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Brüssel Sonderdienst im Oktober 2004
Am 23.Oktober fand sich ein Häufchen Reiselustiger am Wiener Flughafen ein, bereit in unseren SD nach Brüssel zu starten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir natürlich noch nicht, dass Brüssel eine Menge tückischer Kopfsteinpflaster hat, die seit den Römern offensichtlich nicht mehr erneuert wurden.
 Ein interessanter Besuch im Herzen der EU, dem Europaparlament.
So wurden unsere ersten Spaziergänge durch Brüssel auch zu einer sportlichen Herausforderung, da wir unsere Rollis über unüberwindbar erscheinende Schlaglöcher heben mussten um endlich den heiß ersehnten Manneken-Pies zu besichtigen. Nach einem kurzen Gruppenfoto unter einer Horde Touristen (Manneken-Pies war ganz unorthodox völlig unbekleidet und anscheinend umso interessanter) stürmten wir das erste belgische Beisl. Hier entdeckte Christian seine Liebe zum belgischen Hoegaarden, auch wenn wir´s bis zum heutigen Tag nicht aussprechen können. Macht aber nichts, denn zum Leidwesen unseres Einsatzleiters spricht man in Brüssel eh nicht Niederländisch - auch wenn es Warmold entzückenderweise immer wieder versuchte. So genossen wir also unser unaussprechliches Bier und köstliche belgische Pommes frites.
 Brüssel kennenlernen: touristisch und kulinarisch.
Der erste Tag war viel zu schnell vorbei, wir kehrten in unser sehr zentral gelegenes, heimeliges aber nur mit einem Lift ausgestattetes Hotel zurück. Nach den üblichen Umgestaltungen - mehrmaliges Umziehen von Zimmer zu Zimmer, Bettenoptimierung mit ausgehängten Türen etc. - und kurz bevor die Hotelbesitzer verzweifelten, konnten alle ins warme Bett fallen, um sich für den nächsten Tag zu rüsten. Da ging´s dann nach einem köstlichen Frühstück mit Pain au chocolat und frischen Croissants zuerst mal in die deutsche Messe, wo wir sehr herzlich empfangen wurden - und das erste behindertengerechte Klo fanden. Lucy gönnte ihren Nieren erstmals ein bisschen Wasser und dann ging´s los zu echten belgischen Waffeln. Mit völlig verpicktem Magen schummelten wir uns an Leonidas, Neuhaus und anderen Schoko-Paradiesen vorbei zum Dom, wo unser Architekt Sigi einen kurzen Kunstvortrag hielt und in Christian einen begeisterten Zuhörer fand ...
Abends fuhren wir dann zu einem der Höhepunkte unseres Brüsselaufenthalts, einem gemütlichen Abendessen bei Moritz Röttinger, der uns nicht nur in der Organisation des SD sehr geholfen hat, sondern auch seine Gastfreundschaft, Kochkünste und köstliche Weine anbot! An dieser Stelle sei auch unser luxemburgische Transporter erwähnt, mit dem wir dank Moritz völlig orientierungslos aber sehr bequem durch Brüssel kurvten, sodass unsere Betreuten der Brüsseler Metro entgingen. Am nächsten Tag gab´s dann noch einen Besuch des Europaparlaments, wo wir nicht nur die modernen Sitzungssäle (und Klos) besichtigten, sondern auch Stephan Pinter, der uns freundlicherweise führte, einer peinlichen politischen Befragung unterzogen. Wir erfuhren so viel Interessantes über die Abläufe im europäischen Parlament.
Nach einer kurzen Verschnaufpause (mit Hoegaarden) ging´s weiter zum Empfang der österreichischen Botschaft zu Ehren des Nationalfeiertags und des Kommissars Fischler. Nach einigen hochinteressanten Reden, denen wir aufmerksamst lauschten (!), begann der Sturm aufs Tiroler Buffet. Auch diese großartige Gelegenheit, einen kleinen Einblick in die wahren Vorlieben der Brüsseler Diplomatie zu gewinnen, verdanken wir Moritz, ein großes Dankeschön an dieser Stelle!
Unser Sonderdienst ging natürlich viel zu schnell zu Ende, am 26. Oktober saßen wir schon wieder im Flugzeug nach Wien, wo wir uns nur schweren Herzens verabschieden wollten.
Unser abschließender Dank geht natürlich an Licht ins Dunkel, die den Ausflug erst ermöglichten, an Warmold, Sigi und Moritz für ihre großartige Organisation und Leitung, besonders aber auch an die Bereichsleitung und das Kommando für ihre Flexibilität und Unterstützung im unmittelbaren Vorfeld des Sonderdienstes.

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