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Deutsche Malteser entdecken Wien und Umgebung
Anlässlich der Fußball-EM 2008 gab es
für die Sanitäter-Teams aus fast allen Bundesländern Deutschlands als
„Dankeschön“ des MHDA für ihren großartigen Einsatz in den Stadien und
Fan-Zonen Stadtführungen und Ausflüge rund um Wien.
„Laß´ dir was einfallen…“, war die Vorgabe von der Vizekommandantin des
Bereiches Wien, Christine Lattenmayer, an den Veranstaltungsprofi und
Autor dieser Zeilen.
Gesagt, getan. Nach kurzer Nachdenkphase stand ein
Besichtigungsprogramm, das unter dem Motto „Österreich für Anfänger“
zusammengefasst werden könnte, denn fast alle jungen deutschen Malteser
aus Köln, Bremen, Bonn, Heidelberg, Speyer, Passau oder Ludwigshafen
waren noch nie in Wien gewesen.
 Eine Donau-Schifffahrt darf nicht fehlen …
Für jedes der drei Teams wurde in den drei Wochen deshalb eine
Wienführung eingeplant. Kleinere Kontingente der Deutschen Johanniter
Unfallhilfe und des Samariter Bundes waren mit dabei und unterstrichen
mit ihrer Präsenz den Willen zu guter Zusammenarbeit und gemeinsamen
Erleben.
Besichtigt wurde die Wiener Innenstadt. Treffpunkt war der ‚Steffl’ im
Stadtzentrum. Vor allem Querbeziehungen der deutschen Geschichte zur
österreichischen waren von Interesse. So zählt es zu den zahlreichen
Kuriosen der gemeinsamen Geschichte, dass der erste Habsburger Kaiser,
Rudolf I., im Dom zu Trier begraben wurde, während der Schlussstrich
unter das 1. Deutsche Reich vom Habsburger Kaiser Franz II., gezogen
wurde, der die Reichsinsignien des „Heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nation“ bei seiner Resignation gleich in der Wiener Hofburg
belassen hatte.
Die Stadtbesichtigung mit Hofburg, Oper, Hofstallungen, Belvedere und
Schloss Schönbrunn endete vor der Malteser-Kirche auf der
Kärntnerstraße. Zweimal stand ein Ausflug in die Wachau auf dem
Reiseprogramm. Die ÖBB hatte Freikarten spendiert und so schaukelte
jeweils eine Gruppe von 30-40 Teilnehmern mit der Bahn nach Melk. Nach
der Besichtigung des Benediktinerstiftes wanderte die Schar zum
Ankerplatz der „MS Wachau“. Nach einstündiger Fahrt durch dieses
historische Kernland Österreichs erklomm die Gruppe in Dürnstein den
„Kuenringerhof“, wo das Mittagessen eingenommen wurde.
 … bei der auch Dürnstein bestaunt wird.
Anschließend gab es für Interessierte eine Führung durch das Stift Dürnstein.
Viel zu früh musste per Bahn wieder die Rückkehr nach Wien eingeplant
werden, da am späteren Nachmittag die Bereitschaftsdienste ihre Blue
Jeans mit der Uniform tauschen mussten.
Doch auch Zisterzienserstift Heiligenkreuz war bei einem anderen
Busausflug Ziel der deutschen Malteser. P. Vinzenz führte durch den
Kreuzgang, das Dormitorium und die Stiftskirche.
Nach einem Rundgang durch die Badener Innenstadt mit dem prachtvollen
Kurpark war der Bus nach Gumpoldskirchen unterwegs. Die Pfarrkirche und
das Schloss des Deutschen Ordens wurden mit Interesse besichtigt. Das
Mittagessen wurde im „Richardshof“ – oberhalb von Gumpoldskirchen –
eingenommen, wobei unserem Mitglied Filippo Poncioni für die
Preisreduktion noch gesondert zu danken ist.
Alle Gäste waren von dem Gebotenen durchaus beeindruckt und versprachen – als Touristen ohne Uniform – wieder zu kommen.

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