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50 Jahre Malteser Hospitaldienst Austria – ein intensives ‘Geburtstagswochenende’
Nach den intensiven und vor allem auch Kräfte und Ressourcen raubenden
zahlreichen Hilfskationen des Malteser Ordens während und nach der
Revolution in Ungarn entstand in direkter Folge im Laufe dees Jahres
1957 die Malteser Einsatzstaffel als Nucleus des späteren
Hilfsdienstes, heute Hospitaldienst.

Zwei Staatspräsidenten und der
Großkanzler des Ordens in Vertretung des Großmeisters , v.l.n.r.: neues
Mitglied des MHDA, Jean-Pierre Mazery, Heinz Fischer und László Sólyom.
Diesem Ereignis zu gedenken war die 50 Jahr Feier geplant und wurde
dank der umsichtigen Vorbereitung durch ein Koordinatinonskomitte unter
Führung des Kanzlers des Großpriorates von Österreich, Richard Steeb,
zu einem großen Erfolg.
Der erste Punkt der festlichen Tage, der offizielle Besuch des Fürsten
und Großmeisters Frá Andrew Bertie bei der Republik Österreich, der für
Donnerstag, 14. Juni geplant war, mußte wegen einer Erkrankung des
Großmeisters leider kurzfristig abgesagt werden.
Eine hochrangige Delegation der Ordensregierung nahm aber an den
nachfolgenden Feiern teil: Unter Führung des Großkanzlers des
Souveränen Malteser Ritter-Oordens, Jean Pierre Mazery kamen unter
anderem Großrezeptor Marquis Gian Luca Chiavari, die Mitglieder der
Ordens-regierung Bailli Fra' John MacPherson und Antonio R.
Sanchez Corea Jr. Die italienisch Assoziation war durch ihren
Präsidenten Fausto Solaro del Borgo, Marchese di Borgo San Dalmazzo
vertreten, die Schweizer Assoziation durch Graf Johannes Toggenburg,
die ungarische durch ihren Präsidenten György de Osvath. Für die
deutschen Malteser kam ein alter Freund der österreichischen Malteser,
der Präsidenten des MHD, Constantin von Brandenstein-Zeppelin. Der
ehemalige Großkomtur und frühere Vizekommandant des MHDA, Bailli Frá
Ludwig Hoffmann-Rumerstein zeigte ebenso seine Verbundenheit mit dem
MHDA, wie zahlreiche frühere und Alt-Mitglieder der unterschiedlichsten
Altersklassen.
Hochrangige Gäste am Geburtstag
Auch das diplomatische Corps war höchstrangig vertreten: Der
Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, ließ es
sich nicht nehmen, an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Der
Botschafter des Souveränen Malteser Ritterordens in Österreich,
Alessandro Quaroni war ebenso anwesend, wie unser ehemaliger Komandant
Dr. Martin Bolldorf der jetzige Botschafter der Republik Österreich
beim Heiligen Stuhl ist, der auch beim Souveränen Malteser Ritter Orden
mitakkreditiert ist, zahlreiche in Österreich und bei den
Internationalen Organisationen akkreditierte Botschafter anderer
Staaten und die Botschafter des SMRO in Albanien und Mazzedonien,
Günther Granser, bei der UNIDO und in Liechtenstein, Max Turnauer, in
Rumänien, Franz Alfred Hartig, der Vertreter des SMRO bei den Vereinten
Nationen in Wien, Botschafter Helmuth Liedermann, Botschafter Nicolas
Baron Adamovich de Cespin, der den Orden in Kroatien vertritt, Frau
Botschafter Maria Therese Pictets, Vertreterin des Ordens bei der UNO
in Genf und Botschafter Peter Canisius von Canisius, Vertreter des
Ordens in Kasachstan, Moldavien und Afghanistan. Besondere Freude löste
auch der Besuch des der früheren langjährigen Botschafters des Ordens
in Österreich Giacchino Baron Malfatti di Montetretto aus.

Höchstrangiger Besucher aus dem diplomatischen Corps der Republik
Österreich war der Generalsekretär für Auswärtige Angelegenheiten,
Johannes Kyrle, der selbst Ordensmitglied ist, und der Chef des
Protokolls Botschafter Ferdinand Maultaschl.
Am Samstag begann der eigentliche Feiertag mit einem Pontifikalamt,
zelebriert vom Chefkaplan des Ordens, dem stellvertretenden
Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz und Diözesanbischof
von Graz-Seckau, Konventualkaplan Großkreuz a. H., Egon Kapellari im
hohen Dom zu St. Stephan. Wieder war eine große Zahl von Ordensrittern
und Damen in Kukulle erschienen, die in feierlicher Prozession durch
das Haupttor in den Stephansdom einzogen. Viele Hopitaldienst
Mitglieder in Uniform, aber auch viele ehemalige Mitglieder waren
gekommen, um diesen feierlichen Gottesdienst mit uns zu feiern.
Vertreter des Johanniter Ordens, von Bundesheer, Behörden, der anderen
Rettungsorganisationen („Vier für Wien“ und Wiener Rettung) waren
ebenso zu Gast, wie viele mit den Maltesern verbundene Freunde und
Gönner, wie der Präsident von Malteser International Nicolas de Cock
und der Leiter des ungarischen MMSZ P. Szabo.

Nach der Predigt konnten 66 neue Mitglieder dem Prokurator ihr
feierliches Versprechen abgegeben und wurden vom Kommando herzlich als
neue Mitglieder willkommen geheißen.
Aufnahme der neuen Mitglieder des MHDA
Die von Domchor und Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister
Prof. Markus Landerer und Ernst Wally an der Orgel dargebotene Messe in
C-Dur (Krönungsmesse) von Wolfgang Amadeus Mozart und der Volksgesang
im vollen Stephansdom gaben die erfreuliche Stimmung dieser Hl. Messe
besonders gut wieder.
Nach Te Deum und feierlichen Auszug gab es nur eine kurze Pause: Denn
im nicht weit entfernten ehemaligen Theatersaal der Jesuiten in der neu
renovierten Anlage der Akademie für Wissenschaften in der Wollzeile
sollte um Punkt 12 Uhr der Festakt beginnen. Rund 750 Teilnehmer hatten
erwartungsvoll Platz genommen, als die Ehrengäste, geführt vom
Prokurator einzogen:
Neben den schon erwähnten Mitgliedern der Ordensregierung mit dem
Großkanzler Jean Pierre Mazery an der Spitze gaben uns zwei
Staatsoberhäupter die Ehre: Einem Vorschlag und Einladung von
Bundespräsident Heinz Fischer folgend, war auch der ungarische
Staatspräsident László Sòlyom gekommen, um dieses Geburtstages, in
Verbindung mit der Erinnerung an den blutigen Freiheitskampf der
Ungarischen Nation im Jahre 1956 zu gedenken.

Nach einem kurzen Video über die Entwicklung und die heutigen
Aktivitäten des MHDA begrüßte der Rezeptor des Großpriorates Franz
Harnoncourt-Unverzagt die zahlreichen Gäste, Mitglieder und Freunde des
MHDA.
In einer Grundsatzrede legte der Prokurator die Aufgabenstellung und
die positive Entwicklung des MHDA dar, der Großkanzler überbrachte die
Grüße des Großmeisters.
Schließlich gab es eine bewegende Rede des ungarischen Präsidenten in
fließendem Deutsch, sowie von Bundespräsident Heinz Fischer.
Mit den Hymnen des Ordens, Ungarns und Österreich ging der offizielle
Teil dieser großen Feier zu Ende, im Rahmen eines beeindruckenden
Buffets konnte man dann noch viele Gespräche im inoffiziellen Teil
führen.
Ein festlicher Ball, ausgerichtet von Andrea Loudon und Christoph
Calice im Palais Auersperg bildet den glanzvollen Abschluß eines
großen und denkwürdigen Tages.

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