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Seine Durchlaucht Fra’ Franz Karl von Auersperg †
Justiz-Großkreuz Ritter mit ewiger Profess
Mitglied des Kapitels des Großpriorates von Österreich
Geboren in Haindorf (Hejnice) / Böhmen (Sudetenland) am 26. Juli 1935
als 7. von 8 Kindern des Prinzen Eduard und der Prinzessin Sophie von
Auersperg geb. Gräfin Clam-Gallas. Im Juli 1945 wurde die Familie,
obwohl Österreicher, vom kommunistischen Bürgermeister 18 Tage
inhaftiert und dann mit Aufenthaltsverbot für ihren Heimatort Haindorf
belegt und schließlich als Volksfeinde aus der Tschechoslowakei
ausgewiesen. Das Aufenthaltsverbot wurde bis heute nicht offiziell
aufgehoben.

Fra’ Franz Karl von Auersperg
Die Familie kam im September 1945 nach einigen
Zwischenstationen auf ihrer Flucht beim väterlichen Großvater Eduard
Fürst Auersperg unter. Fra’ Franzi besuchte die Volksschule in St.
Pankratz bei Weitwörth und maturierte 1955 am Stiftsgymnasium der
Benediktiner in Kremsmünster.
Er begann hierauf in Wien Jus zu studieren und war ab November 1966 bei
der Fa. Bunzl & Biach AG in Wien für Umsatzsteuerangelegenheiten
und Exportförderung zuständig. Er gehörte dem Angestelltenbetriebsrat
an und war Mitglied des Wiener Vorstandes der Fachgruppe Papier im
Österreichischen Gewerkschaftsbund, als einziger Christ-Gewerkschafter.
Höchst engagiert arbeitete Fra’ Franzi in der Bezirksleitung Wieden des
ÖAAB und war Mitglied der Bezirksparteileitung Wieden der ÖVP. Sein
großes politisches Interesse zeigt auch seine Mitgliedschaft im „Dr.
Karl Kummer-Institut für Sozialpolitik und Sozialreform“, sowie seine
über 10-jährige Aktivität als stellvertretender Generalsekretär der
PANEUROPA-Union Österreich.
Schon früh kam Franz Karl Prinz von Auersperg mit dem Orden in Kontakt
und wurde bereits 1951 aufgenommen. Er war Gründungsmitglied der aus
der Ungarnhilfe des Jahres 1956 hervorgegangenen Staffel, der
Vorgängerorganisation des MHDA, und bis zu seiner Versetzung in den
Stand eines Fördernden Mitgliedes 1996 als aktives Altmitglied des
Hospitaldienstes tätig.
So war er immer wieder als Begleiter bei großen Pilgerfahrten dabei,
und natürlich war er regelmäßig Teilnehmer des legendären „Sonnenzugs“.
Mit Zustimmung S. H. u. Em. des Fürsten und Großmeisters und des
Souveränen Rates legte er am 17.10.1992 schließlich seine Ewigen
Gelübde in der Kirche von Mailberg ab.
Fra’ Franz Karl von Auersperg war ein besonders pflichtbewusstes
Ordensmitglied und auch als Mitglied des Kapitels engagiert tätig. Für
seine verdienstvolle Tätigkeit wurde er 1999 in den Stand eines
Justiz-Großkreuz-Ritters rangerhöht. Stets loyal, ehrlich und direkt
war er immer bereit auch verschiedenste Funktionen wahrzunehmen. So
wurde er in den Engeren Rat des Großpriorates von Österreich berufen,
war drei Monate auch Statthalter und damit Vertreter des
Fürstgroßpriors sowie beim letzten Generalkapitel im Juni 2004 einer
der Repräsentanten des Großpriorates von Österreich.
Durch die vermehrt auftretenden körperliche Leiden und
Gleichgewichtsstörungen veranlasst, übersiedelte er in das Haus Malta.
Nach einem Schenkelhalsbruch und einer Hüftoperation rekonvaleszent
blieb Fra’ Franzi jedoch fröhlich und mit großem Gottvertrauen bis zu
seinem unerwarteten und plötzlichen Tod am 26. Jänner 2008 ganz mit dem
Orden verbunden und wird uns unvergessen bleiben.

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