|
Bischof Manfred Scheuer: Der Geist macht lebendig
"Der Geist macht lebendig" (Zitat aus dem Johannesevangelium) - so lautet der Wahlspruch des neuen Innsbrucker Bischofs, Manfred Scheuer.
Erzbischof Alois Kothgasser hat am 14. Dezember 2003 seinen Nachfolger als Diözesanbischof von Innsbruck, Manfred Scheuer, zum Bischof geweiht. Als Mit-Konsekratoren dienten Altbischof Reinhold Stecher und Bischof Maximilian Aichern. Weitere 24 Bischöfe, allen voran Kardinal Christoph Schönborn und Kardinal Friedrich Wetter (München), sowie über 300 Priester wohnten der Feier bei. Das "offizielle" Österreich war vertreten durch EU-Kommissär Dr. Franz Fischler, Nationalratspräsident Univ.-Prof. Dr. Andreas Kohl, die drei Landeshauptleute DDr. Herwig van Staa, Dr. Luis Durnwalder und Dr. Josef Pühringer sowie Frau BM Hilde Zach.
 Manfred Scheuer wurde als Nachfolger von Erzbischof Alois Kothgasser zum Bischof geweiht.
Neben zahlreichen Vertretern von allen Verbänden und Organisationen sowie Vertretern aus Kunst und Kultur waren auch Delegationen der s.g. "Laienorden", wie des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens mit seinem Delegaten Dr. Ulrich Paumgartten, Hofrat Dr. Georg Zingerle und Univ.-Prof. Dr. Ludwig Call, gekommen.
In der Predigt bezeichnete Scheuers Heimat-Bischof, Maximilian Aichern, seinen neuen Amtsbruder als "offenen und zurückhaltenden Menschen. Seine Fähigkeit, zuzuhören, ist eine gute Voraussetzung für das Bischofsamt". Aichern appellierte in seiner Predigt dafür, das Gemeinsame vor das Trennende in der Kirche zu stellen. Zugleich mahnte er die Verantwortung der Christen für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Gerechtigkeit in der Gesellschaft ein. "Besonders aktuell ist die ökologische Verantwortung. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen und ganze Bevölkerungsgruppen oft zu Opfern von Wirtschaftsüberlegungen oder von Verkehr und Globalisierung werden", so Aichern in Anspielung auf die Transitproblematik in Tirol.
 24 Bischöfe und über 300 Priester wohnten der Bischofsweihe bei.
Im Rahmen der Bischofsweihe wurden dem Bischof auch die "Insignien" überreicht. Der Bischofsring als Zeichen der Treue wurde von der Stadt Innsbruck gestiftet. In den schlicht gehaltenen Silberring ist ein natürlich gewachsener Stein in Form eines Kreuzes (Kreuzstein) eingearbeitet. Das Brustkreuz ("Pektorale"), gestiftet von Freunden des Bischofs, ist in Silber und Gold gearbeitet und trägt in der Mitte einen Granaten aus Tirol. Ring und Kreuz wurden vom Innsbrucker Goldschmied Josef Kölblinger angefertigt. Der Bischofsstab wurde vom Land Tirol gespendet.
Im Anschluss an die Bischofsweihe luden Land Tirol und Stadt Innsbruck die rund 1000 Ehrengäste zu einer Feier in das Congress-Center Innsbruck. Der neue Bischof nutzte diese Feier, um "von Tisch zu Tisch gehend" alle Gäste zu begrüßen und kennen zu lernen.

Der Bereich Tirol des Malteser Hospitaldienstes war eingeladen, die Betreuung der Ehrengäste und Besucher im Dom zu St. Jakob, rund um den Dom und im Congress-Center Innsbruck zu übernehmen. Einsatzleiterin Pia Schwamberger, zwei Ärzte, eine Diplomkrankenschwester und weitere 15 Malteser hatten lediglich eine Intervention zu bewältigen. Der neue Bischof bedankte sich bei einem Sanitätsteam für die umsichtsvolle Tätigkeit des ganzen Stabes.

|