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Johann Graf Lexa von Aehrenthal †
Kanzler i. R. des Großpriorates von Österreich und Ehren- und Devotions-Großkreuz-Ritter, Mjr. i. R.
Unser Ordensbruder wurde am 28.11.1933 als Sohn des Johann Graf Lexa
von Aehrenthal und seiner Gemahlin Ernestine Gräfin Lexa von
Aehrenthal, geb. Gräfin von Harrach in Prag geboren. 1946 musste die
Familie die Heimat verlassen und kam zuerst nach Bayern und 1948 nach
Bruck a. d. Leitha.
 Johann Graf Lexa von Aehrenthal
Nach der Matura 1953 studierte er Jus an der Universität Wien und
diente dann 1956 – 1976 im Österreichischen Bundesheer. Nach
Absolvierung der Offiziersausbildung war er u. a. Kompaniekommandant
und Referent im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie Adjutant
und militärischer Leiter eines UN-Kontingentes im Kongo und zuletzt im
Rang eines Majors.
1963 heiratete er Alice Freiin von Warsberg und war Vater zweier Kinder.
Von 1976 bis 1978 bei der Fa. Ettenauer AG als Assistent der
Geschäftsleitung tätig, wurde Johann Graf Lexa von Aehrenthal mit
Beschluss des Kapitels vom 26.9.1978 zum Kanzler bestellt und am
18.1.1979 als Ehren- und Devotionsritter in das Großpriorat
aufgenommen. Zuerst unter Fürstgroßprior Fra’ Friedrich Kinsky von
Wchynitz und Tettau, dann unter Prokurator Bailli Gordian Freiherr von
Gudenus und von 1990 bis zu seiner Pensionierung zum 31.12.1996
schließlich unter Fürstgroßprior Bailli Fra’ Wilhelm von und zu
Liechtenstein hat er mehr als 18 Jahre lang treu und loyal dieses Amt
ausgeübt.
Eingebunden in die gesamte Entwicklung des Ordens in dieser Zeit hat er
sich u .a. besonders auch um den MHDA, das Haus Malta, die Stiftungen
des Ordens, in dessen Kuratorien er Mitglied war, und die
Malteserkirche, in der er auch noch nach seiner Pensionierung mittwochs
gerne den Ministrantendienst am Altar versah, äußerst verdient gemacht.
Seine Verdienste um den Orden wurden mit dem Großoffizierskreuz „pro
merito melitensi“ und schließlich mit der Rangerhöhung zum Ehren- und
Devotions-Großkreuzritter entsprechend gewürdigt.
Ich durfte Hansi 1996 näher kennenlernen. Er war vom Scheitel bis zur
Sohle ein Offizier der alten Schule und ein Herr. Ohne irgendwelchen
Dünkel übergab er mit höchstem Anstand mir, seinem viel jüngerem
Nachfolger, das Amt des Kanzlers und war hilfreich, wo immer ich Fragen
hatte. Ohne Vorbehalt informierte er mich über die Hintergründe der
damaligen Entscheidungen und erklärte nicht offensichtliche wichtige
Zusammenhänge. Stets wohlwollend und mit manchen guten Rat hilfreich
zugegen war Hansi bis zum Schluss ganz mit dem Großpriorat verbunden
und wird uns unvergessen bleiben. Unser Beileid gilt seiner ganzen
Familie.
R.I.P.

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