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Bereich Salzburg: Wallfahrt nach Altötting
Eine wunderschöne Buswallfahrt in den größten deutschen Pilgerort Altötting organisierte die Einsatzleiterin Lisi Moßhammer. Auf den gemeinsamen Pilgerweg machten sich 11 Betreute und 16 Malteser aus dem Salzburger Bereich. Unsere Pilgergruppe wurde in Altötting noch durch einige weitere Salzburger Malteser vergrößert. Bei herrlichstem Sommerwetter starteten wir frühmorgens gut gelaunt in das benachbarte Bayern. Rupert mit dem Salzfaßl, der heilige Bischof von Salzburg, hat vor 1300 Jahren den ersten Bayernherzog in Altötting getauft. So jedenfalls erzählt die Legende. Damit gab Rupert, der Apostel der Bayern, einem schon damals alten und heiligen Platz neue, symbolkräftige Bedeutung als Taufstätte und Herz des christlichen Bayern. während der Busfahrt stimmten wir uns durch gemeinsame Gebete und Lieder gedanklich auf die Wallfahrt ein. Am Ziel angekommen schlossen wir uns dem großen Pilgerzug der bayerischen Malteser an der Schwarzen Madonna vorbei zur Basilika St. Anna an. In der Basilika St. Anna feierten wir eine sehr schöne Messe. Der Sinn der Wallfahrt und der Leitgedanke der Malteser – nämlich der Glaube und die Hilfe für die Bedürftigen – wurden durch die beeindruckenden und deutlichen Worte des Bischofs von Passau, aber auch aller anderen Mitwirkenden, wieder nachhaltig in unser Bewusstsein gerückt.
Nach dem obligaten Erinnerungs-Gruppenfoto stärkten wir uns bei den „Zwölf Aposteln“, danach wollten wir die Schwarze Madonna in der Gnadenkapelle besuchen und ihr unsere Bitten anvertrauen. Die Gnadenkapelle ist unübersehbar am weiträumigen Kapellplatz. Im Jahre 1489 wurde die Madonna zum Wallfahrtsziel und Gnadenbild, weil von zwei Wundern berichtet wurde, wonach die Heilige Mutter Gottes zwei Kinder wieder zum Leben erweckt haben soll. Da man die Schwärzung durch Kerzenrauch und Silberoxydation beließ, wurde es zur weltberühmten „Schwarzen Madonna". Mehr als 2000 Votivtafeln im Umgang der Gnadenkirche zeugen von inständigen Bitten um Hilfe oder vom Dank für erwiesene Gnade. Drinnen, neben dem Gnadenbild, einer frühgotischen Mutter Gottes vom Beginn des 14. Jahrhunderts, kniet der "Silberprinz", Max III. Joseph. Sein Vater, der Kurfürst und Kaiser Karl Albrecht, hat die Figur aus 41 Pfund Silber treiben lassen, weil das Kind von einer lebensbedrohlichen Krankheit genesen war.
Die Mirakeltafeln aus spätgotischer Zeit im Umgang der Kapelle und die Aufzeichnungen der Mirakelbücher erzählen vielfältig von erwiesener Hilfe. Die Kunstwerke in der Schatzkammer sind Zeugnis der Dankbarkeit der Menschen. Die vielen Pilger, jung und alt, beweisen das ganze Jahr über, dass der Glaube und die Hoffnung auf himmlischen Beistand noch nicht aus der Mode gekommen sind. Nach unserem Besuch bei der angebeteten Jungfrau feierten wir die Andacht vor der Gnadenkapelle. Vom langen Tag und den vielen Eindrücken schon etwas erschöpft, setzte sich der Pilgerzug wieder in Richtung Busparkplatz in Bewegung. Als wir zurückmarschierten, zeigten uns unsere betreuten Begleiterinnen und Begleiter einmal mehr, mit welcher Energie sie bei solchen Veranstaltungen mitmachen, und dadurch geben sie uns immer wieder Kraft und Motivation.

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