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50 Jahre Malteser Hilfsdienst
Feier in Köln. Lob vom deutschen Bundespräsidenten für die 35.000 Helfer.
Anlässlich der 50-Jahr-Feier des Malteser Hilfsdienstes am 27. September in Köln hat Bundespräsident Johannes Rau in Gegenwart des Großmeisters des Ordens, Fra’ Andrew Bertie, die Arbeit der Hilfsorganisation gewürdigt: "In einer Gesellschaft, in der oft nur der Ellenbogen zählt, ist nichts so wichtig wie die Zuwendung zum Anderen". Die Weitergabe christlichen Wissens durch die Malteser mache die Welt wohnlicher.
 Der Deutsche Bundespräsident Johannes Rau im Gespräch mit Großmeisters Fra’ Andrew Bertie.
Der Malteser Hilfsdienst war 1953 zur Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe gegründet worden. In den 50 Jahren seines Bestehens habe es der Malteser Hilfsdienst zu einer Größe gebracht, die bei der Gründung noch nicht vorstellbar gewesen sei, sagte Malteser-Präsident Constantin von Brandenstein-Zeppelin. Die Malteser seien eine "Bürgerbewegung gegen das Alleingelassen- Sein".
Heute sind in Deutschland an 500 Standorten rund 35.000 ehrenamtliche Helfer und 3500 hauptamtliche Mitarbeiter beim MHDA aktiv. Sie haben Hospiz- und Rettungsdienste aufgebaut, sind beispielsweise in der Behinderten- und Aussiedlerbetreuung, bei der Verteilung von bundesweit 4,4 Millionen Portionen von "Essen auf Rädern", dem Krankentransport und der Schwesternhelferinnenausbildung tätig.
Wichtige Hilfe beim Katastrophenschutz
Der Ungarn-Aufstand von 1956 war Startschuss für die Flüchtlingsbetreuung. 1989 kümmerten sich die Malteser um DDR-Flüchtlinge in den Lagern der deutschen Botschaft in Budapest. Heute organisieren Mitarbeiter des Malteser-Auslandsdienstes Hilfe im Krisen geschüttelten Kongo ebenso wie im Nachkriegs-Irak oder im Sudan. Seit 1958 ist der MHD auch ein wichtiger Akteur des Katastrophenschutzes. 2002 packten mehr als 900 Helfer in den Hochwasserregionen an Elbe und Donau fest mit an.
Mit Blick auf solche Naturkatastrophen und die Terroranschläge des 11. September 2001 warnten die MHD-Verantwortlichen die Bundesregierung davor, sich in falschen Sicherheiten zu wiegen. Notwendig sei ein Ausbau des Katastrophenschutzes, nicht ein Abbau. Bundesweite Aufmerksamkeit erhalten die Malteserfür ihre Notfallseelsorge. Ob nach dem Zugunglück von Eschede oder nach dem Amoklauf von Erfurt: Eigens ausgebildete Seelsorger kümmern sich um Opfer und Helfer, Polizisten und Feuerwehrleute, die die schrecklichen Geschehnisse und Bilder verarbeiten müssen.
Im Jubiläumsjahr soll mit dem Projekt "Wasser für Ariwara" Notleidenden in der Demokratischen Republik Kongo geholfen werden. Neben zahlreichen Vertretern des Ordens nahmen an der Feierlichkeiten auch Vertreter von elf europäischen Malteser Hilfsorganisationen teil. Österreich war durch Fürstgroßprior Fra’ Wilhelm von Liechtenstein, den Kommandanten des MHDA, Ernst Blanckenstein, und seinen Stellvertreter, Anton Gatnar, vertreten.
Höhepunkt des Jubiläumsfestes war ein im Kölner Dom von Joachim Kardinal Meinser zelebriertes Pontifikalamt, an dem auch der Großmeister des Ordens, zahlreiche Delegationen und Ordensritter sowie rund 1.000 MHD-Mitglieder teilnahmen.

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