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Fundierte Ausbildung ist unser zentrales Anliegen!
Jedes Jahr "rücken" junge, engagierte Menschen beim Malteser Hospitaldienst zu einer zweisemestrigen Ausbildung ein, die mit Rücksicht auf die Berufsausbildung zumeist an Abenden oder am Wochenende stattfindet. Eine Ausbildung fürs Leben - in jeder Hinsicht.
Um eine Sanitäterausbildung beim Malteser Hospitaldienst beginnen zu können, mußte man als junger Mensch nicht nur Interesse zeigen, sondern auch das 18. Lebensjahr (und damit die Matura) hinter sich gelassen haben. "Doch nun", meint der Ausbildungsleiter des Bereiches Wien, Bernhard Supp, "haben wir ein Versuchsprojekt gestartet und die Aspiranten können schon mit 17 Jahren zu uns in die Ausbildung kommen".

Der Erste Hilfe Kurs ist ein wichtiger Schritt am Weg zum Malteser.
Eleonore Lobmayr, für die Ausbildung mitverantwortlich, fügt hinzu: "Doch neben den wichtigen Themen wie Erste Hilfe, Rettungswesen, Santechnik, Hygiene oder Krankenpflege, steht die Grundeinstellung zum christlichen Glauben und zu katholischen Werten im Vordergrund. Das unterscheidet uns vielleicht von anderen Rettungs- oder Hilfsorganisationen, bei denen vor allem die hohe Professionalität von Bedeutung ist".

Sanitätstechnik ist ein wichtiger Teil der Ausbildung.
Vortragende und Trainer sind geprüfte Spezialisten im jeweiligen Themengebiet. Im ersten Semester werden 80 Ausbildungsstunden angeboten, im zweiten Semester rund 70 Stunden mit zusätzlich rund 120 Praxisstunden, als "Beiwagerl" im normalen Dienstbetrieb beim Krankentransport, den Ordinationsdiensten, den Pflegediensten oder bei Sondereinsätzen.

Lernen macht auch Spaß - oder?
Ausbildungsschwerpunkte sind: Erste Hilfe, Rettungswesen, Santechnik (z.B. Rollstuhlhandling, Funkverkehr, Bergung, Transport), Hygiene, berufsspezifische Grundlagen, Anatomie, die Störungen der Vitalfunktion, Gynäkologie/Geburtshilfe, Kinderheilkunde, chirurgische, pulmonale und cardiologische Notfälle. Sodann Medikamentenkunde, neurologische und toxikologische Notfälle, sowie der komplexe Bereich der Streßbewältigung. Nicht zu vergessen: Themen geistiger religiöser Grundlagen sowie der Malteser-Ordensgeschichte.
Bernhard Supp: "Den psychologischen Teil absolvieren wir in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wien." Über all diese Themen müssen mündliche oder schriftliche Prüfungen abgelegt werden. "Regelmäßige Anwesenheit und die Mitarbeit sind uns jedoch auch sehr wichtig", ergänzt Eleonore Lobmayr.

Die Reanimation kann man gar nicht oft genug üben.
Bernhard Supp: "Die Bewältigung von Katastrophen und Großschadensereignissen übt unsere Ausbildungsgruppe zusammen mit unseren Einsatzkadern und Mitgliedern des Roten Kreuzes im Rahmen einer inszenierten Übung zumeist mit Rettung, Feuerwehr und dem Bundesheer, sozusagen ´in freier Wildbahn’. Da lassen Realitätseffekte keinen Wunsch offen. Hier lernt man - oft zum ersten Mal -, richtig mit dem eigenen Streß umzugehen, wenn einem am Unfallort nicht nur grauenhafte Szenen ins Auge springen, sondern man trotz Hilfeschreie ruhigen Kopf bewahren soll".
Gelegentlich ist man auch mit Mehrfachnutzen in der Ausbildung unterwegs: Die Ausbildungsgruppe macht in der Assistentenrolle in den Erste-Hilfe-Kursen in den Wiener Fahrschulen für die Führerscheinprüfung mit und kann dann später selbst in diesen Kursen vortragen. Doch auch die Nähe zum behinderten, zum kranken oder betagten Menschen ist wichtig: Die richtige und umsichtige Pflege kann im Hospiz "Haus Malta" oder auf den Walfahrtszügen (z.B. nach Rom oder Lourdes) gelernt und gleich geübt werden. War die Prüfung positiv, stimmt die Grundeinstellung zu den sozialen Diensten, ist auch der Charakter und die religiöse Einstellung akzeptabel, steht der feierlichen Aufnahme des jungen Menschen in den freiwilligen Dienst "am Herren Kranken" nichts mehr im Weg.

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