Malteser Kreuz

Österreichische Malteser helfen Albanien

Südosteuropa-Fonds des MHDA unterstützt MSNH

Im Dezember 2007 trafen in Wien Vertreter der Ordensregierung des Souveränen Malteser Ritterordens mit Botschaftern; den Präsidenten der Assoziationen und der Hilfswerke in den neuen EU Ländern und ehemals kommunistischen Länern zu einer Standortbestimmung über die soziale Lage in Osteuropa zusammen. Mit dabei waren auch Vertreter der Caritas, der EU und der Vereinten Nationen.
Am Rande dieser hochrangig besetzten Konferenz hat es auch intensive Gespräche zwischen Vertretern des Malteser Hospitaldienst Austria und Gastdelegationen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit gegeben.

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Großzügige Spende für die Albanischen Malteser.



Da die albanischen Malteser - Malteser NDIMON NE SHQIPERI (MNSH) – so wie in Österreich ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, und der Malteser Hospitaldienst seit 1990 bereits vier mal in Albanin tätig war, lag es nahe, sich gerade diesem Land besonders zu widmen.

Erstes Projekt

Als erstes konkretes Projekt stellte sich nach längeren Vorarbeiten die Möglichkeit einer Unterstützung der albanischen Malteser durch den MHDA heraus. Unter der sachkundigen Koordination des Botschafters des SMRO bei der Republik Albanien, Günther Granser, wurden drei Projekte evaluiert, die der MHDA in den kommenden Jahren unter Inanspruchnahme seines Südost Europa Fonds finanziell und organisatorisch unterstützen wird. Die Botschaft des Ordens wird dabei eine wichtige Koordinatiosnrolle spielen. Zunächst galt es, die Malteser für ihre schwierigen Gebirgseinsätze zur Versorgung der Bevölkerung zu unterstützen. Dazu wurde ein Einsatzfahrzeug der Österreichsichen Malteser als direkte Unterstützung an die albanische Gliederung abgegeben. Der Jeep mit dem Kennzeichen M4 war 2004 als Geschenk der Firma Chrysler für Katatstropheneinsätze den österreichischen Maltesern übergeben und hat bei den folgenden Großeinsätzen hervorragende Dienste geleistet.
Besonders beim Mitteleuropäischen Katholikentag 2004 in Mariazell und beim Papstbesuch 2007, beides bei extrem schlechter Witterung, war dieses Allradfahrzeug besonders wichtig und hilfreich.
Aber bei Abwägung der Einsatzprioritäten war klar, daß dieses Fahrzeug, das mittlerweile die magische Zahl von 5 Jahren erreicht hat, in Albanien dringender gebraucht wird, als hier in Österreich. Daher wurde der Beschluß gefaßt, es der albanischen Gliederung zu übergeben.

Kindergarten

Finanziell wird derzeit die Errichtung eines Malteser Kindergartens in Shkodra für Kinder unterstützt, deren Eltern sich private Kindergärten nicht leisten können. Das aus Österreich kommende Geld soll als Starthilfe dienen, um später einen eigenständigen Betrieb zu ermöglichen. Aber vor allem die Erstinvestitionen und die Betriebskosten zu Beginn sollen aus unserem Südosteuropa Fonds gespeist werden. Als zweites Projekt zur Unterstützung ist die Errichtung von Erste Hilfe Trainingscamps in Nordalbanien vorgesehen. MNSH, die Organiasation der Malteser in Albanien hat in der Vergangenheit im Zusammenwirken mit der OSZE Polizisten und Feuerwehrleute in Erster Hilfe instruiert. Nunmehr sollen auch Schüler und Studenten in der Umgebung von Shkodra in Erster Hilfe ausgebildet und kontinuierlich weiter geschult werden. Auch hier soll der Einstiieg aus österreichischen Mitteln gefördert werden.

  •  AFG

In Albanien gibt es auch Malteser: MNSH – Malteser Ndihmon ne Shqiperi. Die albanischen Malteser sind ähnlich strukturiert wie wir hier in Österreich. Sie arbeiten ausschließlich mit Ehrenamtlichen und haben in ganz Albanien nur 7 hauptamtliche Mitarbeiter. Der Leiter ist Dr. Maranju Marku.
Auszug aus der Homepage: www.mnsh.org

Mit der Anerkennung als landesweit tätige Nichtstaatliche Organisation (NGO) und zudem als Katastrophenschutz-Organisation durch die albanische Regierung konnte der Hilfsdienst Malteser – Ndihmon ne Shqiperi  (Malteser – Hilfe in Albanien; MNSH) 2005 einen wichtigen Schritt in die Zukunft unternehmen. 1995 als lokal wirkende Tochtergesellschaft der Malteser in der Diözese Köln gegründet, ist MNSH heute mit rund 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, darunter rund 50 Prozent Angehörige der Malteser-Jugend Rinia Malteser, aktiv. Neben der ärztlichen Versorgung von Bergdörfern und Sozialprojekten wie dem Sommer-Feriencamp für rund 150 Roma- und Bergbauernkinder konnte sich MNSH 2006 deutlich als Sanitäts- und Katastrophenschutz-Organisation positionieren: als einzige Organisation im Lande erhielten die Malteser den Auftrag zur Ausbildung der Polizei in Erster Hilfe - 2006 wurden bereits rund 250 Polizisten geschult. Ebenfalls landesweit innovativ war der im Sommer 2006 in Kooperation mit der OSCE, der GTZ und der Polizei durchgeführte Bay-Watch-Dienst im Badeort Velipoja, bei dem Malteser-Paramedics mit Wasser-Rettungsgerät und Krankenwagen rund 60 Hilfeleistungen und Notfalleinsätze durchführten. Erstmals wurde auch die neue MNSH - Schnelleinsatzgruppe angefordert: beim Großbrand in einem Öl-Depot.


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Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 14. April 2009 um 21:31:33 Uhr
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