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"Bring einen Stein ins Rollen ..." war das Motto der Malteser-Lourdes-Pilgerfahrt 2004
"Geh zu den Priestern und sage ihnen, man soll in Prozessionen hierher ziehen!" Diesen Auftrag gab "die schöne Dame" (Die Muttergottes) im Jahre 1858 der 14jährigen Bernadette Soubirous. Und so zog auch am 30. April 2004 eine Prozession von Wien Richtung Lourdes.
 Typisches Lourdes Wetter – Regen und Schnupfen
Um 7.30 Uhr verlässt der Pilgerzug, verabschiedet von Kardinal Christoph Schönborn und dem Generaldirektor der ÖBB, Rüdiger vorm Walde, den Wiener Westbahnhof. Rund 290 Menschen begeben sich auf eine fünftägige Pilgerfahrt. Eine Reise mit Freuden, Leiden und auch Mühsal – anstrengend, aber letztendlich erfüllend!
Lourdes – ein Wunder?
Was macht Lourdes, ein Städtchen am Fuße der Pyrenäen zu diesem Platz der Kontemplation, der Andacht? Im Jahr 1858 sammelte die 14jährige Bernadette, Tochter einer armen Taglöhnerfamilie mit zwei anderen Mädchen Holz. Da erschien ihr in einer Höhle eine "schöne Dame", mit weißem Kleid, blauer Schärpe, an jedem Fuß eine gelbe Rose, wie ein Rosenkranz. Bernadette begegnete diese Erscheinung noch einige Male. Diese versprach ihr, sie glücklich zu machen – wohl nicht in diesem Leben, aber sicherlich im nächsten.

Auf Anweisung der "Dame" betete Bernadette für die Bekehrung der Sünder. Sie veranlasste, dass am Ort der Erscheinung eine Kapelle erbaut wurde und grub mit bloßen Händen ein Loch – die wundersame Quelle.
Bernadette musste für die Gnade der Erscheinung viel erdulden: Verleumdungen, Verdächtigungen, Anfeindungen. Erst 35jährig starb sie im Kloster von Nevers an Asthma. Bei ihrer Seligsprechung, 30 Jahre später, wies ihr Leichnam nicht die geringste Spur von Verwesung auf – ein Wunder? Lourdes in Frankreich, Guadeloupe in Mexico und Fatima in Portugal sind die meistbesuchten marianischen Wallfahrtsorte der Welt. Kirchlich anerkannt wurden in Lourdes bisher rund 70 dokumentierte Heilungen.
Spirit von Lourdes
"Die Mutter Gottes ist unser aller Mutter", erklärt eine "Malteserin" ihrer Betreuten bei der morgendlichen Andacht vor der Grotte. Und so pilgern wir alle, wie Kinder Gottes, tagtäglich zur Grotte. Auch mich hat der "Spirit von Lourdes" gepackt – jeden Tag ein bisschen mehr, stärker, intensiver, … Die Trolleys mit den ziehenden, schiebenden Betreuern, kreuz und quer durch den Heiligen Bezirk eilende Betreuer, wehende Umhänge, unterschiedlichste Häubchen, Rollstühle, Sonnenbrillen, einsam betende Menschen, jung und alt, all das gehört bald zu einem vertrauten Bild – unvergesslich. Der Weg vom Hotel zum Accueil, dem Hospiz, in dem unsere "Herren Kranken" untergebracht sind, wird zur "Piste" – ein ständiges Kommen und Gehen, Bewegung, Lebendigkeit. Das Abfüllen des Quellwassers, Einkaufen von Souvenirs und gemeinsames Cafetrinken, Kartenschreiben: All diese Tätigkeiten lassen die Grenzen vom Betreuer zum Betreuten verschwinden. Robert, ein "alter Hase", achtet aus seinem Rollstuhl heraus, dass auch ich zum Essen komme – wir vergessen nicht aufs Lachen und Scherzen! Wir alle sind unterwegs, um das Wunder von Lourdes zu erfahren: Zufriedenheit, Hoffnung und Zuversicht, dass wir vertrauen können … !

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