Malteser Kreuz

Katastrophenübung 2003 in Tirol

Heuer fand die Bundesweite Sanitätsübung des MHDA wieder in Tirol statt. Vom 23.–25. Mai fanden sich daher in Igls 130 Malteser aus ganz Österreich und Ungarn sowie Mitglieder des Roten Kreuz Innsbruck-Stadt und des Militärspital Innsbruck ein.

Ging es am Freitag noch sehr gemütlich zu – Eintreffen und Registrierung der Malteser, Abendessen und anschließend ein sehr interessanter Freiluftvortrag von RK Innsbruck S1 Claudia Schmidt über Großunfälle, mussten die Teilnehmer am Samstag ihr ganzes Können und Wissen unter Beweis stellen. Unter dem Motto „Teamwork“ trotzten die Teilnehmer bei herrlichem Wetter der großen Hitze und trainierten den Sanitätsalltag sowie spezielle Notfälle.

Tauchunfall quer
Unter dem Motto "Teamwork" gab es
insgesamt 16 Stationen zu bewältigen,
hier der Einsatz bei einem Tauchunfall.

Stationen im Großraum Igls, die von erfahrenen Ärzten und Lehrsanitätern geleitet wurden, galt es entweder zu Fuß oder mit Fahrzeugen zu bewältigen. Bei der Planung wurde getrachtet das umliegende Gelände so gut wie möglich auszunützen - ein Tauchunfall am Lanser See, ein Kindernotfall, Autounfall mit 5 Verletzten, Kletterunfall, Verbrennungen, Drogenmissbrauch, Ambulanz bei einem Schülerball, Streit in der Familie, ein normaler Behindertentransport, wie wir in jede Woche durchführen, mit einem plötzlichen Zwischenfall waren nur einige davon.

Insgesamt 16 Stationen forderten von den Teams Zusammenhalt, Koordination, Improvisation und viel Wissen rund um mögliche Einsätze, aber auch zu lernen gab es für die Teams einiges! So wurde eine Großzahl der Teilnehmer am KED-System, ein System zum schonenden Bergen von Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen nach Autounfällen, ausgebildet.

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Ein schwerer Autounfall wurde ebenfalls simuliert.

Ziel des Stationsbetriebes war neben der Anwendung der Erste Hilfe Maßnahmen und Sanitätstechnik auch die Formierung eines Teamgeistes. Die Einsatzführung bei üblichen, aber unbeliebten Umgebungsvoraussetzungen, der Umgang mit Ersthelfern und Teamkameraden (1/3 der Übungsteilnehmer hatte gerade erst die Ausbildung beendet bzw. stand kurz davor) waren Beurteilungskriterien. Diese wurden als Feedback und nicht zur harten Beurteilung herangezogen.

Erschöpft aber sichtlich glücklich nach dem positiven Ausgang des Tages gab es für alle Übungsteilnehmer anschließend noch ein großes Grillen in Igls.

Am Sonntag fand dann noch eine von Klinikseelsorger Andreas Krzyzian zelebrierte, wunderschöne Feldmesse, statt. Mit der traumhaften Kulisse der sonnenbestrahlten Nordkette im Hintergrund genossen wir noch ein letztes Mal das gemeinsame Miteinander und bedankten uns für das traumhafte Wetter, das wir das ganze Wochenende über genießen durften.

Insgesamt hat sich wieder gezeigt, dass die Durchführung einer jährlichen Großübung absolut notwendig ist um im Ernstfall bestmöglichste Hilfe leisten zu können. Die in den letzten Jahren immer fundiertere theoretische Ausbildung hat sich sichtbar bezahlt gemacht, sie trägt aber nur unter häufiger praktischer Anwendung ihre Früchte.

  •  Andreas Sarnthein

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Letztes Update dieser Seite: Freitag, 28. November 2003 um 10:46:24 Uhr
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