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Spendenabsetzbarkeit und MHDA
Vizekanzler Finanzminister Dr. Josef Pröll im Gespräch mit Anton F. Gatnar
Nach Jahren der Diskussion hat die
Bundesregierung nun doch die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden für
mildtätige Organisationen beschlossen. Was ist dabei die Absicht der
Bundesregierung?
Die kommenden Wochen und Monate werden für uns alle extrem schwierig.
Es ist mir daher ein sehr großes Anliegen, jene Organisationen, die
sich für den Zusammenhalt in der Gesellschaft engagieren, die soziale
und humanitäre Arbeit leisten, zu unterstützen. Ich habe großen Respekt
vor der Arbeit die hier geleistet wird.

Vizekanzler Finanzminister Dr. Josef Pröll im Gespräch mit
Anton F. Gatnar.
Auch der Malteser Hospitaldienst wird
sich für die Eintragung auf die vorgesehene Liste bewerben. Wie werden
die Finanzämter die kommenden Anträge von Organisation beurteilen?
Dafür gibt es klare gesetzliche Kriterien. Konkret sind das mildtätige
Zwecke sowie Aufgaben nach dem sogenannten EZA Gesetz, also im Rahmen
der Entwicklungszusammenarbeit. Konkret geht es um Organisationen, die
greifbare Hilfe für Menschen leisten.
Kritiker meinen, die vorgesehene
Abwicklung, insbesonders die Notwendigkeit, die
Sozialversicherungsnummer mit zu liefern sei zu kompliziert? Was meinen
Sie dazu?
Das Gegenteil ist der Fall: mit der Sozialversicherungsnummer
vereinfachen wir den Verwaltungsaufwand insgesamt und werden in die
Lage versetzt automatisch zu verrechnen.
Rechnen Sie mit einer Verschiebung oder Änderung im Spendenaufkommen?
Darum geht es ja: Spenden soll erleichtert werden. Wir hoffen – ich
vermute gemeinsam mit ihnen – dass das Spendenaufkommen damit auch in
der Krise gesichert, wenn nicht sogar gestärkt werden kann.

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