Malteser Kreuz

Burgenland-Wallfahrt

Gemeinsam – lebendig – leben

Der MHDA Burgenland richtet sein Dienstportfolio neu aus und sendet ein großes Lebenszeichen an die „Herren Kranken“ des Burgenlandes. Mit Dankbarkeit für die Unterstützung durch den Souveränen Malteser-Ritter-Orden und die Bereiche Wien und Steiermark berichten die Einsatzleiter Hubertus Loudon und Marcus P. Nickl.

 

Und dann war da noch Harry Blümel. Dem Sänger, Entertainer und Conferencier gelang es spielerisch die Teilnehmer der Burgenland Wallfahrt 2009 mit Charme, Rhythmus und Melodie zu verzaubern. Dieser Auftritt war die Krönung eines wundervollen Sonderdienstes des Bereichs Burgenland, der von langer Hand mit großem finanziellem Einsatz und umfassendem Wohlwollen des gesamten Hospitaldienstes vorbereitet wurde.
Am Anfang stand eine grammatikalisch einfache Frage: „Was leisten die Malteser für das Burgenland?“ Inhaltlich ist die Frage für den Insider auch leicht zu beantworten. Jahrzehntelang haben wir unsere Betreuten und Herren Kranken auf Ausflüge und Auslandsreisen mitgenommen, haben neue Rollstühle und andere Anschaffungen finanziert, haben einen ehrlichen Freundeskreis unter diesem achtspitzigen Kreuz geformt und lebendig am Leben gehalten. Wer sich mit unseren langjährigen Betreuten unterhält wird vom Mariandl oder Robert ausführlich erfahren, wie, was, wann, wo war. Vielleicht unterscheiden sich die Erzählungen in Jahrzehnt, Personen und Abenteuerlichkeit. Aber da waren wir immer, seitdem 1956 die Ungarnkrise die Herren unseres Ordens und St. Johanns Clubs auf den Plan riefen.

Zusammenhalt damals wie heute

Aber was leisten wir heute, hier und jetzt im Burgenland – da muss doch mehr gehen! Ausgehend von unseren Sammlungen in Halbturn ergaben sich Kontakte zum Pflegeheim Frauenkirchen. Gespräche zeigten auf, dass die Bewohner des Hauses großen Bedarf nach Abwechslung hätten. So organisierte Sr. Maria Neuberger bereits 2006 eine Wallfahrt nach Illmitz. Ein Wort ergab das andere und so sagten wir zu diese Wallfahrt zu wiederholen und dies gemeinsam tun zu wollen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Vor dem Heim holten wir 52 Personen ab, zu viele für den Blaguss „Rollibus“, den Martina Baubin, Benedikt Kraetschmer und Ferdl Barg begleiteten. Da musste der zweite Pilgerbus mit Emo und Assunta noch 10 Pilger zu den anderen Frauenkirchner Pilgern aufnehmen, damit alle mitkommen konnten. Dieser Pilgerbus übernahm den Transport der Pilger aus Halbturn, wo Bernadette Aretin und Stephan Knoflach auf die Pilger warteten, Frauenkirchen und Neusiedl/See, wo wiederum Nikolaus Loudon und Stanzi Tichy die Pilger begrüßten. Pius Aretin beförderte Pilger aus Andau (ja ja, die Brücke) und Halbturn im M 6 nach Loretto und so erreichten wir das Leithagebirge bevor sich der Pilgerzug unter Leitung des burgenländischen Bereichsseelsorgers P. Johannes Wrba SJ in Bewegung setzte.

Spiritualität hoch geschrieben

Besonderes Augenmerk legten wir auf den spirituellen und liturgischen Inhalt des Wallfahrtstages, der bewusst der Sonntag nach Ostern war. In der Auferstehungsfreude der Osternacht wurde das Emmaus Evangelium des Ostermontags in zwei geistlichen Betrachtungen während der Fußwallfahrt durch blühende Rapsfelder reflektiert. Der Festgottesdienst wurde vom Generalvikar der Diözese Eisenstadt, Dr. Johannes Kohl, zelebriert und von der Männerschola Neusiedl unter der Leitung von Dr. Walter Kaschmitter musikalisch gestaltet. Wir danken ganz herzlich für die schöne Messe!
Der Nachmittag begann mit einem köstlichen Mittagessen, das nach einem Rezept von Oliver Wiegand, Patron des Restaurant Fossil in Purbach/Neusiedlersee entstand.
Mit einem kurzen Festakt bedankten sich Prokurator und Kommandant bei den Teilnehmern, den Hausherren, die uns überaus großzügig willkommen hießen, schließlich kommen nicht alle Tage Pilger, die zehn Katastrophenzelte, eine komplette Feldküche mit Strom- und Warmwasserversorgung im Klostergarten aufbauen. Dank an Gunther, Felix, Sebastian und Eric, die Autoren wissen, was Ihr geleistet habt! Wir danken der Landtagsabgeordneten Franziska Huber für Ihr Kommen in Vertretung der Landesregierung und ganz besonders dem Lions Club Neusiedl für die großzügige Spende!
Beschwingt übernahm Harry Blümel das Mikrophon von den Festrednern und sang uns an diesem herrlichen Frühsommertag Schlager und beschwingte Weisen, Abreise und Abbau erfolgten so bestgelaunt.

Was ist geblieben?

Freilich die Erinnerung an einen schönen Tag im Schatten der beiden markanten Kirchtürme, das große Geschenk „gemeinsam – lebendig – zu leben“ in burgenländisch-christlicher Freude und dem achtspitzigen Kreuz. Die altgewohnte Kooperation zwischen Orden und den verschiedenen Bereichen des Hospitaldienstes und hoher Besuch anderer Hilfswerke, vor allem des MAKD (Malteser Alten- und Krankendienst). Ein großer Tag für die betreuten Freunde aus den Altersheimen Frauenkirchen, Neusiedl/See und dem Behindertenförderungsverband Neusiedl.
Als Einsatzverantwortliche danken wir unserer Bereichsleitung für ihre Unterstützung und das „Rücken frei halten“, wir haben ja nur einen Sonderdienst nach Loretto angefragt, Prokurator, Kommando fürs Kommen – wir haben nächstes Jahr im Frühling noch nichts vor – wir würden es wieder machen – vielleicht doch als Bundeseinsatz?

Seite ausdrucken: einfach hier klicken!

 

Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 1. September 2009 um 18:13:31 Uhr
© 2012 - Malteser Kreuz