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Med.Rat Gerhart Feucht ist 85 (in Worten: Achtzigfünf)
Die Altersangabe ist bewusst in Worten wiederholt, sonst könnte man an
einen Eingabefehler glauben. Gerhart Feucht, einer der treuesten
Malteser, macht immer noch Dienst und bewegt sich unter den – im
Schnitt – um die zwanzig Jahre alten Mitgliedern so, als wäre er einer
von Ihnen.
 Der Jubilar Med. Rat Gerhart Feucht.
Gerhart Feucht ist „spätberufener“ Malteser: Erst 1977
wird er Mitglied im MHDA. Damals Praktischer Arzt mit vielen Patienten
in den Familien unserer Freunde, haben wir ihn eingeladen, doch auch im
Hospitaldienst mitzuwirken.
Und wie er mitgewirkt hat …
Als
Bereichsarzt von Wien ging er mit viel Elan an seine Aufgabe heran und
wirkte in vielen Diensten, Wallfahrten und Großeinsätzen nicht nur als
Arzt, sondern verrichtete viele kleine Malteser Tätigkeiten, die ihm
wie spielerisch von der Hand gingen. 1983 war er als Chefarzt
anlässlich des ersten Österreich-Besuches von Papst Johannes Paul II.
für den gesamten Sanitätseinsatz aller Rettungsorganisationen unter
Führung des MHDA verantwortlich. Er hatte aber immer auch für die
großen Zusammenhänge zwischen den „acht Elenden“ und unserer täglichen
Arbeit ein offenes Auge, wies uns auf Notwendigkeiten hin und nahm
viele Dinge unbemerkt und doch effektiv selbst in die Hand.
Gerhart
Feucht ist ein Arzt, der von Akupunktur (der er sogar ein Buch gewidmet
hat) über Laser-Strahlen bis zu Schwedentropfen alle erdenklichen
medizinischen Mittel fachkundig einsetzt, um seinen Patienten optimal
zu helfen. Zu seinem 80er habe ich im Malteser Kreuz berichten dürfen,
dass er ganz wenige Tage nach dem Tod seiner geliebten Frau – wohl mehr
aus Versehen vom Diensthabenden angerufen – spontan zugesagt hat, und
schon wieder als Arzt in Uniform bei einer Ambulanz Dienst machte.
Verdiente Rangerhöhung durch den Großmeister
Seit
1979 als Magistralritter Mitglied des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens
(SMRO) wurde er wegen seiner besonderen Verdienste von S.H.u.E. dem
Fürsten und Großmeister 1987 zum Großkreuz rangerhöht, eine
Auszeichnung die er wahrhaft verdient.
In unserem Leitbild zitieren wir unseren Ordensgründer, den seligen
Gerhard, der sagt: „Unsere Bruderschaft wird unvergänglich sein, weil
der Boden, auf dem diese Pflanze wurzelt, das Elend der Welt ist, und
weil – so Gott will – es immer Menschen geben wird, die daran arbeiten,
dieses Leid geringer, dieses Elend erträglicher zu machen“. Man könnte
fast glauben, der selige Gerhard habe unseren Gerhart gekannt. Und:
Wenn Sie an einem der nächsten Wochenenden in die Ordination am
Börseplatz kommen, kann es gut sein, dass Ihnen Medizinalrat Gerhart
Feucht als – Ordinationshilfe – begegnet.
Das Gebot des Ordens für seine Mitglieder „obseqium pauperum“ –
„Fürsorge für die Bedürftigen“ ist ihm in Fleisch und Blut
übergegangen. Wenn jemand das Ideal des ritterlichen Herren in unserer
Zeit beschreiben sollte, wird er kaum an Gerhart Feucht vorüberkommen.
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Anton F. Gatnar
Erster Vizekommandant

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