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IMS 2007 – Champèry, Schweiz
Auch heuer konnte wieder die österreichische Delegation am Internationalen Malteser
Sommerlager teilnehmen, das in der französischen Schweiz, genauer gesagt im
Wintertourismusort Champèry stattfand.
Zur gemeinsamen Anreise trafen sich alle österreichischen Teilnehmer in
Igls, im Tiroler Land. Nach einem ersten Abend des Kennenlernens und
der Teambesprechung, ging es am nächsten Morgen weiter zum eigentlichen
Lager. Damit auch alle Anreisenden den richtigen Weg fanden, wurden
bereits 40 km vor unserem eigentlichen Ziel jegliche Ausfahrten auf
Kreuzungen und auch in Kreisverkehren mit Malteserkreuzen
gekennzeichnet.
 Spiel und Spaß kamen am IMS in der Schweiz nicht zu kurz.
Jedes verfügbare Zimmer in dem auf 1050 m Seehöhe gelegenen Ort wurde
von Maltesern aus insgesamt 20 verschiedenen Nationen bewohnt. Die
Rollstuhlfahrer und ihre Betreuer schliefen in einem Haupthotel, in dem
auch das gemeinsame Essen und diverse Aktivitäten stattfanden. Der
andere Teil der Gruppe bezog in einem höher gelegenen Chalet Quartier,
das – genauso wie der Ortskern – nur über eine sehr steile Straße zu
erreichen war.
Willkommen geheißen wurden wir gleich zu Beginn durch ein
außergewöhnliches Orchester, durch Willkommensreden der Camp-Leitung
und eine gelungene Midsummer Party, die uns die Schweizer Folklore in
allen Facetten näher brachte.
Abwechslungsreiches Programm
Die täglichen Fixpunkte beschränkten sich auf ein gemeinsames Frühstück
und Abendessen, die Gottesdienste, die großteils auf französisch
abgehalten wurden und die nächtliche Diskothek. Tagsüber wurde uns ein
abwechslungsreiches Programm geboten. Dies reichte von einer
Schifffahrt auf dem Genfer See über verschiedene Workshops, bei denen
unsere Betreuten ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten,
bis hin zum Besuch des Olympischen Museums in Lausanne und einer
Gondelfahrt auf einen der umliegenden Berggipfel.
In diese Woche fiel auch Maria Himmelfahrt. Alle Teilnehmer des Camps
pilgerten nach dem Festgottesdienst in Begleitung der hiesigen
Musikkapelle in das Ortszentrum. Für den beschwerlichen "Aufstieg"
wurden wir mit einem köstlichen, original Schweizer Raclette
belohnt, das für uns ganz nach landestypischer Tradition zubereitet
wurde. An einem anderen Tag konnten die Betreuten aus verschiedenen
angebotenen Programmen wählen, geboten wurden unter anderem Ausflüge in
ein Labyrinth, zu einem Bernhardiner Museum oder in einen Alpenzoo.
Unsere Christine (eine steirische Betreute) hatte jedoch das große
Glück den mit Abstand beliebtesten Programmpunkt zu ergattern: Einen
Rundflug über den Genfer See und den Montblanc. Der Einstieg in ein
Kleinflugzeug ist zwar alles andere als behindertengerecht, aber wo ein
Wille, da ein Weg!
Christopher-Cup
Ein weiterer Höhepunkt war der jährlich abgehaltene Christopher-Cup.
Hierbei handelt es sich um ein Croquet Turnier, das zur Erinnerung an
die 1994 am Heimweg vom IMS in der Schweiz verunglückten Malteser
veranstaltet wird. Diesmal wurde es mit leicht veränderten Regeln auf
Eis in der Eislaufhalle ausgetragen. Gewonnen hat diesen spannenden
Wettkampf die Schweiz, Österreich erreichte den beachtlichen dritten
Rang.

Diese ganzen Erlebnisse waren für alle sehr aufregend, mit Sicherheit
sind alle Teilnehmer an diesen Abenden mit verschiedenen wunderschönen
Erlebnissen heimgekommen. Ein besonderes Highlight für unsere Betreuten
war auch die tägliche Disko, die in vollen Zügen genossen wurde. Es gab
nicht viele, die den „Tanzrolli“ nicht geschwungen haben. Dass die
Österreicher in Punkto Stimmung Malteserweltmeister sind, bestätigt
folgendes Zitat des DJs: „The Austrians come late, but if they come
it`s fun …“
Auch der traditionelle Österreicherabend wurde natürlich wieder
gebührend zelebriert und ich kann nun alle Malteser, die leider nicht
dabei sein konnten, beruhigen: Wir Österreicher sind unserem positiven
Ruf am IMS absolut gerecht geworden und haben diesen mit Würde
vertreten und für die kommenden Generationen aufrechterhalten.
Letztendlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mich bei allen
Teilnehmern recht herzlich für diese wunderbare und unvergessliche
Woche zu bedanken. Sie wird wohl auf ewig in unserer Erinnerung
bleiben.

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