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35 Jahre Seniorenausflüge - eine Erfolgsgeschichte
Im Sinne der Zielsetzungen des Malteserordens wurde von der Delegation Wien-Niederösterreich ab 1967 mit Betreuten der Caritas Socialis die erste Ausfahrt von Sandor Pallavicini organisiert, von ihm übernahm diese Aufgabe Percy Pachta-Rayhofen und schließlich Lothar Chizzola.
Viele Aktionen überleben sich nach 35 Jahren, nicht so das Bedürfnis, des an Mobilität eingeschränkten Mitmenschen, aus seinen vier Wänden gelegentlich auszubrechen. Sind die Möglichkeiten den Orden in seiner Caritas zu unterstützen auch vielfältig, so sollte in jedem Fall die Mitgliedschaft im Malteserorden sich nicht auf ein ideelles "eben auch Dabei-Sein" reduzieren. Jedenfalls versteht sich der Malteserorden nicht als Vereinigung zur Wertschätzung der Ideale unseres christlichen Glaubens, sondern vielmehr zur größtmöglichen Umsetzung derer in die Tat, gemäß der Interpretation der acht Spitzen des Malteserkreuzes zur Bekämpfung der Nöte unseres menschlichen Daseins.
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Gäste und Fahrer in Schloß Mühlbach.
Bis 1967 waren noch relativ wenige Mitglieder aus den Hilfswerken zum Malteserorden gekommen und es war der Gedanke, eine Aktivität zu entfalten, die jedem Mitglied im Orden ohne besondere Sanitäts-Verwendung und Erfahrung zugemutet werden kann.
Zweimal jährlich wird zu den Ausflügen aufgefordert, inzwischen sind es schon 63 geworden. Die lohnenden Ziele waren Schlösser, Klöster, Museumsdörfer, Ausstellungen, Bergeshöhen und was die Umgebung Wiens so alles an kulturellen Höhepunkten bietet. Zwei Ausflüge waren hingegen Schifffahrten auf dem Ottensteiner Stausee und auf dem Neusiedlersee. Die Ausflugsziele wurden immer im Umkreis von bis zu 100 km von Wien gewählt und sollten sowohl für die Betreuten, als auch für die mitwirkenden Ordensmitglieder, die sich mit ihren Privatfahrzeugen zur Verfügung stellten, von Interesse sein.
Nach einer - vielleicht sogar gelegentlich anstrengenden - Besichtigung gab es eine Jause, zu der der Hausherr, ein Spender oder die Delegation einluden. Die Betreuten wurden von zuhause abgeholt und schließlich auch wieder heimgebracht.
Etwas schwieriger wird nunmehr die Organisation durch die zunehmende Zahl und die Akzeptanz der Rollstühle, sowie das etwa um 10 Jahre höhere Durchschnittsalter der Betreuten gegenüber vor 25 Jahren. Der Ausflug im Oktober 2002 führte nach Schloß Mühlbach am Manhartsberg.
Dieses Wohnschloß der Spätrenaissance ist seit 1840 im Besitz der Grafen Gudenus. Marlies und Martin Gudenus haben nicht nur den würdigen Rahmen des mit barockem Stuck verzierten Salons geboten, sondern auch für die köstliche Bewirtung von rund 60 Gästen gesorgt. Mit einem in diesem Rahmen besonders stimmungsvoll musizierenden Harfenduo "Saitnvakehrt" wurde das Jubiläum gebührend gefeiert.
Ad multos annnos!

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