|
Sozialdienst: Danke für viele glückliche Stunden!
Die Redaktion hat sich in den Bundesländern herumgehört, welche sozialen Tätigkeiten und Aktionen der Malteser derzeit aktuell sind und vor welchem Hintergrund diese zu sehen sind
 Geburtstagsfeier: Freude bei Betreuten und Betreuern.
Der Bereich Wien und Niederösterreich
"Unser Malteser-Sozialdienst ist sehr vielseitig und umspannt viele grundsätzliche Tätigkeitsbereiche der Malteser-Arbeit", erzählt Ursula Bezeredj-Babarczy, Leiterin des Wiener Referates "Soziales", intern kurz SOZ genannt, und fügt hinzu: "Bei so vielfältiger Tätigkeit und umfassenden Einsatzgebieten – vor allem im ‚Jahr der Behinderten’ – landet man jedoch recht bald am Notgroschen!"
Ursula Bezeredj hat vor einem Jahr diesen vielseitigen "SOZ-Job" übernommen. Ursula hat auf der TU-Wien Bauingenieur studiert, im Tiefbau-Bereich schon gearbeitet und würde gerne im "Bereich Projektmanagement" einsteigen. Vorläufig kann sie das nur in ihrer freiwilligen Tätigkeit als Malteserin: Ihr Dienstangebot kann sich in all ihrer interessanten Vielfältigkeit durchaus sehen lassen: Die Alten- und Behindertenbetreuung, etwa im Wiener "Haus der Barmherzigkeit", aber auch an der Privatadresse des Betreuten an Wochenenden. Darunter fallen auch Transportdienste zu diversen Veranstaltungen.
Altenbereuung im "Haus Malta"
Diverse "Jour fixe" jeden Dienstag im Kaffeehaus "Indigo" in der Wiener Altstadt oder im behindertengerecht ausgebauten Mehrzwecksaal "Valetta" am Börseplatz in der MHDA-Zentrale, wo Filme gezeigt oder mit großer Kreativität Bastelarbeiten fertiggestellt werden. Ein Oktoberfest, eine Nikolofeier oder ein zünftiges Faschingsfest macht einen Behinderten-Alltag ein wenig erträglicher.
 Sozialdienst in den Bergen: Auch hier „mit Spaß an der Arbeit“.
Malta Kultur: Einmal im Monat werden jeweils am Dienstag von einer interessierten Gruppe unter Leitung von Dr. Marie-Therese Arnbom Museen und Ausstellungen im Großraum Wien besucht. Constanze Silberbauer kümmert sich hingegen um das Filmmuseum oder den "Kinomontag" im schon beschriebenen "Valetta".
Die sogenannte "Rochusmesse" ist eine mittlerweile in jedem Bundesland eingeführte Hl. Messe mit unseren Betreuten mit anschließender Agape. Besonders für Menschen mit Gehproblemen aller Art, die keinen, oder nicht regelmäßig einen Fahrtendienst zur Verfügung haben.
Sommerfeier im Juni: Zuletzt gab es 2003 eine veritable Feier im Garten des Priesterseminars in der Wiener Boltzmanngasse.
Sozialdienst am Flughafen: Ein wenig Zeit in so viel Streß.
Weihnachtsfeier: Sie wird in jedem Bundesland einleitend mit einer Hl. Messe durchgeführt und schließt mit einem geselligen Nachmittag, wobei die Malteser ihren Schützlingen mit Geschenken Dank sagen wollen für ein Jahr guten Zusammenstehens und Beisammenbleibens.
Sonderdienste ergeben eine weites Feld: Wildwassercamps mit behindertengerechten Booten und einer professionellen Trainingsmannschaft, eine Schifffahrt auf der Donau nach Pressburg, Wallfahrten nach Mariazell, Lourdes und Rom. Auch das Stadtmissionsfest oder die Kinderbetreuung vor St. Stephan im Advent gehören dazu.
Ursula Bezeredj-Babarczy zieht abschließend aus einer Schreibtischlade eine Betreuten-Befragung hervor auf der u.a. zu lesen war: "Ich fühle mich sehr wohl bei den Maltesern und vergesse hier alle meine Sorgen." Dem ist nichts hinzuzufügen.
Sozialdienste im Bereich Tirol
Peter Penn, verdienstvoller Bereichsleiter Tirols, ist bei der Aufzählung der großen und arbeitsintensiven Aktionen 2002 kaum zu bremsen: "Zunächst gab es die Polen-Reise im August, die unter dem Motto: ‚Kennen lernen eines EU-Beitrittslandes’ stand. Sodann der Ausflug ‚Schatzer Alm’ im September, ein Ausflug in die Bergwelt Tirols. Schließlich die Wallfahrt Altötting im November 2002, eine Wallfahrt, die gemeinsam mit dem Bereich Salzburg durchgeführt wurde."
Schließlich wendet sich der Tiroler Bereichsleiter dem Aktionsjahr 2003 zu: "Wir begannen mit einem Besuch der Museen Salzburg im April 2003, setzten schließlich mit dem Muttertagsausflug nach Brixen im Mai, einer Aktion gemeinsam mit Behinderten aus Südtirol, fort und befanden uns mit dem Sommerausflug Triest, dem Ausflug in die ehemalige k.u.k Hafenstadt, und der Fahrt nach Brüssel, beides im Juli, schon mitten im Hochsommer. Anlässlich des von der EU ausgerufenen "Jahr der Behinderten" unternehmen wir gemeinsam mit dem Bereich Steiermark eine Bildungsreise in die Hauptstadt der EU. Motto: "Politische Bildung auf 4 Rädern" schließt Peter Penn den Rückblick.
Ganz aktuell: Die Erlebnis- und Bildungsreise in die Südsteiermark im September 2003 und die Bildungsreise ins Schloss Trauttmansdorff in Meran.
 Ausflug ins Kloster: Eine Menge Leben in alten Gemäuern.
Peter Penn: "Hauptschwerpunkt im heurigen Jahr war das Projekt ‚Erlebte Träume’. Da das Jahr 2003 das Jahr der Behinderten ist, wollten wir neben der vielseitigen Grundversorgung, die wir anbieten, Träume unserer behinderten Freunde erfüllen. Das Projekt läuft seit Anfang des Jahres und wird im Februar 2004 seine Ausklang finden.
Träume, die die Tiroler Malteser in diesem einzigartigen Projekt erfüllen konnten waren unter anderem
- Ein Tag am Flughafen
- Fahren mit einer Stretchlimosine und anschl. Romantikmenü
- Ferraritestfahrt
- Hubschrauberflug über Achensee
- Kleine Wallfahrt mit Freunden nach Ampaß
- Rundflug mit Luxusjet
- Reitausflug
- Tangotanzabend
- Feuerwehrkranfahrt ( Höhe 20m ) sowie ein
- Tandemparagleitflug
Ein musikalischer Abschluss im Jahr 2004 sollte ins Träumeland der Klänge führen.
Sozialdienste im Bereich Oberösterreich
"Der Bereich Oberösterreich ist eine sehr kleine Gruppierung, und unser Schwergewicht in der Malteserarbeit liegt nun mal im SOZ-Bereich", so Architekt Andreas Mensdorff-Pouilly, Bereichsleiter OÖ.
SOZ-Dienste ergeben sich durch das monatliche Zusammentreffen mit Heiliger Messe und anschließenden Veranstaltungen wie Kaffeejause, Ausflug, Sommerfest, Weihnachtsfeier, Donauschifffahrt etc. Speziell konzentrieren sich die SOZ-Aktivitäten auf die großen Wallfahrten wie nach Lourdes und Rom, die aus dem Bereich OÖ immer sehr zahlreich beschickt werden.
Seit nunmehr vielen Jahren veranstalten die Oberösterreicher auch ein Sommerlager zur großen Freude aller Teilnehmer.
Im Einzelnen kümmern sich alle Malteser persönlich um Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, ohne Dienststruktur, einfach dem Versprechen folgend, als Malteser zu leben.
Andreas Mensdorff abschliessend: "Wir sorgen uns auch um die notwendige finanzielle Unterstützung für unser Arbeit und sind somit völlig selbständig".
Sozialdienste im Bereich Steiermark
Als Auftakt für die SOZ-Ausflüge der steirischen Malteser ging's zur steirischen Landesausstellung "Mythos Pferd" in Piber. Einer der Höhepunkte für die je sechs Betreuten und Malteser war sicherlich die Gala mit den Wiener Sängerknaben. Weiters gab es eine Vorführung der gesamten Zucht: Fohlen, Stuten, Hengste. Der "negative" Höhepunkt sei auch nicht verschwiegen: Lediglich 2 Klo’s für 5.000 Besucher. Dabei war’s unerträglich heiß - aber letztlich sehr gemütlich. Einsatzleiter: Elisabeth Eder.
Ein Höhepunkt zwischendurch: Besuch der Ausstellung in Leoben "Samurai und Geisha", wieder mit sechs Betreuten sowie sechs Malteser. Abschließend gemütliches Essen im "Schwarzen Adler", dem ältesten Restaurant Leobens, nebstbei der Bierhauptstadt Österreichs. Einsatzleiter: Max Jordis.
Ein besonders gemütlicher und klassischer Kulturausflug nach Salzburg wurde von Sandra Plihal organisiert: Zwei Fahrzeuge wurden mit sechs Betreuten, sieben Maltesern und allerlei Gepäck voll gepackt. Weitere Malteser, stationiert im salzburgischen Umland, stießen hinzu. Frohgemut und scherzend verließ der kleine Konvoi das sonnige Graz – um vier besondere Tage im verregneten Salzburg zu verbringen. Doch gerade der Regen ließ es sehr speziell und abwechslungsreich werden, so ließ die unternehmungslustige Truppe zwischen Stadtführung, Konzertbesuchen, Festung, Hellbrunn und noch mehr Kultur-Stationen kein kulinarisches Gustostückerl liegen. Natürlich nur um sich aufzuwärmen. Die Rückfahrt wurde am Wolfgangsee unterbrochen, der mitten zwischen den dicken Regenwolken gesichtet werden konnte, um mit dem Schiff von Strobl nach St. Wolfgang zu fahren.
Mit dieser sehr lückenhaften Aufzählung einiger SOZ-Events der größten Bereiche des MHDA in Österreich, sollte ein Überblick über die Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit der Sozialdienste des Hospitaldienstes gegeben werden.

|