Malteser Kreuz

Unsere Aufnahme 2009

Das Erlebnis der eigenen Aufnahme in den Malteser Hospitaldienst Austria (MHDA), erzählt von Johannes F. Kreyca


Neu aufgenommene Mitglieder des MHDA


Es ist kurz vor elf. Der Josefsplatz in Wien, der sonst eher zu den ruhigeren Plätzen der Stadt zählt, füllt sich nach und nach. Langsam formatiert sich die ungezwungene Wolke aus sich begrüßenden Menschen zu zwei Zügen, dem Orden und den Hilfswerken.

Der Zeitpunkt des Versprechens rückt näher

Als der Einzug beginnt, vibrieren bombastische Töne durch die Luft. Die Orgel hat zu spielen begonnen, die Aufnahme kann beginnen. Ein Professritter, einige Oboedienzritter und etwa dreißig Eleven aus den Hilfswerken sollen heute in die große Familie des Ordens aufgenommen werden. Jeder an seinem Platz, jeder mit dem Versprechen und Ziel, das Elend der Welt zu bekämpfen. Wohl zum hundertsten Mal wiederhole ich das kurze Sätzchen, welches das Versprechen zum Inhalt hat, um nicht später etwas Falsches zu sagen. Doch soweit kommt es Gott sei Dank nicht, alles geht in Ordnung und das Versprechen ist angenommen durch die wunderbare Bassstimme des Prokurators. Mit donnernder Begleitung geht die Messe weiter, um mit einem „Te deum“ und einem ebenso glorreichen Marienlied ihren Abschluss zu finden.
Nach der Messe ist die Stimmung locker und gelöster, doch nicht minder feierlich. Die große Schar der Feiernden macht sich nun auf den Weg ins Palais Pallavicini.

Festmahl im Pallavicini

Im Schatten der Nationalbibliothek haben wir nun das Vergnügen ein herrliches Festmahl zu genießen. Kleine Pastetchen, gebratenes Gemüse und geräucherter Lachs, ein wenig Carpaccio vom Rind sollen uns ein amuse gueule sein. Bei den Hauptspeisen versammeln sich gebackene Hühner und köstlicher Schweinsbraten und auch die faschierten Laibchen und das Sauerkraut sollen nicht unerwähnt bleiben. Abgerundet wird alles durch Süßspeisen der feinsten Art unter anderem etwa Maronenherzen und Pariserspitz.
Gestärkt, wie die weißen Häubchen der Damen, kann es weiter in den Nachmittag gehen. Schon nach einer kurzen Pause sind eine Menge Gäste am Börseplatz anzutreffen, die sich, nur kurz umgezogen, auf den bevorstehenden Ball freuen und vorbereiteten.
Kurz durch die frische Luft in die Herrengasse gegangen, sind dieselben Personen ein wenig später am Johannsclub/Malteserball, im Palais Niederösterreich anzutreffen. Von jung bis alt, man kann es sehen, dass sich hier jeder wohl fühlt. Getanzt und gefeiert, philosophiert und getrunken wird bis spät in die Nacht. Die angenehme Größe und das familiäre Klima sind ein besonderes Merkmal dieses Balles. Und ob des schönen Wetters können wir selbst die laue Sommernacht genießen, der kleine Innenhof eignet sich sehr gut dafür.

Tanzen und Brunchen

Am nächsten Tag beim Brunch sieht man es den Leuten an: Wir haben gefeiert, zu Recht und im vollen Glanze. Doch da ist noch was in den Gesichtern der Leute zu lesen – ein gelungenes Fest und die Gesellschaft von angenehmen Menschen. Eine Gemeinschaft, die schon sehr alt ist aber stets jugendlich und frisch geblieben ist.

40 junge Malteser, 11 aus dem Bereich Salzburg, 4 aus der Steiermark, 24 aus Wien sowie einer aus Tirol wurden am Samstag, den 27. Juni im Rahmen einer Hl. Messe in der Augustinerkirche in Wien in den Malteser Hospitaldienst aufgenommen. Der Souveräne Malteser-Ritter-Orden nahm vier neue Ordensmitglieder auf.
Zelebrant des Gottesdienstes war Konventualkaplan Univ-Prof. Dr. Ansgar Paus OSB, der im vergangenen Jahr sein Goldenes Priesterjubiläum feiern konnte.

Seite ausdrucken: einfach hier klicken!

 

Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 1. September 2009 um 18:08:59 Uhr
© 2012 - Malteser Kreuz