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Eine Reise für und mit Behinderten in die europäische Hauptstadt
Brüssel – die Hauptstadt des Königreichs Belgien und gleichzeitig das Zentrum der Europäischen Union. Genau dorthin hat es uns, Betreute und Malteser aus Tirol und der Steiermark inklusive eines "Ausreißers" aus Oberösterreich, heuer gezogen.
 "Politische Bildung auf 4 Rädern" war das Motto für die Reise in die Hauptstadt des Königreichs Belgien.
Angespornt durch das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung", das wir heuer begehen, war der Entschluss schnell gefasst, eine Reise für und mit Behinderten unter dem Motto "Politische Bildung auf 4 Rädern" in die europäische Hauptstadt zu unternehmen. Ganz bewusst und auch im Hinblick auf die EU-Erweiterung in Richtung Osten haben wir diese Tage unter dem Gesichtspunkt "Grenzen (geographische, politische und menschliche) überschreiten und Barrieren überwinden" geplant.
Viele und starke, helfende – ein großes Dankeschön an den Bereich Brüssel samt Freunden – sowie eine große Schar "gebender" Hände waren uns dabei von Anfang an Motivation, Unterstützung und Rückhalt zugleich.
 Kultur kam auch in Brüssel nicht zu kurz.
Nach monatelangen Vorbereitungen hier wie dort war es dann endlich soweit: Am 7. Juli nahmen wir Kurs auf Brüssel, um uns eine ganze Woche lang vor Ort ein Bild von den Institutionen der Europäischen Union machen und Belgien mit seinen kulturellen und kulinarischen Vorzügen genießen zu können.
Die ersten drei Tage unseres Aufenthalts in Brüssel standen ganz im Zeichen der EU: Bei Besuchen und Gesprächen in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU, im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission konnten wir so manchen Einblick gewinnen, der uns in Österreich so oft verwehrt bleibt. Die bisher meist sehr fremde Union war plötzlich ganz nah und dank der zahlreichen Informationen und Erklärungen auch viel leichter verständlich.
 Ein Höhepunkt in Brüssel war das Treffen mit dem österreichischen Kommissar, Dr. Franz Fischler, der sich extra eine Stunde Zeit nahm, um über seine Erfahrungen mit der Union zu berichten.
Besonderer Höhepunkt war dabei das Treffen mit dem österreichischen Kommissar, Dr. Franz Fischler, der auch den Ehrenschutz dieser Reise übernommen hatte und sich extra eine Stunde Zeit nahm, um über seine Erfahrungen mit der Union zu berichten und uns einen Blick hinter die Brüsseler Kulissen zu geben.
Auch die Gespräche mit den österreichischen Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die uns ebenfalls großzügig unterstützt hatten, waren für viele ein eindrucksvolles, weil hautnahes Erlebnis mit Politikern, wie es zu Hause mit Sicherheit nicht so einfach und in so lockerer Atmosphäre möglich gewesen wäre.
 Ein bisschen Spaß durfte natürlich auch in der EU-Metropole Brüssel nicht fehlen.
Natürlich durfte auch das Gastland nicht zu kurz kommen. So wurde die restliche Zeit genutzt, um Brüssel kennen zu lernen, und wieder einmal genossen wir den enormen Vorteil, ortskundige, weil einheimische Malteser-Freunde unter uns zu haben.
Eine weitere Besonderheit dieser Reise war die Zusammenarbeit mit der belgischen karitativen Vereinigung "Atout coeur – à tout coeur", mit deren Mitgliedern wir einige Programmpunkte gemeinsam absolvieren konnten.
Viel zu schnell vergingen die Tage und noch einmal galt es, all das Gehörte, Gelernte und Erfahrene Revue passieren zu lassen – bei unserer "eigenen" Pressekonferenz. Ohne genau zu wissen, wer überhaupt der Einladung durch die Ständige Vertretung Österreichs bei der EU Folge leisten würde, sahen wir uns plötzlich Medienvertretern von ORF, Salzburger Nachrichten, Standard, Kleine Zeitung und dem deutschsprachigen belgischen Radio gegenüber.
Es dauerte nicht lange, da hatten wir unsere anfängliche Nervosität abgelegt, und es ergab sich eine durchaus spannende Diskussion über die Diskrepanz zwischen der überzeugend geschilderten Arbeit heimischer EU-Politiker auf der einen und der meist kritischen Berichterstattung darüber in den österreichischen Medien auf der anderen Seite. Wieder einmal wurde Robert Holy als das medienwirksamste Mitglied unserer Gruppe erkannt – was das eine oder andere Radiointerview mit ihm zur Folge hatte.
Ein wunderschöner Brügge-Ausflug inklusive Bootsfahrt auf den romantischen Kanälen bei traumhaftem Sonnenschein und ein gemütlicher Grillabend im Garten von Resa Bauer und ihrer Familie – danke an euch alle – ließen die Woche äußerst entspannt ausklingen, und schon wenige Stunden später blickten dann "Brüsseler" wie "Österreicher" wehmütig zurück – viel zu schnell war diese ganz besondere Woche für uns alle vergangen.
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Monika Kapusciak & Thomas Mühlmann
Lesen Sie weiter über die Reise nach Brüssel in: Gedanken, Momentaufnahmen und persönliche Eindrücke zu Brüssel 2003

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