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Wiens Alterzbischof, Franz Kardinal König ist am 13. April 2004 gestorben
Kardinal König ist am Samstag, dem 13. April gegen 3 Uhr früh im Schlaf gestorben. Mit ihm verliert die katholische Kirche Österreich einen langjährigen Erzbischof von Wien und Vorsitzenden der Bischofskonferenz, der wie kein anderer die Kirche Österreichs im 20. Jahrhundert geprägt und repräsentiert hat.
Kardinal König war im hohen Rang eines Bailli Ehren- und Devotions-Großkreuz-Ritters seit 1959 Mitglied des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens im Großpriorat von Österreich. Am 8. Mai 1959 überreichte der damalige Vikar, Dr. Johannes Graf Trapp, die Ordens-Insignie an den Wiener Metropoliten.
 Kardinal König war im hohen Rang eines Bailli Ehren- und Devotions-Großkreuz-Ritters seit 1959 Mitglied des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens im Großpriorat von Österreich.
Geboren am 3. August 1905 als ältester Sohn einer Bauernfamilie in Warth bei Rabenstein an der Pielach in der Diözese St. Pölten besuchte Franz König das Stiftsgymnasium Melk, wo er 1927 die Matura mit Auszeichnung ablegte. Im Herbst des gleichen Jahres begann er sein Studium der Philosophie und der Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana, sowie altpersische Religion und Sprachen an der Orientalistischen Fakultät des Päpstlichen Bibelinstitutes in Rom. 1930 wurde er zum Dr.phil. promoviert und am 29. Oktober 1933 in Rom zum Priester geweiht.
Von 1934 bis 1937 war er in seiner Heimatdiözese als Kaplan in Altpölla, Neuhofen an der Ybbs, St. Valentin und Scheibbs in der praktischen Seelsorge an der Basis tätig. In dieser Zeit vollendete er auch seine theologischen Studien und wurde 1936 zum Dr.theol. promoviert. Ab 1938 war König Domkurat in St. Pölten und Jugendseelsorger der Diözese. 1945 wurde er Religionsprofessor in Krems und habilitierte sich in Wien als Privatdozent für Religionswissenschaften im Rahmen des Faches der alttestamentlichen Wissenschaften. 1948 erfolgte die Berufung als außerordentlicher Professor für Moraltheologie nach Salzburg. Am 31. Mai 1952 ernannte Papst Pius XII. Dr. König zum Titularbischof von Livias und Koadiutor mit dem Recht der Nachfolge des St. Pöltener Bischofs Michael Memelauer. Am 31. August 1952 wurde er zum Bischof geweiht.
Am 10. Mai 1956 – sieben Monate nach dem Tod Kardinal Innitzers – ernannte Papst Pius XII. Franz König zum Erzbischof von Wien, am 17. Juni erfolgte die Inthronisation. König wählte als Motto eine Stelle aus dem Epheserbrief des Apostels Paulus "Veritatem facientes in caritate" (Die Wahrheit in Liebe tun).
 Kadinal König bei der Messfeier anläßlich seines Goldenen Bischofsjubiläums im Jahr 2002.
In das Kardinalskollegium wurde er am 15. Dezember 1958 von Papst Johannes XXIII. aufgenommen, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Frage der Neufassung des Konkordats mit der Republik Österreich nicht geklärt schien. Jahre später erzählte Papst Johannes Kardinal König, dass die Kurie die Ernennung aus diesem Grunde nicht akzeptieren wollte. Doch gerade weil er ein Zeichen setzen wollte, ernannte Johannes XXII König zum Kardinal. Kardinal König war einer der wichtigen Teilnehmer des II. vatikanischen Konzils. 1965 vertraute ihm Papst Paul VI. die Leitung des neugegründeten vatikanischen Sekretariates für die Nichtglaubenden an (eine Funktion, die er bis 1981 beibehielt). In dieser Funktion nahm Dr. König auch regelmäßig am "Vatikanischen Ministerrat", der Arbeitssitzung der Vorsitzenden der Kurienorgane, teil. Neben der Umsetzung der Beschlüsse des Konzils in seiner Diözese und in Österreich galt das Hauptaugenmerk des Kardinals vor allem auch der Blick über die Grenzen. Im August 1980, mit Vollendung seines 75. Lebensjahres, bat König den Heiligen Vater um Entlassung aus seinen kirchlichen Ämtern. Seine Resignation wurde erst nach seinem 80. Geburtstag, im Herbst 1985 angenommen. Seit damals wirkte Kardinal König unermüdlich als Seelsorger in seiner Diözese. Kardinal König erlitt im Vorjahr, im hohen Alter von 98 Jahren, einen Schenkelhalsbruch, von dem er sich erstaunlich rasch erholte. Wieder nahm er sein mühevolles Programm auf, in dem er sich nicht schonte. Nach kurzer Krankheit ist Franz Kardinal König am 13. April im 99. Lebensjahr gestorben.
Malteser - Sanitätsbetreuung bei Begräbnis von Kardinal Dr. Franz König
30 Sanitäter, drei Notärzte und sechs Fahrzeugen bildeten den Stab der Sanitätsbetreuung anlässlich der Beisetzungsfeierlichkeiten für Kardinal König im Wiener Stephansdom und am Stephansplatz. Obwohl Tausende Menschen den Feierlichkeiten im und vor dem Dom beiwohnten, kam es zu keinen "schwereren Einsätzen", einigen geschwächten Teilnehmern konnte rasch vor Ort geholfen werden.
 Malteser im Dom und auf dem Platz davor betreuten alle Menschen, die es sich nicht nehmen ließen, an der Begräbniszeremonie für Kardinal König teilzunehmen.
Weiters betreuten Mitglieder des MHDA im Dom und auf dem Platz davor behinderte Gläubige, die es sich nicht nehmen ließen, trotz Kälte und feuchtem Wetter der Zeremonie beizuwohnen. Trotz anfänglicher Platzprobleme gelang es findigen Maltesern, mit den meist im Rollstuhl sitzenden Betreuten in den Dom zu gelangen und dort am Requiem teilzunehmen.

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