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Daten zur MHDA Erdbebenhilfe in L’Aquila
Seit dem verheerenden Erdbeben, das am 6. April in der Nähe der Stadt L
'Aquila, in den italienischen Abruzzen 290 Menschenleben forderte,
betreuen die italienischen Malteser (Corpo Italiano di Soccorso
dell'Ordine di Malta, CISOM) zwei von insgesamt 21 Camps im Abschnitt
4, der am stärksten betroffenen Gegend. Auf Ansuchen der CISOM stellt
der Malteser Hospitaldienst bis ungefähr Mitte September durchgehend
Personal, um die italienischen Malteser bei der Versorgung des Camps
San Felice D'ocre zu unterstützen. Die betroffene Region umfasst ein
Gebiet mit einer Länge von ca. 80 km und einer Breite von ca. 50 km mit
L 'Aquila in der Mitte. L 'Aquila liegt in einem Talbecken auf ca. 700
m Seehöhe und ist von typisch italienisch, abgerundeten Bergen mit
Buschbewuchs, umgeben.
Das Epizentrum des Erdbebens mit einer Stärke von 6,3 auf der
Richterskala, mit einer Dauer von zirka 26 Sekunden lag etwa 15 km
östlich vom Domplatz der Stadt. Die Zerstörungen sind sehr groß und
betreffen mit unterschiedlichem Ausmaß die gesamte Region bis hin zu
höher gelegenen Nachbardörfern. Es ist deutlich sichtbar, dass kaum ein
Haus ohne starke Sanierungsmaßnahmen oder dem kompletten Neubau wieder
beziehbar sein werden.
Das italienische Innenministerium hat den gesamten Schadensraum in 8
Zonen unterteilt, die jeweils eine eigene Logistik und ein Oberkommando
haben. Diese Zonen haben unterschiedlich viele Camps von unterschiedler
Größe, betrieben von verschiedenen Organisationen. Plan ist es, bis zum
Winter (September) provisorische Unterkünfte für alle Betroffenen zu
bauen.
Die CISOM hat in der Zone 4 (südlich des Domplatzes und eines der am
stärksten beschädigten Gebiete) den Aufbau und Betrieb zweier Camps
übernommen. Eines liegt am Poggio Roio (ca. 800 m) auf dem Vorgelände
einer völlig zerstörten Universität mit 400 Betroffenen, die vom
deutschen Malteser Hilfsdienst unterstütz wird; sowie ein weiteres in
San Felice d 'Ocre, einer Ortschaft, die besonders stark betroffen ist,
mit ca. 200 Betroffenen, deren Unterstützung der MHDA übernommen hat.
Diese Camps sind kurz nach dem Beben in Betrieb genommen worden und
laufen ausgezeichnet.

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