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5. Malteser Wildwassercamp in den Wildalpen
Großzügige finanzielle Unterstützung wurde von der Aktion Licht ins Dunkel unseren behinderten Betreuten des Malteser Hospitaldienstes für das Wildwassercamp 2004 letzten Sommer auf der Salza zur Verfügung gestellt.
 Wildwasserpaddeln: Ein Naturelebnis in Verbindung mit Sport und Spaß.
Das bedeutete, dass diesmal 8 Boote mit insgesamt 24 Teilnehmern diese ereignisreichen und spannenden Tage miterleben konnten. Besonders für unsere Manuela Jarosch, die seit ihrer Geburt schwerst körperbehindert ist, war dieses Ereignis eine neue Dimension an Erfahrung mit Sport und Natur.
Mit drei Malteser Einsatzfahrzeugen traf der große Trupp am Donnerstag den 29 Juli nachmittags bei unseren immer so fürsorglichen „Pflegeeltern“ Pension Rosa Formann im herrlichen Almtal Hinterwildalpen ein. Bereits zum Nachtmahl kamen unsere Wildwasserlehrer zur Einsatzbesprechung und wir stimmten Material und Personal für unsere acht behinderten Freunde genau ab. Mit unsinkbaren Schwimmwesten, Neoprenanzügen, sicheren Helmen und professionell umgebauten Schlauchkanadierbooten konnten wir Malteser einen gefahrlosen Ablauf für die nächsten Tage garantieren. Nach dem "Wahnsinns"-Frühstücks-Buffet von unserer Rosa in der Morgensonne mitten auf der grünen Wiese, ließen wir die Boote in einen sehr seltenen befahrenen Abschnitt der Salza ins Wasser.
 Ein besonderer „Einsatz“: Im Malteser-Kajak durch die 'Malteser-beflaggte Salza.
Weitab von jeder Zivilisation begannen wir durch das türkisblaue glasklare Wasser zu gleiten. Floh schrieb: "Aufregend war die erste Flussüberquerung, die aber Dank der ruhigen und klaren Anweisungen unserer Lehrer aber problemlos gelang. Nach der ersten überwundenen Stromschnelle fühlten wir uns bereits ganz sicher". Florian der "fast Einheimische Kajakhase" sicherte den manchmal sich bis zu 500 Meter erstreckenden Tross nach vorne hin ab; auf einmal entdeckte er auf einem steilen Schlag eine Gämse, die sich sonnte. Floh, der alte Jäger, rechnete sofort an der theoretischen Schußdistanz.
Manuela jubelte, als plötzlich vor ihr mitten aus dem Wasser eine große Forelle sprang. Am Abend übersetzte dann Kathi von ihrer Sprechtafel: "Wie ich zum ersten mal im Boot gesessen bin und wir losgepaddelt sind, da war ich sehr aufgeregt, aber nach einiger Zeit war die Aufregung weg, denn ich habe so viel gesehen: die herrliche Natur, das klare Wasser, die Gämsen und die Kühe, die beim Wasser getrunken haben, während wir an ihnen vorbei gepaddelt sind." Erschöpft aber glücklich sind wir spät nachmittags zurückgekehrt, doch war der Tag für uns Maltis noch lange nicht zu Ende. Material ordnen und reinigen, die acht Boote überprüfen, bzw. alle Sitze für unsere behinderten Teilnehmer nachjustieren; dann duschen, pflegen, essen und noch die Personal Einsatzbesprechung für den nächsten Tag. "Komisch keiner von den Teilnehmern ersuchte anschließend die Einsatzleitung um Ausgang!?" Auch das Aufstehen am nächsten Tag in der Früh war sichtlich kein leichtes Unterfangen, sollte wohl der Konditionsaufbau gesteigert werden?
Gesagt - getan, mit Lunchpaketen viel Flüssigkeitsvorrat und mit einer Menge Sonnencreme ausgerüstet starteten wir zum technisch wesentlich anspruchsvolleren Teil der Salza: Vermehrte Stromschnellen, kleinere Walzen, höhere Wellen, größere Gischt mussten von uns bewältigt werden. Florian wies uns vorher mit seinem Einzelkajak genau ein, damit wir auch in die heiklen Stellen immer richtig und genau einfuhren. Manuela strahlte und schrieb: "Als wir so auf den wilden hohen Wellen gepaddelt sind war dasfür mich ein wunderschönes Erlebnis." Auf einer Sandbank wurde „gelabt und geölt“, und fast alle von uns sprangen in das kühle klare Nass.
Anschließend zum Abendessen fuhren wir zu einer gemütlichen Bauernstube wo bereits der Wirt über den Gemeinderat von den herzlichen und im Behindertensport erprobten Malteser erfahren hatte. So ein Ruf verpflichtet! Nach der ergiebigen Kalorienzufuhr entzündete unser "Sprengmeister" Georg, das von der Firma Pinto in der Wachau zum Teil gesponserte große Feuerwerk. Mit dieser Aktion breitete sich unser „Dasein“ endgültig im ganzen Tal aus. Wir wären keine richtigen Malteser, wenn wir nicht auch Sonntag Früh ordentlich adjustiert in Uniform die Hl. Messe besuchten. Der Herr Pfarrer begrüßte unsere behinderten Teilnehmer und uns Malteser sehr herzlich und zeigte uns nach dem Gottesdienst stolz seine Kirche.
Inzwischen wurde bereits von der Wildwasserschule Liquid - Livestyle der Wettkampfparkur professionell vorbereitet und aufgebaut. Beflaggt mit unseren "Malteserkreuzen" starteten unsere acht Schlauchkanadier in die Wettkampfschlacht. Verbissen und unter den Anfeuerungsrufen aller "Sportler" wurde um die begehrten Goldmedailien gekämpft. Auch heuer waren wieder alle Boote zeitgleich und es gab nur Gewinner. Manuela Jarosch schrieb uns: "Ich bitte, dass das Wildwassercamp noch viele Jahre stattfindet, denn auch anderen behinderten Menschen sollten das herrliche Gefühl erleben, das ich beim Paddeln erleben durfte."
Allerdings ohne den zahlreichen Spenden der vielen Malteserkreuzleser wären solche Projekte nicht möglich. Vielen herzlichen Dank im Namen unserer Betreuten! Bedanken möchten wir uns auch im Besonderen bei unseren großzügigen Sponsoren: Aktion Licht ins Dunkel: ChristineTschürz-Kny; Wildwasserschule Liquid-Livestyle: Wolfgang Winkler; Feuerwerke Pinto: Walter und Thomas Köchl, Pension Formann: Walfred und Rosa Formann; Ordensdelegation Wien NÖ: Delegat Olivier Laudon; Hospitaldienst Bereich Wien: Ninin Bolldorf; Lele Machanek; sowie Christian, Conny, Harry, Wolfi, Rene, Roman, Sophie, Corinna, Florian, Floh, Martina, Georg, Xandy, Kathi, Michael, Steffi, Manuela, Rudolf, Thomas, Cecily, Barbara, Rigel, Gerald, Rudi.
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Manuela Jarosch, Mag. Florian Bauer und Dr. Florian Kremslehner

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