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Erfolgreiche und fruchtbare Seelsorgertagung im Stift Heiligenkreuz
Der Bundesseelsorger des Malteser
Hospitaldienst Austria (MHDA), Pfarrer Konstantin Spiegelfeld, lud zu
einer Seelsorgertagung ins Zisterzienserstift Heiligenkreuz.
Wie können wir im Sinne des Ordensgrundsatzes der „tuitio fidei“ den
christlichen Glauben der Mitglieder im Malteser Hospitaldienst
weiterhin wecken, fördern und unterstützen? Was ist das spezifische
inhaltliche Profil der kirchlichen Liebestätigkeit der Malteser? Diese
Fragen haben wir uns im April dieses Jahres im Rahmen unserer
regelmäßig stattfindenen Seelsorgetagung gestellt. Abt Gregor
Henckel-Donnersmarck war großzügiger Gastgeber im Stift Heiligenkreuz.
Priester, Verantwortungsträger und andere Mitglieder des MHDA beteten
gemeinsam, überlegten und planten. Die Enzyklika „Deus caritas est“ von
Benedikt XVI. war dabei in ihrer Aktualität für unsere Arbeit eine
hilfreiche Grundlage und oft Ausgangspunkt.

Nachdenken und Diskutieren bei der Seelsorgertagung in Heiligenkreuz.
Drei wichtige Themen konnten wir behandeln und dabei konkrete Schritte ins Auge fassen:
Nächstenliebe als Folge des Glaubens neu ‚buchstabiert’…
Neben der notwendigen technisch richtigen Behandlung, ist die
Menschlichkeit und damit die Zuwendung des Herzens zum Kranken und
behinderten Menschen für den christlichen Helfer charakteristisch.
Daher versuchen wir einen inhaltlichen Leitfaden auszuarbeiten und zu
erstellen, um den Glauben wieder neu zu ‚buchstabieren’, um „Glaubens
know-how“ zu vermitteln. Ein darum verstärktes Bemühen in der
Ausbildungszeit, monatliche Hl. Messen, sowie andere Zusammenkünfte in
den jeweiligen Bereichen oder gemeinsame Einkehrtage sollen dabei
helfen.
Katholiken und ihre besondere Sensibilität gegenüber anderen Religionen
Unsere Hilfe basiert auf unserem katholischen Glauben. Sie kommt allen
Menschen nach diesem christlichen Verständnis zu, unabhängig von
Religionszugehörigkeit und Weltanschauung. In der pluralen Welt von
heute ist daher eine große Aufmerksamkeit und Sensibilität des Helfers
gefordert. Die Handreichung „SOS – Als Christen im Einsatz“ wird in
Zusammenarbeit mit den Johannitern erweitert und mit dem Krankenreferat
der Erzdiözese Wien neu aufgelegt. Die christliche Gesinnung im
konkreten Einsatz kann dadurch gestärkt werden.
Glaubwürdigkeit durch Liebe
Die beste Verteidigung Gottes und des Menschen in seiner Würde besteht
in der Liebe. Durch ihr Tun wie durch ihr Reden, ihr Schweigen und ihr
Beispiel werden die Mitglieder glaubwürdige Zeugen Christi. Priester,
Diakone, so genannte ‚Katholische Peers’ (Mitglieder, die zu
Ansprechpartnern für religiöse Fragen ausgebildet werden und die sich
zur Verfügung stellen) und der klassische ‚Herrgottswinkel’ in den
Bereichszentralen sollen helfen dieses Selbstverständnis zu stärken.
Es waren inhaltlich reiche, von großer Gemeinsamkeit und Freundschaft
erfüllte Stunden. Den Gedanken und Gesprächen mögen nun konkrete Taten
folgen.

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