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Lords of the Boards & the Guys from the Ambulance!
1996 stellte der Malteser Hospitaldienst Bereich Tirol zum ersten Mal den Sanitätsdienst zum Air &Style Snowboard-Contest, damals noch alleine. Seit 1998 unterstützen ihn die Bereiche Wien und Steiermark, seit zwei Jahren auch Salzburg, bei der Durchführung dieses Dienstes, der bereits der längste regelmäßige Großeinsatz des Malteser Hospitaldienstes ist!
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Seit sieben Jahren bieten Blue Wings, der Veranstalter des Air & Style Contests mit Andrew Hourmont, Helmut Lunner und ihrem Team dem MHDA die Möglichkeit, einen Sanitätsdienst durchzuführen, der in der Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Organisationen (Rotes Kreuz, Feuerwehr, Gendarmerie, Bezirkshauptmannschaft Innsbruck Land, Hundestaffel, Security, Fremdenverkehrsverband, Gemeinde Seefeld sowie Malteser) und Blue Wings ein Vorbild für die meisten anderen Veranstaltungen sein kann.
Seit 1999 gibt es auch eine fruchttragende Verbindung zum Roten Kreuz Innsbruck und Seefeld. Nur in Gemeinschaft und mit Zusammenarbeit kann ein Event dieser Größe erfolgreich und für den Patienten verantwortungsvoll über die Bühne gebracht werden.

Snowboarder bei einem Bergeteam beim VIP-Sektor
Die Bühne in ihrer zweifachen Ausführung ist es, die diesen Contest für die hauptsächlich jugendlichen Zuschauer, aber auch für Sportfreunde und Hip-Hop-Liebhaber so attraktiv macht. Die Kombination aus Sportveranstaltung und Konzert ist seit Jahren die Basis für den Erfolg des Contests. Neben drei Bands (Glucifer, Fettes Brot und De La Soul) ringen die 16 Rider (Snowboarder: die 13 Besten der Welt und drei Qualifikanten) um die Gunst der Zuschauer und Juroren in Seefeld.
1993 war die Sensation - heute fast schon normal - der Straight-Jump-Bewerb: Die Rider springen über den sogenannten Kicker, eine spezielle Freestyleschanze, um beim ca. 60m Flug möglichst schwierige Figuren möglichst exakt zu springen und gut zu landen. Nur die besten Boarder dürfen dann beim Contest gegeneinander antreten.

Doch vor dem Contest waren schon viele MHDA Sanitäter im Einsatz, um die Sanitätsversorgung während der Trainingseinheiten zu gewährleisten. Früher war Snowboarden etwas für Exoten auf den Pisten und für Harte abseits davon, doch in der Zwischenzeit ist es ein fixer Bestandteil des Wintersports in all seinen Facetten. Das wurde auch von der Filmindustrie erkannt: Eine französische Filmfirma hatte an diesem Wochenende in Seefeld einige Sequenzen abzudrehen, darunter auch Sprungszenen auf der Air & Style Schanze. Der MHDA stellten hierfür zwei Nächte lang mit einem Notarztwagen und Personal die Sanitätsversorgung und konnten so ein bißchen auch hinter die Kulissen eines spektakulären Drehs blicken.

Notfallsanitäter bei den Filmaufnahmen
Im Contest selbst wurden dieses Mal Figuren in einer noch unbekannten Perfektion und Stärke gesprungen. Der Kanadier Jean- Andre Tarte sprang den ersten 1080 (eine dreifache Rotation) und landete diesen auch. Zum Sieg reichte es trotzdem nicht. Diesen errang David Benedek (D) vor Shaun White (18, USA) vor Tarte.
Zwischen den einzelnen Etappen des Wettbewerbes traten nicht nur die drei oben genannten Bands auf, sondern es gab auch Showeinlagen und einen Auftritt einiger der besten Rider der zehnjährigen Air & Style Geschichte, die man im Internet unter www.air-style.com nachlesen kann.

Einsatzleiter Paul Kühnelt-Leddihn: "Unsere Aufgabe bei diesem Contest besteht darin, verletzte Personen im Hintergrund des Trubels medizinisch korrekt zu versorgen und, wenn nötig, ins Krankenhaus zu transportieren." Von diesem "Service" mußten in der Sanitätshilfsstelle mehr als 50 Personen Gebrauch machen, da sie mehr medizinische Hilfe als nur ein Pflaster oder etwas Wärme brauchten.
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Bergeteam mit Einsatzleiterstellvertreter am Landehang der Snowboarder
13 Personen mußten durch unsere neun Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, zusätzlich wurden noch zwei Behindertentransporte durchgeführt.
Um die Versorgung im Stadion optimal zu gewährleisten, standen den 70 Tiroler Maltesern noch 13 Wiener, drei Salzburger, drei Steirer Malteser und zwölf Sanitäter des Roten Kreuzes Seefeld zur Seite. Damit eine so große Anzahl von Personen auch optimal und gezielt eingesetzt werden kann, benötigt man eine große Struktur: Stab, eine SanHist mit zwei Gruppen, drei Bergeteams, vier Teams im Publikumsraum, Versorgung und zehn Fahrzeugbesatzungen (neun Rettungswagen, sowie ein Notarztwagen).

Die Koordination bei diesem Einsatz lief über eine toll organisierte Leitstelle und die Stabsstelle, welche die Bergungen, Transporte und Nachschub perfekt koordinierte. Die Patienten wurden aus dem Zuschauerraum und der Landepiste der Rider möglichst schnell durch speziell ausgerüstete Teams in die Sanitätshilfsstelle zur ärztlichen Versorgung und pflegerischen Betreuung gebracht.
Zu den 50 Versorgungen in der SanHist kamen noch insgesamt 62 Patienten mit Kopfschmerzen, Pflaster oder anderen einfachen Versorgungen. Zum Glück wurden keine Personen ernsthaft verletzt, bis auf einen kurzen Moment lief der Einsatz auch ruhig und relativ streßfrei ab.
So war dieser Contest nicht nur aus der Sicht der Sanität, sondern auch für alle Zuschauer und Beteiligten ein schöner Event, an den man sich gerne erinnern wird.
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Im nächsten Winter ist wieder eine Chance, so einen Dienst zu erleben, denn am 13. Dezember 2003 werden wieder die "Rider in Seefeld über den Kicker gehen und ein paar fette Jumps für die Spectators abgeben!" Den vielen Mitgliedern und den Unterstützern, die uns seit Jahren treu zur Seite stehen wie im besonderen FLAGA und Bauhaus, will ich auf diesem Weg danken!

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