Malteser Kreuz

Ein Dorf aus Zelten: Katastrophenübung des Bereiches Wien

Heuer fand unsere alljährliche Katastrophenübung im Angererdorf des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf statt, welches uns vom Bundesheer dankenswerterweise zu Verfügung gestellt wurde. Bei brütender Hitze wurde bereits am Vortag des öbungstages das Material im Angererdorf verstaut, Mannschaftszelte, Feldküche und Infrastruktur, inklusive Wasserversorgung (z.B.: Zeltduschen) etc, aufgebaut.

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Schwierige Aufgabe: Bergung zweier Schwerverletzter aus einem Schacht und einem Kanal.

Am Abend wurde uns unter der Leitung von Alix Bolldorf aufs Neue deutlich gemacht, dass man auch aus Feldküchen Haubenmenüs zaubern kann. Am nächsten Morgen ging der öbungsbetrieb los. Der Zweck der heurigen öbung war hauptsächlich die Handhabung unseres Katastrophenmaterials. Die Kunst Zelte und Feldbetten auf- und abzubauen ist schwerer als man denkt und selbst im Zeltbau erfahrene Malteser plagen sich, wenn sie nicht mehr in öbung sind. Ca. 20 Zelte (kleine und große Mannschafts- und Küchenzelte) wurden auf diese Weise aus dem Boden gestampft und konnten auf ihren Zustand geprüft werden.
Weiters lernten wir das Handling von Notstromaggregaten sowie die Gefahren bei Nutzung eben dieser. Auch ein Hydrant wurde beübt: wir durften die Wasserschläuche an- und abmontieren und befreundeten uns mit den verschiedenen Werkzeugen, die dafür notwendig sind. Ebenso wurde das richtige Einweisen von Fahrzeugen geübt.

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Bereichsseelsorger Konstantin Spiegelfeld bei der Feldmesse.

Bei einer theoretischen Station wurde die Planung und Infrastruktur von Sanitätshilfsstationen (kurz SanHist) durchgenommen und an Hand eines Spielbretts mussten wir die (nach den Gegebenheiten des jeweiligen Ortes) sinnvolle Platzierung von Zufahrten, des KFZ-Sammelplatzes, der Triagestellen, etc durchüben. Natürlich gab es auch eine Bergestation, zwei in einen engen Schacht gestürzte Personen wollten fachgerecht geborgen und verarztet werden. Am späteren Nachmittag sollten wir den Aufbau eines Zeltdorfes üben. Die öbungsannahme war, dass wir nach einem Erdbeben für eine Anzahl von 120 Personen für ca. zwei Monate eine Zeltstadt durchplanen und schlussendlich aufbauen sollten.
Geplant werden mussten die richtige Platzierung der Sanitäranlagen, der Küchen- und Mannschaftszelte, die Wasserversorgung, sicherere Orte für die Notstromaggregate finden, etc, sowie auch die Miteinbeziehung der 120 Personen in den Ablauf des Aufbaus. Die Ausführung fiel leider buchstäblich ins Wasser, denn Petrus war uns nicht wohlgesonnen und ließ einen Wasserfall auf uns herab. (Es gibt unglaublicher weise Abstufungen im total durchnässt sein - unsere Hemden sind unglaublich saugfähig.)
So teilten wir uns in zwei Gruppen und nahmen die Planung noch einmal theoretisch an Ort und Stelle durch. Nachdem sich alle wieder einigermaßen trockengelegt hatten, konnte das Abendessen genossen werden und als es wieder aufgeklarte, Ließen wir den Abend bei Lagerfeuer ausklingen. (und das restliche nasse Gewand trocknen) Am nächsten Tag feierten wir noch eine Feldmesse bevor das Material wieder eingepackt und auf den Börseplatz gebracht wurde. Einen herzlichen Dank an die Einsatzleitung und den Stab, die einen reibungslosen Ablauf des öbungsbetriebes und eine
besonders gelungene Katastrophenübung organisiert haben.
Ein besonderer Dank gilt all jenen, die bis nach Mitternacht am Börseplatz gearbeitet haben um wieder ein möglichst sauberes Material im Lager zu deponieren!

  •  Cornelia Ruber

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Letztes Update dieser Seite: Montag, 15. August 2005 um 17:27:46 Uhr
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