Malteser Kreuz

Zweiter Valletta-Ball für Behinderte und Malteser

Mitte Februar, praktisch zum Höhepunkt der Ballsaison, fand im Festsaal "Valletta" der Wiener Malteser am Börseplatz zum zweiten Mal der von der Gruppe 4 organisierte Ball für unsere Betreuten und Mitglieder statt. Jede auch noch so alte Tradition hat irgendwann ihren Ausgang genommen, und als Mit-Organisator sowie "Ballpräsident" wagt der Autor zu behaupten: Der Valletta-Ball wird aus dem Wiener Ballkalender nicht mehr wegzudenken sein. Ein kleiner Rückblick soll dem Leser einen Eindruck des Glanzes dieses Abends verschaffen, den über 50 Ballbesucher erleben durften.

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Ein Höhepunkt der Ballsaison im Festsaal "Valletta"
für Bereute und Betreuer, organisiert von der Gruppe 4.

Bei Einlass um 18 Uhr wurde ein Sektcocktail gereicht - eine kleine Spende von Herrn Holger Hügelsberger aus dem Haus Schlumberger -, der die nach und nach eintreffende Festgesellschaft in die Stimmung und Lage versetzte, die Aufgaben des Eröffnungskomitees wahrzunehmen. Zu den Klängen der Polonaise in A-Dur von Frederic Chopin fand der Einzug in freier, aber feierlicher Form statt. Nachdem der "Ballpräsident" die Tanzveranstaltung mit einem traditionellem "Alles Walzer" eröffnet hatte, brach heitere Tanzlust im Saal aus. Hierbei konnte man die Erfahrung machen, dass ein "steigender Stöckel" dem zarten Herrenfuß mehr zusetzt als ein rollendes Rollstuhlrad! Der erschöpfte Ballbesucher konnte sich im Laufe des Abends an Gulaschsuppe gütlich tun, während er sich mit den zahlreichen Ballgästen austauschte, wobei (wie üblich) die Ballroben der Damen und die innovativen Tanzstile der Herren die Gesprächsthemen waren.

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"Alles Walzer" machte Stimmung.

Den Höhepunkt des Balls und zugleich dessen rauschenden Abschluss bildete die Quadrille, welche von Constanze Silberbauer mit der mittlerweile äußerst motivierten Tanzgesellschaft einstudiert wurde. Hier stellte sich interessanterweise heraus, dass nicht ein elektrischer Rollstuhl, sondern viel mehr das mangelnde Erinnerungsvermögen des einen oder anderen Herren die Harmonie der gleichzeitig auszuführenden Bewegungen störte. Schließlich wurden alle sechs Touren dank der dezent gebrüllten Anweisungen von Constanze beinahe ohne Fehltritt absolviert, es herrschte Begeisterung im Saal.

Nun trafen schön langsam die Chauffeure ein, um die Ballgäste wieder sicher nach Hause zu bringen – mit den Klängen der Fächerpolonaise im Ohr und vielleicht einem klitzekleinen "Schlumberger-Damenspitzerl"…

  •  MLM

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Letztes Update dieser Seite: Freitag, 30. April 2004 um 0:27:44 Uhr
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