|
Wir waren EURO – Einsatz aus steirisch-deutscher Sicht
Die Fußballeuropameisterschaft als
Plattform für das Kennenlernen des deutschen Malteser
Hilfsdienstes…Networking am Rande eines Großeinsatzes. Von Stephanie
Kaan
Da ja den ganzen Juni (und auch schon davor...) jedermanns Leben stark
vom sportlichen Mega-Event beeinflusst war, ist es nur
selbstverständlich, dass wir auch direkt am Puls der Veranstaltung
beteiligt sein mussten – und so pilgerten an allen Spieltagen zwecks
Unterstützung der Ambulanzdienste steirische Malteser in die
Bundeshauptstadt.
 Fuhrpark des MHDA bei der EURO 2008 am wiener Börseplatz
Das dortige Aufgebot an österreichischen und deutschen
Sanitätskrankenwagen (Sankas) war beeindruckend, und auch die
detaillierte und mit Sicherheit langwierige Einteilung sämtlicher
Autos, Menschen und anderer Ressourcen brachte Bewunderung für die
Einsatzleitung. Dass trotz allem am Börseplatz immer eine freundliche
Stimmung herrschte, ist besonders unseren nördlichen Freunden
aufgefallen. So schildert zum Beispiel Michael Jitschin, als Bayer ja
fast-Ösi, seine Erfahrungen in Wien:
Gefragt, ob ich Lust hätte, die Malteser in Wien beim EM-Einsatz zu
unterstützen, musste ich nicht lang überlegen und sagte sofort zu.
Schon bei der Ankunft in der Dienststelle wurden wir herzlich
aufgenommen und hatten das Gefühl, wirklich willkommen zu sein. Das
sollte auch während dem ganzen Einsatz so bleiben, stets war die
Atmosphäre sehr herzlich zwischen einheimischen Maltesern und den
Gästen. In vielen Gesprächen entdeckte man einige Gegensätze, aber noch
viel mehr Gemeinsamkeiten zwischen den Organisationen. Eingesetzt als
Fahrer unseres Krankentransportwagen (KTWs) war ich einer reinen
Transportkomponente zugeteilt, was leider bedeutete, den Großteil der
Zeit mit Warten zu verbringen. Doch dafür entschädigte die Atmosphäre
auf der Fanmeile, das hautnahe Erleben der Stimmung am Stadion beim
Spiel Österreich gegen Deutschland und das Kennenlernen von
unterschiedlichsten Menschen aus allen Hilfsorganisationen.
Mein Fazit: Jederzeit wieder!
Dem ist eigentlich nur wenig hinzuzufügen, außer dass die Meinungen ob
der minimalen Anzahl an tatsächlichen Sanitäts-Einsätzen stark
auseinander gingen – manche hätten sich sehr über ein wenig blutige
Praxis gefreut, anderen war’s nur zu recht, dass nix passiert ist! Vom
Pflasterl nach Ehestreit mit Schienbeinkick, über tosende Mengen,
interessantes Wien-Lotsen und Bundesheerfeeling bei der Verpflegung,
bis hin zum wirklich netten Kennenlernen der Kollegen vom
Malteser Hilfsdienst ... alles hatte seinen eigenen Reiz. Resümierend
kann für die steirische Delegation, die immerhin 55 Personaleinheiten
aller Qualifikationen stellen konnte, seien es Ordensritter,
Bereichsleiter- und Stellvertreterinnen oder frisch Aufgenommene,
gesagt werden, dass es gut war, dabei gewesen zu sein.
-
Stephanie Kaan, Bereich Steiermark

|
 |
|