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Eine Woche der Superlative - Das 25. IMS im Zisterzienserstift Stams
Ob zu Luft im Segelflieger, zu Wasser
im Schlauchboot oder zu Land bei unzähligen Ausflügen zu Geschichte,
Kultur und Natur. Ob sportlich, gemütlich oder einfach tanzend. Eine
etwas andere Woche mit unseren 350 Gästen aus 18 Nationen.
Ein herzliches „Grüss Gott“ in Stams!
Der Tag auf den alle, ob Gäste, Helfer oder Organisationsteam ein Jahr
lang hingefiebert haben. Flugzeuge und Busse von überall kommen über
den Tag verteilt an, endlich. Nach einer Woche Aufbau und über einem
Jahr Vorbereitungszeit begann für die Mitarbeiter des Internationalen
Malteser Sommerlager (IMS) Samstag den 26.7.08 die Herausforderung die
150 behinderten jugendlichen Gäste und deren Betreuer sowie andere
Helfer willkommen zu heißen. Für die meisten war es ein Tag von vielen
neuen Gesichtern, aber gerade unter längerdienenden IMS-Mitgliedern war
die Wiedersehensfreude untereinander überwältigend.
 Ankunft der Gäste aus ganz
Europa
Die Gäste wurden herzlich willkommen geheißen und durch die jeweiligen
Liasion-Officers unterstützt, sich zurecht zu finden. Abends wurde auch
zum ersten Mal die Küchencrew, die in dieser Woche unglaubliches
leistete, voll beansprucht. Bei ruhiger Musik in der Disko klang der
erste Abend gemütlich aus und die 18 Nationen hatten erstmals die
Gelegenheit, sich näher kennenzulernen.
Feierliche Eröffnung des 25. IMS in Stams
Willkommen alle zusammen: Ehrengäste aus Orden, Kirche und Politik
wohnen der feierlichen Eröffnung bei der Flaggenparade bei und
unterhalten sich mit unseren Gästen am Nachmittag beim Wasserspritzen
mit der Feuerwehr, Musik oder Volkstanz. Am Abend dann ein
kulinarischer Wettstreit mit Spezialitäten aus 18 Europäischen Ländern.
Sonntag wurde das Sommerlager offiziell mit einer heiligen Messe
feierlich eröffnet. Davor wurde noch das traditionelle Gruppenfoto
geschossen. Heuer wurde dies auf besonders spektakuläre Art und Weise
gemacht. Die Fotografen wurden mit einem Kran der Freiwilligen
Feuerwehr Sils in die Höhe gehoben, um von dort aus die fast 500
Teilnehmer abzulichten.
Kaum war das Foto geschossen, wartete auf die Teilnehmer bereits eine
weitere Überraschung. Die Blasmusikkapelle Zirl geleitete sie zur Messe
in der wundervollen Stiftskirche. Einige der Gäste versuchten sich
selbst am dirigieren der Kapelle und erwiesen sich als wahre
Naturtalente, da es unter den neuen Dirigenten keinen Qualitätsverlust
der Musik gab, ja es schien sogar, dass diese fröhlicher wurde.
 Gruppenphoto mit Hilfe eines
Feuerwehrkranes vor dem Stift
Die Heilige Messe wurde von seiner Eminenz Kardinal Pio Laghi, Bischof Manfred Scheuer und Abt German Erd zelebriert.
Die Flaggenparade nach der Messe war das erste große Highlight für die
Teilnehmer. Jede teilnehmende Nation wurde, repräsentiert durch die
jeweiligen Landesfahnen und mit ihren Bundeshymnen, unter dem Jubel der
Teilnehmer und der Ehrengäste des Ordens und der Politik beim 25.
Internationalen Malteser Sommerlager willkommen geheißen.
Danach sprachen Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Bischof Manfred
Scheuer und der Kommandant des MHDA Hubertus Trauttenberg noch kurze
Worte zu diesem freudigen Anlass. S.E. le Bailli Grand Croix D´Honneur
et de Dévotion en Obédience Marquis Gian Luca Chiavari eröffnete
anschließend festlich das 25. Internationale Malteser Sommerlager in
Stams.
Mit Wiener Schnitzel für den Nachmittag gestärkt, ging es bei
traumhaftem, sonnigem Wetter zu den Workshops. Die Feuerwehr, die schon
bei dem Gruppenfoto großartige Arbeit leistete, leitete einen der
beliebtesten Workshops. Die Gäste durften die Ausrüstung der
Feuerwehrmänner an- und sogar ausprobieren. So kam es, dass nach kurzer
Zeit ein triefender Brandon aus England mit einem Regenschirm in der
Hand herumtanzte und seine „Singing in the Rain“ Version zum Besten
gab. Dies wurde nur von der Sirene des Feuerwehrautos übertönt, die ab
und zu über das Gelände schallte.
Bei einem weiteren, sehr beliebten Workshop wurden Tiroler Volkstänze
und das Schuhplattln zum Besten gegeben. Stephanie aus Belgien saß
lange neben der Tanzfläche und bewunderte die wehenden Röcke. Sie hätte
sich gewiss auch selbst ins Getümmel gestürzt, wenn sie ihre Energie
nicht schon beim Walzer tanzen verbraucht hätte.
Sehr lustig hatten es auch die Teilnehmer des Pantomimen Workshops, der
vom tierischen geprägt war. Als Petra aus Kroatien ein Schwein so gut
darstellte, dass es relativ schnell erraten wurde, bemerkte sie, dass
es für sie zu leicht war. Aber die Darstellung einer Ziege wurde sogar
für sie eine Herausforderung.
Thomas aus Deutschland experimentierte am Kartoffelmaltisch mit der
Farbe Grün, wobei er nicht nur sein Blatt Papier sondern auch sich
selbst verzierte. Um auch für das leibliche Wohl zu sorgen produzierten
die Gäste in einem anderen Workshop Sachertorten, die vielleicht nicht
von der Form, aber definitiv mit dem Geschmack an das Original
herankamen.
Darüber hinaus gab es beim Internationalen Abend zum Ausklang des Tages
Spezialitäten aus allen teilnehmenden Ländern. Dazu noch etwas
landestypische Musik und so zogen alle von einem Tisch zum nächsten.
Von der Currywurst aus Deutschland zum eingelegten Hering aus Schweden.
Vielleicht zwischendurch etwas Schweizer Käse oder gemütlich einen
Teller Pasta von den Italienern essen. Buntes, fröhliches Treiben auf
diesem internationalen kulinarischen Wettstreit. So könnte es
eigentlich weitergehen, meinten alle.
Ein Tag in Innsbruck
In einer Karawane von Bussen geht es nach Innsbruck die Stadt zu
erobern. Goldenes Dachl, Hofburg, Shopping und Tiroler Hüte haben es
allen angetan.
Montags fand die erste logistische Herausforderung der Woche statt. Um
unseren Gästen die Sehenswürdigkeiten der Tiroler Landeshauptstadt zu
zeigen, mussten 40 Kilometer überwunden werden. Aufgrund der speziellen
Transportbedürfnisse von vielen unserer Gäste musste sogar das
Lagerteam helfen, um alle rechtzeitig in die Busse zu bekommen. Schon
bald schlängelte sich eine Buskolonne, bestehend aus zehn
behindertengerechten Bussen, Richtung Innsbruck.
Dort angekommen warteten schon unzählige Fremdenführer und schon bald
erinnerte das Sprachgewirr an die Geschichte vom Turmbau zu Babel.

Zeit für Shopping und Erinnerungsphotos in der Maria Theresien Strasse blieb genug
Die verschiedenen Gruppen zogen eine nach der anderen in verschiedene
Richtungen davon, um die Stadt zu erkunden. Die unzähligen
Bronzestatuen in der Hofkirche, auch Schwarz Mander Kirche genannt
waren ebenso beeindruckend wie die Kunst in der St. Jakob Kirche. Die
einmalige Darstellung der Madonna von Lucas Cranach, beeindruckte, da
Maria nicht als Heilige sondern als gewöhnliche Frau gemalt ist.
Besonders faszinierend war auch die Barockarchitektur, die durch
optische Illusionen eine dreidimensionale Optik in die Kirche zaubert.
Das Goldene Dachl war ein zentraler Mittelpunkt und ein sehr beliebtes
Fotomotiv der Tour, das den unvergesslichen Eindruck von Innsbruck wohl
nur verstärkte.
Aber auch die Einkaufsbummel kamen nicht zu kurz, so besorgte sich etwa
Cédric aus der Schweiz einen original Tirolerhut, um sich an die
Bevölkerung anzupassen und eine schöne Erinnerung an diesen Tag zu
haben.
Die Disko am Abend bot noch genug Gelegenheit, die wenige Energie, die nach diesem Tag noch übrig war, bestens zu nutzen.
Persönliche Grenzen überwinden
Im Kampf mit den Elementen beim Segelfliegen, Rafting oder Floßfahren
oder ein Sternspaziergang im Planetarium? Dürfte es sonst
selbstgemachter Käse sein oder ein Schmuckstück aus der Steinzeit? Für
jeden, was das Herz begehrt. Mit insgesamt elf verschiedenen Ausflügen
war Dienstag vermutlich der ereignisreichste und aufregendste Tag der
Woche.
„I believe I can fly …“
Einer der beeindruckensten Ausflüge war sicherlich das Segelfliegen.
Per Seilwinde wurden die Flugzeuge in luftige Höhen gebracht und zogen
dort zwischen den schönen Tiroler Bergen ihre Kreise. Keiner der Gäste
schien auch nur die geringste Angst vor der Höhe zu haben und der Flug
bleibt allen, die daran teilnehmen konnten, sicherlich ein Glanzlicht
ihres Lebens.
Eine andere Gruppe reiste durch die Zeit, um die Lebensweise von Ötzi
näher kennen zu lernen. So wurden dort Betten ausprobiert und Brot
gebacken, das trotz der steinzeitlichen Zubereitungsart hervorragend
schmeckte.
Auf Schloss Tratzberg kam man mit der etwas jüngeren Geschichte
Österreichs in Berührung. Die Phantasie vieler Besucher ließ
Rollstuhlfahrer schnell zu einem Ritter in Rüstung auf einem Pferd
werden. Um sich gegebenenfalls verteidigen zu können, wurde auch der
Kampf mit Bogen und Armbrust geübt, bei denen sich einige Gäste als
talentierte Scharfschützen präsentierten.
Da das Wetter blitzblauen Himmel und Sonnenschein bot, wurde der
Gruppe, die beim Rafting teilnahm auch nicht kalt. Todesmutig stießen
sie sich vom Ufer ab und glitten unter professioneller Führung durch
die wilden Wellen des Inns.

Innsbruck und Tirols Bergwelt von oben bei einem Segelflug
Etwas entspannter aber sehr ähnlich war die Innfloßfahrt, bei der mehr
auf die Umgebung geachtet werden konnte. Tierisch ging es im Alpenzoo
zu. Von wilden Bären über kleine Laubfrösche bis hin zu gefährlichen
Luchsen konnten dort in Ruhe beobachtet werden. Durch das Gelände des
Alpenzoos wurde das ganze auch zu einer sportlichen Herausforderung und
der ein oder andere Malteser kam bei den steilen Wegen recht ins
Schwitzen. Steil war auch die moderne Skisprungschanze von Zaha Hadid.
Neben der Architektur konnten dort auch österreichische Sportler beim
Sommertraining beobachtet werden. Trotz der Inspiration wagte es (Gott
sei dank) niemand, den Weitsprung mit dem Rollstuhl auszuprobieren.
Abenteuerlich wurde auch der Ausflug in die Käserei. Neben einer
Einführung in die Käseproduktion durften sich die Teilnehmer auch
selbst am Kuhmelken probieren, was die meisten Kühe überstanden.
Für Wissenshungrige wurden Ausflüge ins Planetarium und ins
Völkerkundemuseum angeboten. Dort wurden viele Fragen beantwortet, aber
natürlich noch viele mehr aufgeworfen.
Der Abend klang bei rockigen Klängen in der Disco aus. Inzwischen
merkte man deutlich, dass die Leute sich schon näher gekommen waren und
so mischten sich die verschiedenen Nationen immer mehr und mit den
Abenteuern des Tages im Hinterkopf wurden auch erste Freundschaften
geschlossen.
Swarovski lädt in die Kristallwelten ein
Nach spannender Wanderung durch eine halbdunkle Fantasiewelt voll
glitzernden Kristallen, das traditionelle Crockett-Turnier, der
Christophers Cup im Gedenken an unsere Freunde. Sehr früh ging es am
Mittwoch los. Da die ersten schon um 6.00 Uhr aufstehen mussten, um
rechtzeitig für den Bus fertig zu werden. Das Frühstück gab es während
der Fahrt nach Wattens. Dort stand die Besichtigung der weltberühmten
Swarovski Kristallwelten auf dem Programm.
Auch seine Hoheit und Eminenz der Fürst und Großmeister Frà Matthew
Festing lies es sich nicht nehmen, sich das IMS in Stams selbst
anzusehen und begleitete eine der Führungen. Er zeigte sich vom
Engagement der vielen Helfer begeistert und man konnte ihm die Freude
über die vielen glücklichen Gäste deutlich ansehen.
Diese waren von der Phantasiewelt begeistert. Vom kleinsten bis zum
größten Kristall der Welt, über das abstrakte „Mechanical Theatre“ von
Jim Whiting bis hin zum „Crystal Dome“ von André Heller beeindruckte
die Ausstellung mit einer Kreativität und Modernität, die sich viele
nicht vom idyllischen Tirol erwartet hätten.

Die Gäste waren begeistert von dieser glitzernden Welt.
Nachmittags fand der alljährliche Christopher Cup statt. Das aus einem
traurigen Vorfall entstandene Turnier ist inzwischen langjährige
Tradition. Die Mitspieler der Teams, die die verschiedenen Nationen
stellten, kämpften hart um den Sieg, den schließlich Rumänien errang.
Die Siegeszeremonie wurde von unserem Großmeister selbst übernommen und
er gestaltete sie mit Witz, Charme und Humor und überreichte
schließlich den Pokal an den strahlenden Gewinner.
Dieser Abend war der Ruhe gewidmet. Nach einem Fackelzug, der durch den
starken Wind zu teilweise gefährlichen Situationen führte, gab es eine
Messe mit darauf folgender Andacht. An diesem Abend wurde ausnahmsweise
auf die Disko verzichtet und daher wurde dieser vom Nachdenken, in sich
gehen und Gesprächen dominiert.
Tirol und seine Bergwelt von der schönsten Seite
Laut pfeifend und dunkel dampfend zieht die alte Lok uns hoch zum
Achensee. Eine Seerundfahrt und ein reichhaltiges Picknick
komplettieren einen sonnengesegneten Tag wunderschöner Naturerfahrung.
Mit der berühmten Zahnradbahn ging es donnerstags zum Achensee hinauf.
Da aber die Zugwaggons aufgrund des hohen Alters nicht rollstuhlgerecht
sind, mussten davor alle Rollstuhlfahrer in die Bahn gehoben werden,
die Rollstühle markiert, zusammengepackt und separat verladen werden.
Die Lokomotive arbeitete sich mit sichtbarer und hörbarer Anstrengung
die 440 Höhenmeter hinauf. Das laute Pfeifen, Zischen und die meterhohe
Dampffontäne gaben dem Ganzen ein unglaubliches, altertümliches Flair.
Wie in einer Filmkulisse wurden die Teilnehmer langsam durch die
Tiroler Berge gezogen. Oben angekommen bewies das Lagerteam seine
Kompetenz dadurch, dass jeder Rollstuhlfahrer auch seinen Rollstuhl
wiederbekam.

Begrüssung durch den Kapitän
Der Eindruck der Märchenfahrt war noch nicht verklungen, als schon das
Panorama des Achensees ins Blickfeld kam. Nach dem glühenden Feuer der
Dampflokomotive gab es das gegensätzliche Element, Wasser. Mit einem
Schiff fuhren die Teilnehmer des IMS rund um den Achensee, wobei die
Schönheit der verschiedenen Blickwinkel der Berge besonders zum
Vorschein kam. Die Fröhlichkeit nahm an Bord überhand und so wurde bald
gesungen, gespielt und getanzt. Alles Schöne muss leider ein Ende haben
und einige unserer Gäste wollten das Boot nicht mehr verlassen, wurden
aber mit dem Ausblick auf ein Picknick von Bord gelockt.
Zurück im Camp, als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand,
wurden alle Teilnehmer auf den Sportplatz gebeten. Niemand wusste genau
was passieren würde, aber viele hatten schon von einer Überraschung
gehört. Als die Spannung auf den kommenden Programmpunkt schon fast
unerträglich wurde, trat ein glitzernd gekleideter Mann hinter einer
Wand hervor und leitete das Abendprogramm mit einer Zaubershow ein. Mit
aktiver Teilnahme unserer Gäste wurden unglaubliche Zaubertricks
vorgeführt.
Als Höhepunkt kam dann schließlich der heiße Teil, eine Feuershow. Drei
Artisten durchschnitten die Dunkelheit mit fantastischen Feuermustern,
die die Begeisterung in den von den Flammen erhellten Gesichtern der
Zuseher zeigte.
Tag der offenen Tür
Balancieren, Hüpfen, mit dem Mund ein Kunstwerk malen? Ein
leidenschaftlich geführtes Fussballturnier und der krönende Abschluss
bei volkstümlicher Musik und Grillhendln. Ein besonderer Tag.
Während des Tags der offenen Tür gab es für Freunde, Bekannte,
Sponsoren und Unterstützer die Möglichkeit, den Facettenreichtum der
Malteser kennen zu lernen. Besucher nahmen das umfangreiche Programm
gerne wahr. Es wurde eine riesige Spiellandschaft aufgebaut und unsere
Gäste versuchten sich im jonglieren, zeichnen, schminken, balancieren
und vielem mehr. Man hatte zudem die Möglichkeit Lars Höllerer, einem
mundmalenden Künstler beim Schaffen zu beobachten, die neuesten
Technologien für PC-Bedienung von Menschen mit speziellen Bedürfnissen
kennen zu lernen und auszuprobieren. Beim Tauziehen bewiesen die
Malteser Stärke gegen das Österreichische Bundesheer (wir gewannen),
beim Gesichtbemalen Kreativität und beim Internationalen Fußballturnier
Teamgeist.

Mit der 1. Europäischen Malteser Fussballmeisterschaft und den
Tiroler Alpencowboys endete die unvergessliche Woche in Stams.
Das Fußballturnier zog die Massen an, die mit Fahnen und mit
Länderflaggen verzierten Gesichtern „ihre“ Teams bejubelten. Auch
Landtagspräsident Herwig van Staa und der Bürgermeister von Stams Franz
Gallopp ließen es sich nicht nehmen bei einem der Teams aktiv
mitzumischen und zeigten damit Hingabe zur guten Sache.
Ein Gemeinschaftsteam von Italien und Tschechien gewann schließlich in
einem kämpferischen Finale die 1. Europäische Malteser
Fussballmeisterschaft. Danach kam auch leider schon der Abschlussabend,
obgleich aufgrund des Programms schlecht Trübsal geblasen werden
konnte. Es gab ein typisch österreichisches Zeltfest mit Grillhendl,
Kaiserschmarren und Almdudler.. Für musikalische Unterhaltung sorgten
die Tiroler Alpencowboys. Anfangs war es noch ruhig, aber sobald die
ersten mit dem Essen fertig waren, begann sich ein immer größer
werdendes Grüppchen tanzend zu vergnügen. Kaum 20 Minuten später bebte
das Zelt und die Stimmung kam auf einen Höhepunkt, der wohl einmalig
bleiben wird. Unsere Gäste wurden von der Band voll auf der Bühne voll
integriert. So lehrte der Gitarist und Sänger der Alpencowboys dem sehr
interessierten Alex aus Deutschland sein Handwerk, was in eine
Soloeinlage mit Begeisterungsstürmen überging. Man merkte es den
Alpencowboys wirklich an, dass selbst sie nicht zu spielen aufhören
wollten, da sie so bewegt von diesem Abend waren.
Danach ging es noch in die Disco wo bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde.
Es heisst Abschied nehmen
In jeder Hinsicht beschenkt geht es nach Hause: Erfahrungen, Kraft,
schöne Erinnerungen und viele neue Freunde. Auf ganz bald hoffentlich!
Nach so einer intensiven Woche war das Abschiednehmen natürlich schwer.
Mit Tränen in den Augen und dem Campsong „You will be in my heart“ im
Hinterkopf fanden zwischen neuen und alten Freunden ein berührender
Abschied statt.

Dank der Hilfe des Österreichischen Bundesheeres waren Auf- und
Abbau schnell vollzogen.
Eine Woche davor kamen 450 Fremde zusammen, um jetzt als so etwas wie
eine Familie, die das IMS in Stams auf einer seelischen Ebene immer
verbinden wird, auseinander zugehen. Die Helfer, die seit zwei Wochen
gearbeitet hatten, bekamen nun ihre Belohnung durch die vielen
lachenden Gesichter, die strahlenden Augen und Dankbarkeit, die vielen
ins Gesicht geschrieben stand.

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