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Ausbildungsgruppe für das Burgenland
Pilotversuch des Bereichs Burgenland: dieses Jahr startet die erste Ausbildungsgruppe des östlichsten Bereichs Österreichs.
Eine Ausbildungsgruppe für den Bereich Burgenland? Wer bitte schön
braucht das denn? Das waren sicher nicht nur meine ersten Gedanken, als
ich das erste Mal davon gehört habe. Bei näherer Betrachtung wichen
diese aber einem „Warum denn eigentlich nicht“ bis zu einem „coole
Sache“. Denn der Bereich Burgenland will wachsen und das geht wohl am
besten mit einer eigenen Ausbildungsgruppe.
 Ausbildung zur Erste Hilfe in Kohfidisch.
Und so kam es wie es kommen sollte, eines Abends saß ich am Börseplatz
(Zentrale der Wiener Malteser), traf dort ein paar Burgenländer, die
mich einluden, mit ihnen noch den Abend im Conto (das Lokal neben der
Zentrale) ausklingen zu lassen und schon war ich im burgenländischen
Spinnennetz gefangen. Kaum hatte ich mein Getränk vor mir stehen, wurde
ich bereits mit der Frage konfrontiert, ob ich denn nicht
Ausbildungsgruppenleiterin werden wollte, denn die Ursprüngliche sei
beruflich bedingt ausgefallen und Marcus Nickl stehe allein auf weiter
Flur als Ausbildungsgruppenleiter. Da ich immer schon gerne eine
Ausbildung leiten wollte, fiel mir die Antwort nicht schwer und wenige
Stunden später sagte ich zu.
In den nächsten vier Wochen war für Marcus und mich noch einiges zu
tun: Teilnehmer und Termine fixieren, Vortragende finden, den
16-stündigen Erste Hilfe Kurs und den ersten gemeinsamen Sonderdienst
organisieren, sowie die Ausbildungsgruppenmitglieder dazu zu animieren,
bereits an Diensten im Rahmen der EURO teilzunehmen.
Intensive Vorbereitungen
Das erste gemeinsame Treffen war der 16-stündige Erste Hilfe Kurs, der
mit Hilfe einiger Wiener Malteser sehr zufrieden stellend ablief. Der
Bereich Wien sorgte für die Ausbildung und der Bereich Burgenland für
die Verpflegung aller am Börseplatz dienst-tuenden und arbeitenden
Malteser.
Auch der Sonderdienst nach Steyregg konnte als sehr gelungen verbucht
werden! (siehe Artikel G. Gatnar) Dem Sonderdienst folgte bereits die
drei Wochen dauernde EURO, bei der sich auch die Ausbildungsgruppe
eifrig engagierte!
Wir trafen alle in Kohfidisch ein, um acht intensive Ausbildungstage
bei der Familie Keil zu verbringen. Gleich am Ankunftsabend ging es los
mit Anatomie und Physiologie, auf Sanitätsbasis folgte Geschichte und
Organisation des Ordens und MHDA (das schöne Wetter nutzend durften wir
dieser Ausbildung im Garten lauschen), sowie die Psychologie des
Helfens. Religiöse Grundlagen (von den Tugenden über die Werke der
Barmherzigkeit bis hin zu den acht Elenden und dem Ordensgebet) durften
auch nicht fehlen, schließlich haben sich unsere „Kinder“ auch noch
Basiswissen in der Krankenpflege und Hygiene zugelegt. Der krönende
Abschluss waren Katastrophenschutz sowie die Prüfungen.
Es war endlich so weit…
Obwohl das Programm sehr dicht gedrängt und sehr wenig Zeit zum Lernen
oder auch für persönliche Belange war, kam keinen Moment Lagerkoller
auf. Kein einziger Rückschlag beim Lernerfolg hat die gute Stimmung
beeinträchtigt, nie ging die Freude am Ganzen verloren. Jeder einzelne
Teilnehmer integrierte sich – mit all seinen Fähigkeiten – in die
Gruppe und wuchs mit den Anforderungen, die gestellt wurden und sogar
darüber hinaus. Ob bei der Bildung von Lerngruppen, beim sich Kümmern
um unsere erkrankte Marie, beim Frieden Stiften, bei
nächtlich-philosophischen Sitzungen auf der Holzbank vor unserer
Pension, bei dem Versuch das Ordensgebet neu zu gliedern, im Rhythmus
des Ordensgebets zu reanimieren oder durch herrlich trockenen Humor,
jeder Einzelne sorgte für den Erfolg dieser Woche. Abschließend kann
ich nur sagen: Kinder ihr seid großartig! Macht so weiter!

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