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27. Juni Promesse, Aufnahme und Generalversammlung des Ordens
„Was willst Du?“, schallt der Ruf des Prokurators durch die Augustinerkirche.
„Die Barmherzigkeit Gottes und das brüderliche Gewand der
Oboedienzritter des Ritter- und Hospitalordens des Hl. Johannes zu
Jerusalem.“, so antwortet der Aspirant ao. u. bev. Gesandter Dr.
Ottokarl Finsterwalder. Er steht mit einer brennenden Kerze in der
Kirche und tritt dann mit seinen Zeugen vor, um vor dem Ordensoberen
sein Gehorsamsversprechen abzulegen.
 Feierliche Promesse zum Oboedienzritter Gesandter Dr. Finsterwalder
Mehr als ein Jahr hat er sich unter geistlicher Begleitung und in
Exerzitien darauf vorbereitet, nun sind alle Anwesenden Zeugen seines
Versprechens: „Ich, rufe den Namen Gottes an und verspreche: Ich will
die Gesetze des Souveränen Ritter- und Hospitalordens des Hl. Johannes
zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta, getreu befolgen;
Ich will insbesondere die Pflichten, die einem Oboedienzritter
obliegen, erfüllen und jedem Oberen, der mir gegeben wird, den
schuldigen Gehorsam erweisen; Hierzu helfe mir Gott der Herr, die
heiligste unbefleckte Jungfrau, der heilige Johannes der Täufer, unser
glorreicher Patron, der Selige Bruder Gerhard, unser verehrter Gründer,
und alle Heiligen des Ordens.“
Als deutliches Zeichen seines Versprechens erhält er das Skapulier
(einen rot eingefassten Umhang mit dem Malteserkreuz) und das
Vortragekreuz. Hierbei spricht der Ordensobere: „Im Namen der
Allerheiligsten Dreifaltigkeit befehle ich dir, dieses Kreuz
entgegenzunehmen und es denen zu zeigen, die Zeugen deiner Promesse
waren. So musst du dieses Zeichen in der Welt tragen, um die Wunder
Gottes zu verkünden, der dich aus der Finsternis in sein wunderbares
Licht gerufen hat.“
Sind nicht auch wir – als Christen – alle aufgerufen das Kreuz, die
Kirche, den Hl. Vater zu verteidigen und gegen das Elend dieser Welt zu
kämpfen?
Die Malteserritter haben sich jedenfalls dazu verpflichtet, denn schon
bei der Ordensaufnahme heißt es: „Das achtspitzige Kreuz soll euch
ständig an euer Versprechen erinnern, im Geist der uns von unserem
Herrn Jesus Christus verkündeten acht Seligkeiten als Angehöriger des
Souveränen Malteser-Ritter-Ordens zu wirken – innerhalb eurer Familie,
im Kreis eurer Mitarbeiter, in der Öffentlichkeit, in Staat und Kirche.“
 Die Aufnahme in der Augustinerkirche
Vier neue Ordensmitglieder wurden am 27. Juni 2009 im Zuge des
feierlichen Hochamtes neu aufgenommen. Benedikt Metternich-Sándor,
Prinz von Ratibor und Corvey, Georg Freiherr von Holzhausen, Mag. Elena
Freifrau von Holzhausen, geb. Gräfin von und zu Hoensbroech und Dr.
Andreas Lovrek sehen dies nun als ihre Aufgabe an und wollen sich in
den hospitalären Werken des Ordens aktiv engagieren.
Der Hl. Johannes scheint wirklich seine Hand schützend über den Orden
zu halten, denn dieser wächst weltweit und die von ihm gegründeten
Hilfswerke sind bereits in über 120 Ländern der Welt aktiv. Als ein
schönes Zeichen der Verbundenheit wurden an diesem denkwürdigen Tag
auch 40 neue Mitglieder in den Malteser Hospitaldienst aufgenommen und
zwei Mitglieder des Aids Dienst Malteser legten ein persönliches
Versprechen gegen das achtfache Elend zu kämpfen ab.

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