Malteser Kreuz

Die kleine Irina wird wieder gesund.......

Viele Fragezeichen standen am Beginn von Irinas Aufenthalt in Österreich. Der für Auslandseinsätze zuständige Erste Vizekommandant Anton Gatnar und der Sonderbeauftragte für Katastrophenschutz Martin Sturzeis haben entschieden, der Bitte des Botschafters des SMRO in Rumänien Franz Alfred Hartig für die Übernahme der Behandlungskosten für ein krebskrankes Mädchen nachkommen zu können.

Am 26. April 2002 wurde das kleine Mädchen, bei dem einige Wochen zuvor die Diagnose Leukämie gestellt worden war, mit einem Rettungshubschrauber des Bundesheeres nach Wien überstellt.
In Rumänien wurde zwar die Diagnose gestellt, eine Behandlung nach dem derzeitigen Wissensstand war jedoch in Bukarest nicht möglich. Am Beginn ihres Spitalaufenthaltes gab es keine Angaben welche Medikamente in welcher Dosis wirksam verabreicht worden waren.

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Irinas Ankunft in Wien
am 26. April 2002

Zunächst erfolgte die Aufnahme im St. Anna Kinderspital. Zahlreiche Untersuchungen wurden gemacht, mit der Durchführung einer Chemotherapie begonnen.
Während dieser Behandlungen funktioniert die körpereigene Immunabwehr nur sehr eingeschränkt oder gar nicht und die Empfindungen des Körpers sind eingeschränkt. Appetit, Geruchsinn und Verdauung, aber auch die körperlichen Kräfte lassen nach. Deshalb folgen jedem Zyklus einer Medikamentengabe unterschiedlich lange Erholungsphasen.

Irina ist ein 3-jähriges Kind, ist bisher im Verband ihrer Familie aufgewachsen, sprach natürlich nur rumänisch. Gemeinsam mit ihrer Mutter, einer Ärztin für Psychiatrie, kam sie nach Wien, verstand nichts, kannte niemanden und befand sich in einer völlig fremden Umgebung.

Abgesehen von Zeiten, in denen eine stationäre Aufnahme und Spitalsbehandlung erforderlich waren, ergab sich rasch die Notwendigkeit der Überbrückung der Erholungsphasen. In guter Kooperation mit dem organisatorischen Leiter des St. Anna Kinderspitals konnte ein Zimmer im Ronald McDonalds Haus organisiert werden. Die Ronald McDonald Stiftung unterstützt krebskranke Kinder. Das Haus gegenüber dem St. Anna Kinderspital bietet Wohnmöglichkeit für Kinder und deren Eltern während der Behandlungszeit in Wien.

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Irina mit ihrem Spielzeug erholt sich von der Therapie.

Die Kinderkrebshilfe hat ebenfalls ihr Büro in diesem Haus. Nach kurzer Zeit waren Irina und ihre Mutter liebevoll in die Hausgemeinschaft integriert, es gab das Angebot für Kindergarten und Deutschkurs sowie eine gewisse Infrastruktur, um ein Zurechtfinden in Wien zu erleichtern. Irina hat trotz ihrer Krankheit unbefangen und kindlich offen auf alle Zuwendungen reagiert, begann in deutscher Sprache zu plaudern und zeigte auf unterschiedliche Weise, daß sie gerne ihren Willen durchsetzt.´

Dennoch sind Wochen, in denen der Erfolg einer medizinischen Behandlung zunächst nur erhofft und unter Rückschlägen langsam erwartet werden kann, eine Herausforderung und Nervenbelastung.
Ohne Hilfe durch Familie oder Freunde wird die Einsamkeit in dieser Zeit riesengroß. Und die Sehnsucht nach einem normalen Leben zuhause wächst.

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Ausflug nach Schönbrunn

Meine Kinder und ich durften Irina und ihre Mutter kennen lernen und begleiten. Wir haben oft telefoniert, waren gemeinsam spazieren, haben andere Familien eingebunden und konnten den Kontakt zu einer Freundin, die selbst aus Rumänien kommt, herstellen. Auf diese Weise war es für alle möglich in der eigenen Muttersprache Gefühle auszutauschen und eine Freundschaft zu begründen, die durch gemeinsame Erfahrungen in der Heimat intensiviert wurde.

Mittlerweile sind mehr als sechs Monate vergangen und es steht mit ziemlicher Sicherheit fest, daß Irina gesund geworden ist. Die Strapazen einer Chemotherapie sind nicht spurlos vorübergegangen. Dutzende Nadelstiche und Wunden von Knochenmarkspunktionen brauchen Zeit zum Verheilen, Haare Zeit zum Wachsen, ein geschwächter Körper Ruhe und viel gesunde Ernährung, um sich altersgemäß zu entwickeln. Doch wir sind überzeugt, daß Irina es schaffen wird.
Wir wünschen dir alles Gute!

Wie bereits in der letzten Ausgabe des MK angeführt muß der MHDA für die hohen Behandlungskosten aufkommen. Eine großzügigen Einzelspende machte das Projekt möglich; seitens der Kinderkrebshilfe wurden Mutter und Kind tatkräftig unterstützt; dennoch: wir sind für jede weitere Spende dankbar - bitte ermöglichen Sie diesem Kind das Überleben!

  •  Dr. Uli Enzenberg

Malteser. Spendenkonto: 1.000.999 bei der PSK -
Malteser Hospitaldienst AUSTRIA, Kennwort: IRINA

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Letztes Update dieser Seite: Mittwoch, 11. Juni 2003 um 14:04:43 Uhr
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