Malteser Kreuz

Aufnahme in Heiligenkreuz

Den Rahmen für die diesjährige Aufnahme am 20. September in den MHDA/MAKD bot das Zisterzienserstift Heiligenkreuz.

60 Malteser waren aus den  verschiedenen Bereichen gekommen, um das Versprechen abzugeben, im Geist des Ordens gegen das achtfache Elend zu kämpfen.
Da es das erste Mal war, dass wir (die Aufzunehmenden) uns alle auf einmal eingefunden haben, man aber doch viele von einem Lourdeszug, einem Sonderdienst oder einer Ambulanz kannte, war die Luft erfüllt von Begrüßungen.


Fröhliche Gesichter bei den neu aufgenommenen Mitgliedern des MHDA.


Das wandelte sich aber allmählich in eine gewisse Nervosität: natürlich waren wir uns im Klaren darüber, was in etwa passieren würde, aber allein die große Anzahl an Maltesern, die straffe Organisation des Tagesablaufs und die vielen kleinen Dinge, die es zu besorgen galt (angefangen beim Verfassen von Fürbitten bis hin zur abendlichen Feier), ließen uns kaum Zeit für eine Pause. Und so war es vielleicht während der Probe zur Aufnahme, dass die Gedanken ein wenig Freiraum hatten, und um die absolvierte Ausbildung, die Erfahrungen und Erlebnisse, menschlich oft tief berührend, zu kreisen, die wir während des vergangenen Jahres durchgemacht hatten.

Bewegender Tag

Danach ging es aber schon zur Jause, die sich nicht allzu lange hinzog, da die Kirche noch mit Blumen zu dekorieren war (was ein schönes, gemeinsames Produkt aller neuen Mitglieder darstellte). Kurz darauf hatten wir uns auch schon in geordneter Aufstellung im Innenhof einzufinden.
Aufgrund der baulichen Anlage der Kirche (an das romanische Schiff schließt ein gotischer Chor an) konnte man die Zahl der Besucher nicht sofort erfassen, doch da der geräumige Hallenchor bis auf den letzen Platz gefüllt war, mussten sehr viele Menschen gekommen sein, um unserer Aufnahme beizuwohnen.
Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, fand in seiner Predigt berührende Worte, die uns auf die unmittelbar darauf folgende Aufnahme vorbereitete: Die Tatsache, dass sich die Zeremonie ob der vielen neuen Mitglieder lange hinzog, ist ein schönes Zeichen dafür, wie viele (größtenteils sehr junge) Menschen sich dem Dienst am Nächsten widmen wollen und ihre Kraft, Liebe und Freizeit zur Verfügung stellen.  Nach der Messe strömte eine bewegte Menge aus der Kirche: Rot und Schwarz in den Farben der Capes und Uniformen färbte sich plötzlich der gesamte Innenhof des Stiftes; dazwischen fand man strahlende Gesichter, Kameras blitzten, die gelöste Stimmung erfasste alle Malteser und endlich fand man Zeit, Familie und Freunde zu begrüßen und ihnen Zeit zu widmen.
Nachdem aber bis zum Abend noch Einiges für die Feier zu erledigen war, ging es bald zurück nach Wien.
In Tracht und mit Spanferkel wurde der lange Tag beendet, und all die getane Arbeit der letzen Wochen und Monate war nicht mehr Mühe, sondern löste sich in Zufriedenheit und Freude auf.

  •  Veronika Poier

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Letztes Update dieser Seite: Mittwoch, 14. Januar 2009 um 20:43:06 Uhr
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