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Zentral- und Osteuropa Konferenz des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens in Wien
Zum intensiven Gedankenaustausch über die Entwicklung der
Zivilgesellschaft, der Sozial- und Gesundheitssysteme und die Situation
der Kirche, sowie das
Verhältnis zur Orthodoxie, die den Orden und seine karitativen Werke in
den COE-Ländern besonders betreffen, kamen 180 Teilnehmer im November
2007
zu einer Regionalkonferenz in Wien zusammen.
Die Konferenz selbst wurde nach einer Hl. Messe in der Augustinerkirche
vom Großkanzler des Ordens Jean Pierre Mazery und Generalsekretär
Botschafter Dr. Johannes Kyrle eröffnet. Neben zahlreichen
ausländischen Botschaftern und jenen der COE-Länder, konnte unser
Prokurator Norbert Salburg-Falkenstein auch den Ordensprälat,
Erzbischof Angelo Acerbi, die Mitglieder der Ordensregierung, sowie
sämtliche Botschafter und Leiter der Hilfswerke und
Länderorganisationen aller Zentral- und Osteuropäischen Länder, in
denen der Orden karitativ arbeitet bzw. vertreten ist, begrüßen.

In den Verhandlungspausen gab es für die Teilnehmer Verpflegung
aus der Feldküche des Malteser Hospitaldienstes.
Der
Großhospitalier, Bailli Albrecht Freiherr von Boeselager, gab zuerst
den Anwesenden einen Überblick über die historische Entwicklung des
Aufbaues der Hilfstätigkeit des Ordens im COE-Raum und meinte: „In
dieser raschen Entwicklung und im historischen Erfolg kann man klar die
helfende Hand Gottes erkennen“. Der Sprecher der Hilfswerke in den
COE-Ländern, Imre von Ugron, berichtete hiernach kurz über einige
laufende Projekte in den achtzehn Ländern, in denen in Zentral- und
Osteuropa Dienst an bedürftigen Mitmenschen versehen wird.
Botschafterin Mag. Brigitte Öppinger-Walchshofer wies in ihrem Referat
auf die Österreichische Entwicklungshilfe und auf das mit dem Orden
2006 vereinbarte Rahmenabkommen über gemeinsame Projekte hin.

Mitglieder der Ordensregierung und der Führung des Großpriorates
von Österreich verfolgen die Vorträge im Palais Pallavicini.
Weiter im Dienste der Solidarität arbeiten
Das Hauptreferat hielt EU-Kommissionsmitglied Ján Figel, der die
fundamentale Rolle der Zivilgesellschaft auf Basis christlicher Werte
für die Demokratie herausstrich und „die Freiwilligkeit als den
klarsten Ausdruck erwiesener Solidarität“ bezeichnete. Er rief dazu
auf, sich weiter in der Zivilgesellschaft besonders zu engagieren, um
die fundamentalen Werte Solidarität, Dialog und gegenseitigen Respekt
zu realisieren, die durch die Jahrzehnte lange Herrschaft des
Kommunismus in vielen COE-Ländern unterdrückt wurden.

V.l.n.r.: Großhospitalier Albrecht Freiherr von Boeselager,
EU-Kommissionsmitglied Jàn Figl, Großkanzler Jean-Pierre Mazery
Weitere Referate
hielten Caritaspräsident Franz Küberl, der UN-Koordinator in der
Ukraine, Francis Martin O'Donnell, die rumänische Unterstaatssekretärin
Gabriela Tonk, S. E. der Erzbischof von Esztergom-Budapest Kardinal
Péter Erdö und S. E. der Apostolische Nuntius in der Ukraine Erzbischof
Msgr. Dr. Ivan Jurkoviã. Nach offenen Diskussionen zu den einzelnen
Themenbereichen wurden tags darauf einzelne beispielgebende Projekte
von den Länderorganisationen präsentiert und in internen Arbeitsgruppen
Strategien für die weitere Entwicklung der Hilfstätigkeit in Zentral-
und Osteuropa erarbeitet.
Netzwerken in Wien
Als deutliches Zeichen der Solidarität wurde auf elegante Mittagessen
während der Konferenz verzichtet und lieber die Gulaschkanone des
Malteser Hospitaldienstes eingesetzt. Nach Aussage aller Teilnehmer hat
die Konferenz in Wien auch wesentlich zur Verbesserung des internen
Netzwerkes beigetragen und wird auch helfen, die Kooperation
untereinander weiter zu stärken.
Der Großhospitalier ermutigte alle in seiner bewegenden Abschlussrede
den begonnenen Weg weiter zu gehen und verwies darauf wie stolz und
dankbar man im Orden auf das mit Gottes Hilfe Erreichte sei.

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