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Bewegender Abschied von Fra’ Andrew Bertie
Hl. Requiem und Begräbnis am 16. Februar
„Fra’ Andrew Bertie war, das können wir zweifelsfrei sagen, im
biblischen Sinne des Ausdrucks wahrlich „ein Gerechter“. Ein Gerechter
in diesem Sinne ist derjenige, der sich dem Plan Gottes öffnet, der mit
der ganzen Hingabe seines Herzens eine neue Ordnung in die Geschichte
einbringen will. Das war unser Großmeister“. Mit diesen Worten gedachte
der Kardinalpatron des Malteserordens, Kardinal Pio Laghi, bei den
Beisetzungsfeierlichkeiten in Rom in der Basilika Santa Sabina auf dem
Aventin, des Großmeisters des Malteserordens, Fra’ Andrew Bertie.

Große Trauergemeinde beim Requiem für den Großmeister in der
Basilika Santa Sabina am Aventin.
In seiner Ansprache hat Kardinal Laghi hervorgehoben, wie „der
Großmeister sich insbesondere der Förderung der Spiritualität der
Ordensmitglieder widmete, durch sein eigenes Beispiel sowie durch die
stete Einforderung des charismatischen Auftrags des Ordens: Tuitio
fidei, obsequium pauperum“. Ob bei Krankenbesuchen oder bei
Pilgerreisen nach Lourdes oder nach Loreto, stets war er mitten unter
den Pflegenden. Sein besonderes Anliegen galt dem Ausbau und der
Modernisierung der Organisationsstrukturen des Ordens, um den Armen und
Notleidenden noch besser beistehen zu können. Diesen Zweck hat er
unermüdlich auf nationaler und internationaler Ebene in Gesprächsrunden
und Konferenzen verfolgt, zuletzt in Malta, im Libanon, in Kamerun, in
Bolivien, in Mexiko und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Aus
aller Welt kamen Angehörige, Freunde, Ordensmitglieder, Kardinäle,
Botschafter und Mitarbeiter – alle vereint in tiefer Anhänglichkeit an
diesen Gottesdiener – um Abschied zu nehmen vom Großmeister, der am
vergangenen 7. Februar im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Der 78. Großmeister auf seinem letzten Weg in die prachtvolle
Prioratskirche Santa Maria.
Um 11.00 Uhr verließ der Trauerzug die Magistralvilla durch das
monumentale Zugangstor. Die Bahre, bedeckt mit der roten Fahne und dem
achtspitzigem weißen Kreuz, wurde begleitet von den Angehörigen und den
höchsten Vertretern des Ordens. Die nahe gelegene benediktinische
Ordensgemeinschaft von Sant´ Anselmo stimmte gregorianische Gesänge an.
Vor der Basilika Santa Sabina bezog eine Formation der Carabinieri und
des Militärkorps der italienischen Assoziation des Ordens Aufstellung
und erwies die militärischen Ehren.
Das feierliche Requiem wurde vom Kardinalpatron des Ordens, Pio Laghi,
in Konzelebration mit den Kardinälen Cordero Lanza di Montezemolo,
Poupard, Tauran, Martino, Rodé, Foley, mit dem Ordensprälat, Monsignore
Angelo Acerbi, und weiteren Geistlichen Würdenträgern zelebriert.
Teilgenommen haben ferner die Kardinäle Sodano, Daoud, Lajolo und
Sozka. Der interimistische Statthalter des Ordens, Fra’ Giacomo Dalla
Torre del Tempio di Sanguinetto, schloss die Zeremonie mit dem
Ordensgebet in lateinischer Sprache.
Nach der Messe begleiteten die Familienangehörigen und die Spitzen des
Ordens Fra’ Andrew Bertie auf seinem letzten Weg in die prachtvolle
Prioratskirche Santa Maria. Es folgte die schlichte Beisetzung,
begleitet von Gebeten in lateinischer Sprache. Fra’ Andrew Bertie ruht
jetzt neben Fra’ Galeazzo von Thun Hohenstein (75. Großmeister
1905-1931) und Fra’ Angelo de Mojana di Cologna (77. Großmeister
1962-1988).
Gleichzeitig haben zu Ehren des hochgeschätzten Großmeisters auf der
ganzen Welt Gedenkgottesdienste stattgefunden, in den Kirchen und
Kapellen und in den Hospitälern des Malteserordens.
Das Großpriorat von Österreich war durch eine Delegation unter Führung
des Prokurators Norbert Salburg-Falkenstein vertreten, der Mitglieder
des Beratungsgremiums sowie Vertreter des MHDA angehörten.

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