michael geweihten Basilika, sodaß bei dieser Meßfeier auch bildlich die Herrlichkeit der Schöpfung Gott-Vaters zum Ausdruck kam. Den Ausklang dieser vortrefflich organisierten Wallfahrt bildete das Mittagessen.
Im Haus am Sonntagberg, das uns während dieser Wallfahrt als Unterkunft zur Verfügung stand, wurden wir von Joseph und Noni Doblhoff mit vorzüglichen Speisen verwöhnt. Besonders erwähnenswert ist, daß in dieser Herberge die Gäste in der Hauskapelle jeden Tag 24 Stunden die Möglichkeit zur Anbetung des Allerheiligsten haben.
Vielen unserer betreuten Freunde brachte diese Wallfahrt nicht nur eine religiöse Erfüllung, sondern auch das Gefühl des Umsorgt- und Geborgenseins. Der kräftige Applaus, den die Einsatzleiterinnen für ihren Einsatz ernteten, drückte die Dankbarkeit aller Wallfahrer aus.

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