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Eine Urlaubsunterbrechung, die sich gelohnt hat
Der 29-jährige Alexander durfte mit einem Ferrari 355 Spider mitfahren.
Ein Ferrari ist für viele ein Traum, der sich nur schwer erfüllen lässt. Auch der Autofan Alexander Jordan träumt schon länger davon, in so einem "heißen Ofen" eine Runde zu drehen. Bei einem Kaufpreisen um die 100.000 Euro auch für Durchschnitts-Tiroler ein kaum leistbares Vergnügen; wenn man aber wie Alexander aufgrund einer Behinderung keinen Führerschein besitzt, wird das umso schwieriger.

Ein Lebenstraum für viele ging für Alexander in Erfüllung: Ein paar Runden im roten Ferrari-Cabrio drehen.
Abhilfe schaffen da Autoliebhaber wie Roland Maurer und Uta Hoffmann von den Maltesern. Roland besitzt gleich fünf dieser Prachtstücke und vermietet sie auch. In diesem Fall stellte er ihn gerne gratis zur Verfügung, "wenn ich jemandem eine Freude machen kann, für den es sonst unmöglich ist, mach’ ich das gern." Uta ermöglicht behinderten Menschen die Verwirklichung ihrer Träume.
Ein paar kurze Telefonate später stand der Ferrari 355 Spider vor Alexanders Haustür. Der 29jährige ahnte noch nichts von der Überraschung. Trotzdem war die Aufregung spürbar. "So langsam werd’ ich nervös", meinte "Traum-Erfüllerin" Uta. Obwohl sie mittlerweile schon einige Träume erfüllt hat, ist sie immer wieder auf die Gesichter der Überraschten gespannt. Auch Alexander ahnte etwas, musste er doch extra seinen Urlaub unterbrechen. Trotzdem glaubte er seinen Augen nicht, als er den roten Flitzer sah. Als er aber dann erfuhr, dass er damit eine Runde (mit)fahren darf, setzte er sich selbstbewusst ans Steuer.
Nach dem Probesitzen und Bestaunen musste Alexander auf den Beifahrersitz klettern und ein Profi-Fahrer übernahm das Steuer. Laut heulte der Motor des Ferrari auf, es ging zuerst durch die Stadt, dann auf einer malerischen Bergstraße Richtung Kühtai. "Die ideale Strecke, um den Ferrari richtig genießen zu können", weiß Roland Maurer aus Erfahrung. Fast zwei Stunden war Alexander unterwegs.
Als er wieder beim Haus seiner Eltern eintraf, war er überglücklich und trennte sich nur ungern von dem roten Sportwagen. "Können wir ihn nicht auf meinen Namen anmelden?", wollte er wissen. Ihm war klar, dass das nicht geht, aber "fragen wird ja wohl noch erlaubt sein". Auch alle anderen Anwesenden waren vollauf begeistert vom Ferrari. Jeder wollte einmal "Probesitzen", auch Traum-Erfüllerin Uta ließ es sich nicht entgehen, darin Platz zu nehmen.
Dass Alexander noch lange an diesen Nachmittag denken wird, davon sind alle überzeugt. Noch einmal posierte er für ein Erinnerungsfoto vor dem 355 Spider, dann brauste der Sportwagen wieder davon.
Zurück bleibt ein glücklicher Alexander, der als Erinnerung einen kleinen Spielzeug-Ferrari geschenkt bekommen hat, eine zufriedene Traum-Erfüllerin und viele erstaunte Freunde. – Diese Urlaubsunterbrechung hat sich wirklich gelohnt.

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