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Polo Saison 2005: Notarzteinsatz im Klub
Der Polosport verdankt seine Einführung in Österreich insbesondere den Bemühungen von Fürst Otto Windisch-Graetz, Prinz Vinzenz Auersperg, Graf Ferdinand Kinsky und Graf Gizycki, die am 23. Oktober 1910 den „Reit- und Polo-Klub in Wien“ gründeten. Das war der Anfang einer damals wohl ungeahnten Entwicklung dieses Sportes in Wien, das zum Zentrum des mitteleuropäischen Polosportes werden sollte. Vom Jockeyklub, dem auch das Schloss Kottingbrunn gehörte, wurde der Platz in der Freudenau zur Verfügung gestellt, damit hatte der Reit- und Polo- Klub in Wien einen eigenen Spielplatz und noch vor Ende der Spielsaison 1913 wurde das Klubhaus (heute das Klubhaus des Golf Club Wien) eröffnet.
 Anton und Marie Gatnar, Alexandra Warenits, Gobert Skrbensky, Nora Drasche, Kalito with grooms.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde Polo bis zur Weltwirtschaftskrise 1932 intensiv gespielt, 1938 aber verboten. Erst 1991 wurde der Sport durch Baron Richard Drasche- Wartinberg mit der Gründung des „Polo Club Schloss Ebreichsdorf“ und der Gründung der Austrian Polo Association wieder eingeführt. Durch sein intensives Engagement konnten bald wieder internationale Turniere ausgetragen werden:
In der heurigen Saison 2005 wurde bereits jeden Monat ein Turnier veranstaltet, zwei große internationale Turniere, im Juni mit über 1000 Besuchern, bilden die jährlichen Höhepunkte.
Obwohl die Spielregeln nicht gerade „antropophil“ sind, etwa ist eine Spielunterbrechung nur bei einer Verletzung des Ponys nicht aber der Spieler vorgeschrieben, so ist doch bei Cup Spielen eine ärztliche Betreuung vor Ort Voraussetzung. Bei Geschwindigkeiten von über 40MPH ist auf jeden Fall die Technik der Spieler und manchmal auch die der Sanitäter und Ärzte gefragt. Durch die Verbesserung unseres Notarztsystems während der letzen Jahre und die Teilnahme am Wiener NAW System das vor allem Phillip Lütgendorf, Joachim Huber und Rudi Kramer zu verdanken ist, konnten wir heuer die gesamte Saison betreuen: An Ausscheidungstagen wurde ein Notarztwagen besetzt, bei Finaltagen an denen nicht nur etwas rasanter gespielt wird, sondern vor allem auch mehr Zuschauer zu betreuen sind, war ein vierer Team mit Fahrer, zwei Sanitätern und einem Notarzt vor Ort (Figure 3). Beim Sal Oppenheim Cup kooperierten wir mit dem lokalen Team der Samariter.
Die Termine auf der Dienstliste waren schnell ausgebucht, bieten doch die Veranstaltung ein medizinisches Spektrum von der orthopädischen Überlastung über die unfallchirurgische Akutversorgung bis zur Notfallintervention – trotzdem vielen Dank, dass Ihr Euch am Wochenende Zeit genommen habt!
Bezüglich der Unterstützung dieser Einsätze möchte ich insbesondere Christine Lattenmayer erwähnen, die für uns am Anfang der Saison kurzfristig eine flexible Einsatzstruktur geschaffen hat und so die Betreuung aller Turniere ermöglichte.
Alle jenen, die Polo auch im Winter nicht missen möchten kann ich nur empfehlen nach Kitzbühel, St. Moritz oder Klosters zu fahren, wo auf Schnee gespielt wird: Termine sind unter www.poloclub.at link Kontakte zu erfragen. Für die nächste Saison planen wir zum Auftakt ein medical update das voraussichtlich im März stattfinden wird.

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