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Internationales Malteser Sommerlager 2003 in Angoulême, Frankreich
Am 24. Juli machten sich drei Steirer auf nach Innsbruck, um am nächsten Tag mit dem Bus weiter nach Frankreich zu fahren. Bevor es so weit war, besuchten wir noch die Stadt Innsbruck, wo natürlich nicht verabsäumt wurde, das "Goldene Dachl" zu besichtigen, das ist eine Pflicht für Touristen. Auch wurden noch rasch Besorgungen erledigt, um die Dinge einzukaufen, die man in der Hitze des Gefechtes vergessen hat. Die Kaffeepause in der Stadt bot die letzte Gelegenheit, sich etwas zu relaxen bevor es anstrengend wurde. "Die Wiener sind genauso nett wie die anderen", dieser Spruch von Peter sorgte für einen großen Lacher.
 Zuerst durfte der Spaß im See nicht zu kurz kommen ...
Nachmittags brachen wir mit dem Tiroler Busunternehmen Mair endlich nach Frankreich auf. In Buchs (Schweiz) stiegen die Schweizer dazu, und so waren insgesamt 40 Personen unterwegs. Ich konnte im Bus erstaunlich gut schlafen. Einige der Passagiere waren teilweise wie die Sardinen am Boden gelegen, aber ich denke, sie haben sich keine bleibenden Schäden zugezogen. Ein weiterer Spruch des Tages: "Fahren wir weiter in die Ukraine?"(Martin).
 ... und dann kam der große Appetit auf das Barbecue.
Nach 15 Stunden, sprich rund 1300 Kilometern endlich Ankunft in Angoulême, ein richtiges "Hallo" von allen Seiten. Einerseits kannte man schon viele Teilnehmer, andererseits gab es ein vorsichtiges Herantasten. Die Zimmereinteilung und die ganzen Örtlichkeiten zu erforschen, war ein richtiges Gewurrl. Was ich sehr zuvorkommend fand, war, dass auf jedem Bett ein Willkommensgeschenk lag.
Die offizielle Eröffnung war sehr feierlich, aber doch auch sehr locker, nicht so steif wie ich befürchtet hatte. Es waren 18 Nationen bei diesem Camp dabei. Es wurden die einzelnen Nationen aufgerufen und dabei wurde auch erwähnt, wie viele Gäste und Helfer aus den jeweiligen Ländern anwesend waren. Die Fahnen der Nationen wurden gehisst und hingen die ganze Woche.
Es gab viele Workshops, bei denen man mitmachen konnte: Pantomime, Singen, Zeichnen oder Jonglieren. Meine Lieblingsbeschäftigung war der Percussion-Workshop. An einem Tag stand Fischen auf dem Programm und zwar in Jarnac. Es wurden mehr oder weniger kleine Fische aus dem Fluss geholt. Zu Mittag gab es dann Picknick mit Raclette und Nudelsuppe. An einem See in St. Yrieix verbrachten wir einen weiteren Tag, wo es ein Barbecue gab, bestehend aus Würstchen und Spießen, als Nachtisch gab es Chips und Mannerschnitten.
 Vielfältige Freizeit-Aktivitäten und Workshops luden zu zahlreichen Aktivitäten ein.
In dieser Woche präsentierten sich an jedem Abend zwei Länder mit ihren jeweiligen Spezialitäten. Am Österreicher-Abend wurden köstlicher Tiroler Speck und Schnaps serviert. Die Malteser bekamen Wasser und wir Gäste natürlich Schnaps.
Jeden Abend gab es eine Disco, was mir sehr gefallen hat. Es war trotzdem fein, dass sie an einem Abend ausfiel, weil jede Nacht durchtanzen, das hält man ja nicht aus. Die Nächte waren besonders schön für mich. So richtig angenehm und romantisch.
Natürlich wurde auch die berühmte Stadt Cognac besucht, welche eben für den Cognac bekannt ist. Für meine Begriffe war der Weinbrand viel zu stark, aber es geht ja darum, dass man ihn mal probiert hat. Was sein muss!
 Entspannung beim Fischen in Jarnac.
Im Camp gab es zwischen den Nationen viele Fußballspiele, die vom Publikum sehr lautstark verfolgt wurden. Die Woche war für mich schwer in Ordnung. Wenn es keine Aktivitäten gab, dann hatte man Zeit, sich mal auf die "faule Haut" zu legen und für einen Moment die Augen zu schließen. Die Österreicher waren immer gut drauf. Ich für meinen Teil habe immer versucht, mich mit den Leuten aus den anderen Nationen zu unterhalten, was mir so recht und schlecht gelungen ist.
Am letzten Abend gab es eine feierliche Abschlussmesse, und anschließend bekamen die teilnehmenden Nationen ihre Fahnen. Und es wurde verlautbart, in welchem Land das nächste Camp stattfinden wird: in Schweden. Zur späten Stunde gab es noch eine große Abschluss-Show, bei der es einige schöne und lustige Aufführungen gab. Nachher wurde noch ein Film gezeigt, der während der Woche im Camp gedreht worden war.
Am 1. August hieß es früh aufstehen (oder am Abend davor erst gar nicht ins Bett gehen), da es an diesem Tag schon um 7 Uhr morgens mit dem Bus Richtung Heimat ging. Nach 15 Stunden kamen wir gut, aber sehr müde wieder in Innsbruck an, wo wir Steirer Zeit hatten, uns einige Stunden auszuruhen. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich nicht weiß, wie ich ins Bett kam. Am 3. August ging es mit dem Zug weiter nach Graz.
Ich möchte mich nochmals bei den Maltesern für die tolle Woche bedanken, aber auch bei den beiden Chauffeuren des Busunternehmens Mair für die gute und sichere Fahrt.
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Wir bedanken uns bei Isabella Kauffmann für die Zusammenfassung ihrer Reiseaufzeichnungen

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