|
Sommer-Ausflug in die Wachau
In allen Grünschattierungen zeigte sich die Wachau am Samstag,
dem 2. August 2008, als Folge der meist gewittrigen Regengüssen in diesem Sommer.
Eine kleine Gruppe des MHDA Bereich Burgenland traf sich im
malerischen, italienisch anmutenden, Dürnstein, um gemeinsam eine
Heilige Messe in der barocken Klosterkirche – mit dem bekannten blauen
Turm – zu feiern.
Ein Durchgang durch die Meditationsräume des Klosters – derzeit dem
Heiligen Augustinus gewidmet und ausstellungsgemäß sehr ansprechend
gestaltet – führte uns auf die halbkreisförmige Terrasse. Unvergessen
bleibt der einmalige Blick von dort oben auf den kurvigen
Donauabschnitt zwischen Dürnstein und Weißenkirchen.
Auf dem silberglänzenden Wasser, der wegen der tiefhängenden
Gewitterwolken von Licht-und-Dunkel Flecken übersät war, glitten
majestätisch große und kleine Touristenschiffe mit bunten Länderflaggen
geschmückt- oder rasten Temponarren in Motorbooten vorbei. Dieser
intensive Flussverkehr ist sicher auch ein Zeichen dafür, dass die
Wachau, als große österreichische Attraktion, eine Blütezeit, besonders
seit der Öffnung nach Osten, erlebt.
Malerische Landschaft
Eine gemütliche Rast mit Erfrischungsgetränken auf der schönen Terrasse
des Hotels Schloss Dürnstein verhalf uns die Schwüle des drohenden
Gewitters besser zu ertragen. Im Konvoi fuhren wir dann zur
naheliegenden Fähre und überquerten flott die Donau, Richtung
Rossatzbach, eine malerische kleine Ortschaft mitten in Weingärten und
dichten Obstplantagen gelegen. Dort wurde uns von den netten
Wirtsleuten, das Ehepaar Fischer, ein reiches Aufschnitt-Angebot, mit
köstlichen Säften aus der eigenen Produktion, im Heurigen Garten
aufgetischt.
Und siehe,… plötzlich erschien die angekündigte Leiterwagen-Kutsche,
mit zwei flinken ungarischen Pferden bespannt. Wir bestiegen den Wagen
und, wie in einer Märchen-Landschaft ging der kurvige Weg ins Grüne.
Aber, kaum fiel der Spruch: „Wenn Engeln reisen,… (dann lacht der
Himmel“), … platzten schon die ersten Pingpongball-großen Tropfen
herab. Wie rote Fliegenpilze mit weißen Punkten aussehend, waren bald
die, in den roten Pelerinen mit dem weißen Malteserkreuz gewickelten
Teilnehmer, den himmlischen Ergüssen ausgeliefert. Es gab sogar
Kleidungsstücke die – bis auf die Haut – ihre Färbung abgaben. Kleine
Rinnsale, die von den Plastikhüllen herunter rieselten, verwandelten
manche Schuhe in Fußbäder. Aber, es war eine „Mordshetz“!
Göttweig im Abendlicht
Während die Pelerinen, in strammer Reihe an den Kleiderhacken, im
Heurigensaal abtropften, konnten sich alle noch etwas trocknen, bevor
die Reise weiterging.
Entlang des rechten Donau-ufers fuhr unser Konvoi anschließend zum
Stift Göttweig. Um 3 Minuten vor 18 Uhr dort angekommen, konnten wir
gerade noch die besinnliche Abendvesper der Benediktinermönche
miterleben.
Ein traditionelles Gruppenfoto – leider in etwas geschrumpfter
Teilnehmerzahl – beendete einen unvergesslichen, facettenreichen
MHDA-Ausflugstag.

|
 |
|