Malteser Kreuz

Grazer Fußwallfahrt 2007 nach Mariazell

„Willst Du wissen, was Schönheit ist, so gehe hinaus in die Natur, dort findest Du sie.“
(Albrecht Dürer)

Ohne vermessen scheinen zu wollen, darf ich dieses Dürer-Zitat im Sinne unserer heurigen steirischen Malteserwallfahrt nach Mariazell etwas erweitern: Willst Du wissen, was kollegiale Rücksichtnahme (auf körperlich Schwächere und Untrainierte), sportliche Fairneß, Teamgeist und spirituelles Erleben in Natur und Gemeinschaft heißt – so beteilige Dich an unserer nächsten Mariazellwallfahrt im kommenden Sommer 2008!
Eigentlich habe ich nun schon in einer kurzen Zusammenfassung die Eindrücke, die ich von dieser zweitägigen Wanderung gewonnen habe, geschildert!



Der Anblick der Basilika von Mariazell entschädigt jedes Mal für die Strapazen der Pilgerreise.

Doch da sich auch viele humorvolle und berührende Momente ergaben, möchte ich Euch noch ein wenig mehr erzählen und beginne am besten gleich am Anfang:
Treffpunkt: 7. Juli Graz Hauptbahnhof Überlandbushaltestelle,
8 Uhr 30.
Schwere, überdimensionierte Rucksäcke, verschlafene Gesichter, höfliches Begrüßen – Und dann warten – 5 Minuten, 10 Minuten, es wird 8 Uhr 45, 9 Uhr, ein erster Kommentar … „aber es kummt net, kummt net, brummt net …“ – na was den wohl? Ach so, es ist ja nur der Bus der net kummt! Na wenn`s weiter nichts ist! Was ein echter Malteser ist, der weiß sich zu helfen und kann organisieren. So auch unser Bereichsleiter Michi Pirsch und Tom Binder.
Während die anderen dieses kleine Hoppala (die Busfirma hatte sich im Datum geirrt) für einen ersten Gemeinschaftskaffee in der Bahnhofshalle nutzten, rasten unsere beiden Fahrer in die BZ und holten unsere Sankas – und ab ging`s nach Turnau, unserem Ausgangspunkt der Wallfahrt.

Anstrengung, die sich lohnt

Wir marschierten brav und tapfer über Berg und Tal, als unsere Gitti erschöpft irgendwann meinte: „So, aber jetzt bin ich schon so müde, das erste Auto, das jetzt kommt, halt ich auf!“
Ich meinte noch spaßhalber zu ihr: „Na, da kannst aber sicher lang drauf warten, bist Du hier auf der Alm ein Auto triffst!“ – kaum hatte ich das gesagt, schon fuhr ein Bauer mit einem großen Viehtransporter an uns vorbei und nahm Gitti ein Stück mit. Er mußte eine kalbende Kuh von der Alm nach Hause holen und fuhr deshalb ausnahmsweise mit großem Fuhrwerk auf die Weide – haben uns nicht brave Schutzengel begleitet?
Oder: Nach fast siebenstündigem Marsch ging es sehr steil bergab Richtung Aschbach zum Gasthof Biber, unserer ersten Übernachtungsstation.
Anneli war übermüdet, beging „einen Fehltritt“ und war schwupp die wupp in einem Graben verschwunden! Im ersten Moment herrschte ängstliche, ratlose Stille, doch dann hörten wir schon erleichtert ihr fröhliches Lachen und eine rote Wanderjacke kam wieder aus der Tiefe heraufgekrochen – auch sie hatte ihr Schutzengerl sanft aufgefangen!

Morgenandacht zur Stärkung

Auch den nächsten Tag begingen wir gleich wie den vorherigen mit einer religiösen Morgenandacht an einer der vielen Kapellen und Wegkreuze entlang der Strecke.
Danach nahmen wir wieder im wahrsten Sinn des Wortes unser Kreuz auf, das während der gesamten Wallfahrt einer von uns der Gruppe vorantrug. Nach fast siebenstündiger Tour über Weißalm, Herrenboden, Schöneben und Kreuzberg marschierten wir den Rosenkranz betend in Mariazell ein.
Während der anschließenden Messe in der kleinen, intimen Michaelskapelle, läuteten die Glocken der Basilika und unterstrichen mit ihrem Klang die familiäre, besinnliche, ja fast feierliche Atmosphäre dieses Gottesdienstes, der ein würdiger und passender Abschluß einer harmonischen und schönen Wallfahrt war.

  •  Sonja Werner

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Letztes Update dieser Seite: Montag, 17. Dezember 2007 um 21:11:58 Uhr
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