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Lebenslauf von Bischof Manfred Scheuer

Er wurde am 10. August 1955 in Haibach, Oberösterreich geboren. Nach der Matura studierte Scheuer an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Linz Theologie und trat in das Linzer Priesterseminar ein. Von 1976 bis 1981 setzte er seine Studien an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom fort. 1979 schloss er seine Studien mit dem Baccalaureat und 1981 mit dem Lizentiat ab.

Seelsorger in Linz: Am 10. Oktober 1980 wurde Manfred Scheuer in Linz zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er bis 1985 als Seelsorger in der Diözese Linz. Von 1985 bis 1988 war Scheuer Assistent beim bekannten Theologen Gisbert Greshake am Institut für Dogmatik und Ökumene an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg (Deutschland). Dort vollendete er im Jahr 1989 seine Dissertation.

Von 1988 bis 1996 war Manfred Scheuer Spiritual im Priesterseminar der Diözese Linz. In diese Zeit fällt auch seine Lehrtätigkeit an der Katholischen Theologischen Hochschule in Linz.

Lehrtätigkeit in Österreich und Deutschland 1997 kehrte Scheuer an den Ort seiner Studienzeit, nach Freiburg zurück und bereitete sich auf die Habilitation vor, die er im Februar 1999 abschloss. Von 1999 bis 2000 lehrte Manfred Scheuer unter anderem in Freiburg i. Breisgau, Salzburg und St. Pölten. Seit dem Wintersemester 2000/2001 ist Manfred Scheuer Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier. Am 21. Oktober 2003 ernannte Papst Johannes Paul II Manfred Scheuer zum neuen Bischof der Diözese Innsbruck.

Ernennungsdekret

Papst Johannes Paul, Bischof und Diener der Diener Gottes, entbietet seinem ehrwürdigen Bruder Manfred Scheuer, Mitglied des Klerus der Diözese Linz, dem bisherigen Professor an der Theologischen Fakultät in Trier, nunmehr erwähltem Bischof von Innsbruck, Gruß und Apostolischen Segen.

Am selben Tage, an dem wir mit großer Freude die neuen Kardinäle der Heiligen Römischen Kirche eingesetzt haben, richteten wir unsere Aufmerksamkeit und Sorge auf die geschätzte Diözese Innsbruck, die nach der Versetzung unseres verehrten Bruders Alois Kothgasser auf den Metropolitansitz von Salzburg ihren Hirten verloren hat. Für sie wollen wir nun Sorge tragen, damit diese Ortskirche nicht etwa Schaden erleiden möge.

Dieses Hirtenamt zu übernehmen, halten wir dich, ehrwürdiger Bruder, für geeignet, der du dich unter den Priestern durch gediegene Gelehrsamkeit, durch Klugheit, Liebe und Frömmigkeit auszeichnest.

Nach Entgegennahme des Vorschlages der Bischofskongregation ernennen wir dich daher in Ausübung unserer Apostolischen Vollmacht und Autorität, zum Bischof von Innsbruck: Wir verleihen dir zugleich alle entsprechenden Rechte und legen dir alle diesbezüglichen Verpflichtungen auf.

Du hast das Glaubensbekenntnis in Gegenwart eines katholischen Bischofs abzulegen und den Treueid uns und unseren Nachfolgern auf diesem Apostolischen Stuhl gegenüber in der dafür festgesetzten Form zu leisten. Beide Dokumente ersuchen wir dich nach ordnungsgemäßer Unterzeichung und Siegelung an die Bischofskongregation zu übersenden.

Die Bischofsweihe kannst du überall außerhalb Roms unter Einhaltung der liturgischen Vorschriften empfangen.

Du wirst dafür sorgen, dass dieses Ernennungsschreiben dem Klerus und dem Volk deiner Diözese bekannt gemacht wird, damit sie ihren neuen Hirten kennen lernen, dich bereitwillig aufnehmen und dir mit gebotenem Respekt begegnen. Schließlich ermuntern wir dich, ehrwürdiger Bruder, zusammen mit dem Volke Gottes den Herrn der Ernte inständig um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem Priester, zu bitten, die du durch dein Beispiel und deine Predigt zur ehrfürchtigen und getreuen Feier der Eucharistie motivieren sollst, eingedenk der Aussage des II. Vatikanischen Konzils: "Die Hirtenliebe erwächst am stärksten aus dem eucharistischen Opfer. Es bildet daher Mitte und Wurzel des ganzen priesterlichen Lebens."

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Letztes Update dieser Seite: Freitag, 30. April 2004 um 0:04:39 Uhr
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