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25 Jahre Internationales Malteser Sommerlager
Bereits ab 1978 organisierte der Malteser Hospitaldienst Sommerlager für
behinderte und nichtbehinderte Jugendliche aus Österreich. Was mit lokalen
Veranstaltungen begonnen hatte, wuchs
mehr und mehr über die Grenzen der Bundesländer hinaus und entwickelte
sich zu nationalen Sommerlagern mit der Beteiligung mehrerer Bereiche
des Hospitaldienstes.
Viele Ordensgliederungen wirkten zusammen, als es 1981 darum ging, den
Opfern des Erdbebens in Süditalien zu helfen. Durch diesen prägenden
Einsatz wurden Bande geknüpft und innige Freundschaften unter den
Helfern der teilnehmenden Länder sind entstanden. So waren 1982
erstmals italienische Malteser mit behinderten Jugendlichen zu Gast in
Österreich bei einem nationalen Sommerlager. Die Freundschaften wurden
durch diverse Wallfahrten nach Lourdes aufrechterhalten, aber nie blieb
genug Zeit für gegenseitigen Austausch und gemütliches Zusammentreffen.
Es entstand die Idee, mit Unterstützung des Malteserordens, die
Zusammenkunft behinderter und nichtbehinderter Jugendlicher in
entspannter Atmosphäre an wechselnden Orten europaweit zu ermöglichen.
So fand bereits 1984 das erste „Internationale Malteser Sommerlager“,
initiiert von österreichischen Maltesern, in Wien statt. Der Park, der
von Jesuiten geleiteten Schule in Kalksburg, diente als
Veranstaltungsort um die rund 60 Teilnehmer aus Irland, der Schweiz,
Belgien, Italien und Österreich in einem Zeltlager zu beherbergen.
Bereits damals war es Ziel, die Kultur und die Besonderheiten des
Gastgeberlandes den Teilnehmern näherzubringen und jede der
teilnehmenden Nationen durfte auch kulinarische und musikalische
Besonderheiten ihres Heimatlandes präsentieren – dies sind bis heute
wesentliche Programmpunkte geblieben.
 Deutschland 1995
Auch das zweite Internationale Sommerlager fand in Österreich statt.
Diesmal wurde es in Salzburg veranstaltet, um den „Zug zum Rollen zu
bringen“. Zusätzlich zu den teilnehmenden Ordensgliederungen des ersten
Camps konnten dieses Mal auch Teilnehmer aus England und Holland
begrüßt werden. So wurde die Idee des Sommerlagers gefestigt und
bereits im 3. Jahr nach der Entstehung übernahmen die Italiener, unter
der Federführung des mittlerweile leider verstorbenen Giovanni Davico
di Quittengo, die Verantwortung für das 3. Internationale Malteser
Sommerlager (IMS) in Verona.
Bereits beim 4. IMS, organisiert vom Schweizer Hospitaldienst, nahmen
weitere nationale Gliederungen des Malteser Ordens an diesem
interkulturellen Austausch teil, und so waren erstmals Spanien und
Frankreich mit dabei. „Europa wird sich die Hand geben“ titelten die
Freiburger Nachrichten; „Sie kommen aus ganz Europa und sollen eine
Woche unvergesslicher Ferien erleben. Die Rede ist von sechzig
Behinderten aus neun europäischen Ländern, die mit ihren Betreuern in
Villars-sur-Marly zelten“.
Im 5. Jahr der Serie fand das Lager in Belgien statt und im Jahr darauf
übernahm Irland die Organisation der Veranstaltung. Die Anzahl der
Teilnehmer und der verschiedenen Nationen wuchs stetig. Und so gelang
es nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ und der damit verbundenen
Möglichkeit Hilfswerke und Einrichtungen des Malteser Ordens auch im
Osten Europas zu etablieren, nach und nach auch Gliederungen wie
Tschechien, Slowakei, Slowenien und Polen als Teilnehmer für das IMS zu
gewinnen.
 Bis heute fand das IMS bereits in 12 verschiedenen Ländern statt
Aufgrund der großen Bereitschaft Aller, hier an etwas Einzigartigem
mitzuwirken, hat sich das IMS von einem kleinen Treffen zu einer
Großveranstaltung mit internationaler Bekanntheit und Unterstützung
durch die breite Öffentlichkeit entwickelt.
Bis heute fand das Sommerlager in 12 verschiedenen Ländern statt und
kehrte zum 25. Jubiläum wieder zu seinem Ursprung - Österreich - zurück.
Obwohl nunmehr regelmäßig über 350 Teilnehmer aus 18 Nationen an den
Internationalen Malteser Sommerlagern teilnehmen und ebenso viele
Sprachen gesprochen werden, bleibt das Sommerlager immer eine
Besonderheit für jeden einzelnen Teilnehmer.

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