Malteser Kreuz

Stams 2008 oder die Relativität des Zeitaufwandes in der Vorbereitung

Zwanzig ambitionierte Freunde waren es, die sich in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2007 zusammengefunden haben, um sich der Aufgabe der Organisation des heurigen Sommerlagers zu stellen. Der Großteil von uns anfänglich sicher noch nicht ganz den kommenden Aufwand in allen Details überschauend.

Ein Team, verstreut in einem Gebiet von gut 1000 km Durchmesser: Wien, Salzburg, Tirol, Toscana. Internetkonferenzen, E-Mails und regelmäßige Treffen prägten das Jahr. Mehrere 100 Stunden hat jedes Mitglied des Organisationskomitees in das Projekt investiert. Das ganze natürlich ehrenamtlich und in der jeweiligen Freizeit, neben Job, Haushalt, Studium.




28 Tonnen Material? Für die Malteser
kein Problem.


Antrieb? Der hat eigentlich nie gefehlt. Jeder, der schon einmal auf einem Sommerlager war, weiß um die wunderbare Stimmung, die einen mitreißt, trägt und tief berührt. Eine internationale Familie, die in ein paar Tagen aus sich vorher fremden Menschen entsteht. Eine Familie aus Menschen, die alle mit demselben Ziel dabei sind: eine Woche jenseits aller Grenzen und Möglichkeiten des Alltages zu verbringen und einfach Spaß zu haben.
Wir durften die Basis heuer dafür schaffen, auf die alle dann gemeinsam das heurige Sommerlager bauen konnten. Und wie unscheinbar erscheint einem dieses Fundament, wenn man sieht, was für ein Gebäude darauf entsteht. Wer denkt noch daran, dass zwei Schulen in behindertengerechte Unterkünfte für 450 Personen umgebaut wurden, dass Tonnen von Material bewegt wurden und unzählige Stunden gearbeitet wurden, wenn er sieht, wie unsere Gäste strahlend in einem Raftingboot den Inn hinunterfahren. Wer denkt noch daran, wenn unsere Gäste von ihren Helfern in ein Segelflugzeug gehoben werden, um damit eine Runde über Innsbruck zu drehen. War es wirklich so viel Arbeit all das zu planen? Man weiß es plötzlich nicht mehr. Begeisterte Gesichter wohin man schaut, ein Lachen und um die Wette Strahlen und tiefe Dankbarkeit. Eine Lebensfreude, von der wir uns sehr viel abschauen können.
Man sieht das Fundament eines Gebäudes nicht mehr, wenn es in seiner ganzen Pracht dasteht, aber wir wollen ganz bewusst nicht vergessen, woraus es besteht und das ist bei weitem nicht nur unsere Arbeit sondern in erster Linie auch die enorme Unterstützung, die uns durch Sponsoren in Form von Geld- und Sachspenden zuteil geworden ist. Wir hatten gute Pläne aber dadurch haben wir auch das Material zum Bauen bekommen.
Es ist schließlich ein Gebäude aus wunderschönen Momenten geworden. Ein Haus aus lauter Erinnerungen, für jeden der dabei war. Erinnerungen, von denen alle weit über das nächste Sommerlager hinaus noch immer wieder zehren werden wenn wir vom Organisationsteam schon lang nicht mehr wissen, was dahintergesteckt ist, sondern nur noch was dabei herausgekommen ist.

  •  Eberhard Toggenburg, Einsatzleitung IMS 2008

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Letztes Update dieser Seite: Montag, 24. November 2008 um 21:51:24 Uhr
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